INNONET work: Schlanke Produktionsprozesse in Theorie und Praxis

INNONET work: Kooperationsevent mit der fischer Consulting – vor Ort bei den fischerwerken Denzlingen. 

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Gemeinsam mit der fischer Consulting fand nach langer Corona-Pause am 26.10.2021 ein erster intensiver Fachaustausch wieder bei einem INNONET Partner vor Ort statt. Die fischerwerke Denzlingen boten dem Netzwerkevent hierbei eine perfekte Plattform mit hoch interessanten Einblicken in die praktische Umsetzung von Prozessanalyse und -optimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Benjamin Rudolf begrüßte die Teilnehmer seitens der fischer Consulting und präsentierte zum Auftakt der Veranstaltung die Wertstromanalyse als Möglichkeit einer gesamtheitlichen Prozessoptimierung, bei der alle Herstellungsschritte innerhalb der Produktion einschließlich der vor- und nachgelagerten Unternehmensbereiche analysiert und durch Verständnis und Transparenz systematisch in Richtung eines optimalen Zustands weiterentwickelt werden können. Die Identifikation von Prozesspotentialen, wie zum Beispiel die Verkürzung von Durchlaufzeiten oder Optimierung des Bestandsniveaus, erfolgt dabei durch eine rückläufige Analyse und Entwicklung eines optimalen Wertstromdesigns. „Der Ansatz entlang der „gesamten Wertschöpfungskette“ sowohl in der Produktion als auch im administrativen Bereich ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg“, leitete Rudolf an seinen Kollegen Pascal Speer weiter, der sich per Videoübertrag aus Tumlingen zuschaltete.

Ergänzend zu der eher klassischen „von Rampe zu Rampe“ Optimierungsmethode seines Vorgängers präsentierte Speer den Teilnehmern am Monitor eine weitere Möglichkeit mittels eines sehr vielversprechenden Analysetools: dem „Process Mining“. Mit dem Process Mining werden, basierend auf KI-gestützten Auswertungen, Prozesse mit hoher Präzision und Erfassungstiefe visualisiert und analysiert. Dabei können mit diesem umfangreichen Tool insbesondere auch Schwachstellen in nichtproduzierenden Unternehmensbereichen, wie Verwaltung, Ein- oder Verkauf lokalisiert und Verbesserungsvorschläge herausgearbeitet werden. Vorteil der datengetriebenen Prozessoptimierung ist hierbei ganz klar die sofortige Transparenz bei sehr geringem Datenerhebungs- und Analyseaufwand, da die Daten ausschließlich aus dem ERP-System des zu analysierenden Unternehmens abgegriffen werden.

Abgerundet wurden die beiden Fachimpulse von dem fischer-best-practice-Beispiel „Viruclean“, an dem Dr. Martin Vogel, Laborleiter der fischerwerke Denzlingen eindrucksvoll präsentierte, wie binnen kurzer Zeit eine Idee zum anwendungsbereiten Produkt entwickelt werden konnte. In weniger als 2 Wochen war es dem Unternehmen durch seine hohe Expertise auf dem Gebiet der Prozessoptimierung gelungen, zu Beginn der Coronakrise fehlendes Hand-Desinfektionsmittel auf Basis von vorhandenen Kartuschen seinen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten anzubieten.

Bei der anschließenden Werksführung der fischerwerke Denzlingen wurden den Teilnehmern weitere praktische Umsetzungen, darunter auch Pilotprojekte zu der zuvor vorgestellten neuen Art der Datenverarbeitung im Werk veranschaulicht. Darüber hinaus bot sich eine einmalige Gelegenheit, den Standort für chemische Befestigungssysteme besser kennenzulernen. Ein sehr eindrucksvoller Standort, bei dem für die Entwicklung von Produkten und Funktionsverpackung alles unter einem Dach zu finden ist: Von der chemischen Entwicklung von Rezepturen zur Komponentenherstellung Härter und Mörtel bis hin zur Eigenherstellung benötigter Rohstoffe – kombiniert mit der Entwicklung und dem Spritzgießen der Kartuschen, der Abfüllung sowie Etikettierung.
INNONET Steuerkreismitglied Martin Mühlen von der Fa. ARBURG, der die Veranstaltung spritzig anmoderierte, und das INNONET bedanken sich sehr herzlich bei der fischer Consulting und dem gesamten Denzlinger-Team für die hochinteressanten Fachimpulse sowie die perfekte Vorort-Organisation und sehr herzliche Gastfreundschaft!

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