Auch im Juni konnte die INNONET special – Reihe mit dem interessanten und vielschichtigen Thema „Digitale Werkzeugkorrektur“ fortgesetzt werden. Eine ganz besondere Veranstaltung, bei der gleich drei Steuerkreismitglieder gemeinsam als Moderatoren durch das Online-special führten: Stephan Klumpp, Geschäftsführer der ProPlas, Prof. Steffen Ritter von der Hochschule Reutlingen sowie Jörg Vetter, technischer Leiter bei Hermann Hauff. Die drei Experten lieferten spannende Impulsvorträge und teilten mit den Teilnehmern wichtige Erfahrungen aus ihren jeweiligen Fachgebieten. 99 Teilnehmer waren online zugeschaltet und verfolgten die interessanten Ausführungen bis zum Schluss.

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Den perfekten Start machte Prof. Steffen Ritter mit seinen Einblicken aus dem Forschungs- und Hochschulbereich. Er nahm die Zuschauer mit in die Prozesse der Kunststoffformteil-entwicklung. Ritter betonte, wie wichtig es sei, die klassischen Strukturen des Entwicklungsprozesses zu durchbrechen, bei denen Bauteilentwickler, Werkzeugbauer und Spritzgießer nacheinander zum Einsatz kommen. „Gerade die gemeinsamen Schnittstellen sind schließlich der kritische Punkt, die im Rahmen der komplexen Herausforderungen nur durch ein Miteinander gemeistert werden können. Hochwertige spritzgießgerechte Kunststoffteile entstehen nur in einem eng abgestimmten Entwicklungsprozess“, so Ritter. Dabei gilt es, die einzelnen Disziplinen mit deren unterschiedlichen Ansätzen und Selbstverständnis bereits frühzeitig gemeinsam in den Dialog zu bringen, Reibungsverluste zu verhindern und effizient und qualitativ arbeiten zu können.

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Einen spannenden Beitrag aus der Praxis, lieferte Jörg Vetter. Sein Vortrag beschäftigte sich vor allem mit dem optimalen Werkzeugkonzept und der exzellenten Bemusterung sowie dem stabilen Spritzprozess als Fundament einer solchen Bemusterung. „Das Wichtigste im Werkzeugbau ist dabei, einen Plan B zu haben“, so Vetter. Dies gilt vor allem auch im Bereich der Präzisionswerkzeuge, bei denen auch die Computertomografische Messung eine sehr gute Hilfestellung bieten kann. Vetter berichtete auch, wie viele Themen tatsächlich im qualitativ hochwertigen Werkzeugbau Berücksichtigung finden müssen, angefangen bei der Lage, der Angussstrategie, der Temperierung und Geschwindigkeit bis hin zu Härte, Zugfestigkeit, Oberflächen und noch vielen weiteren Themen. Ein zusätzlicher kritischer Faktor ist die Bemusterung. Immer wieder wird festgestellt, dass sich für dieses Thema zu wenig Zeit genommen wird. „Auch ein perfekt vermessenes Werkzeug muss ausreichend getestet werden, damit die Realität in der Praxis abgebildet werden kann“, schließt Vetter seinen Vortrag.

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Abgerundet wurden die Beiträge durch Stephan Klumpp, der sich mit dem digitalen Korrekturprozess als Erfolgsfaktor beschäftigte und auch aus seiner großen Expertise heraus über Software-Werkzeuge und Lösungen für Werkzeug und Formenbauer berichtete. Hier sei, so Klumpp, vor allem „eine ergebnisorientierte Moderation und der Mut zu schnellen und klugen Entscheidungen der Schlüssel zur Bewältigung von komplexen Aufgaben“.
Der Prozess einer erfolgreichen Werkzeugkorrektur und eines guten Endproduktes umfasst für ihn: ein Kick-off-Meeting, CT-Daten, die Ausrichtung, die CT-Daten-Vorbereitung, eine Definition von Messpunkten, eine Flächenspiegelung, Schrägenanalyse, eine werkzeuggerechte Anpassung, die anschließende Datenübergabe sowie eine Korrekturumsetzung, so Klumpps Erfahrungen aus der täglichen Praxis von Proplas. „Zur engmaschigen Abstimmung finden regelmäßige digitale Meetings statt, bei denen es wichtig ist, mit den „Richtigen“ effizient zu arbeiten. Dabei ist eine gute Vertrauensbasis zwischen Kunden und Computertomografie-Spezialisten unerlässlich“, betonte Klumpp am Ende seiner Ausführungen.

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Absolut spannend für die Teilnehmer war der abschließende Live-Einblick in ein Mess-verfahren, moderiert durch Simon Horrer von Proplas, bei dem nochmals die vielfältigen Einflüsse die unterschiedlichen Parameter von Werkzeugkonstruktion und Materialeigen-schaften verdeutlicht wurden.

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Die angeregte Diskussion und die vielen Fragen der Teilnehmer an die Experten aus dem INNONET Steuerkreis verdeutlichten das hohe Interesse an diesem Fachthema, untermauert von der Tatsache, dass fast alle Teilnehmer bis zum Ende der Diskussion im Chat blieben.

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Das INNONET Kunststoff bedankt sich herzlich bei allen Akteuren, bei Stephan Klumpp, Professor Steffen Ritter, Jörg Vetter sowie Simon Horrer und Teilnehmern für ein gelungenes Veranstaltungsformat und den absolut interessanten und lösungsorientierten Austausch rund um das Thema „Digitale Werkzeugkorrektur“.
 
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Das Making-off: 
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INNONET Kunststoff
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