Innovationstag des INNONET Kunststoff verbindet Information und Kommunikation

Traditioneller Branchentreff beleuchtet Zukunftsthemen für die Kunststoffbranche

Der vierte Innovationstag des INNONET Kunststoff ist zugleich auch die zweite Veranstaltung dieser Art in Folge in Horb. Die Neckarstadt genießt nicht von ungefähr das Privileg, erneut für einen Tag lang zum Zentrum der Süddeutschen Kunststoff-Industrie zu avancieren, hier entsteht mit dem Plastics InnoCentre im nächsten Jahr auch eine Anlaufstelle für die Branche. „Horb und Kunststoff gehören zusammen", postulierte deshalb auch Oberbürgermeister Peter Rosenberger.

Der Innovationstag des Unternehmensnetzwerks INNONET Kunststoff hat sich längst als anwendungsorientiertes Veranstaltungsformat mit hohem fachlichem Anspruch in der Branche etabliert. Zugleich ist er auch die einzige Veranstaltung des innovativen Unternehmensnetzwerks, die auch für Nichtmitglieder zugänglich ist. Schnuppern war beim Innovationstag für Gäste also erlaubt und gewünscht. Der Horber Campus der Dualen Hochschule Stuttgart als Veranstaltungsort unterstrich den fachlichen Anspruch des Innovationstags und zauberte so manchem Teilnehmer, eingequetscht in die hörsaaltypische Klappsitze, ein sentimentales Lächeln beim Gedanken an vergangene Studienzeiten ins Gesicht. Für die regionale Kunststoffbranche ist der Horber Campus eine feste Größe. „Es gibt lediglich eine Handvoll Hochschulen, die sich in Baden-Württemberg mit Kunststofftechnik beschäftigen“, resümierte Prof. Dr. Jürgen Gundrum, der Leiter des Studiengangs Maschinenbau, zu dem auch die Kunststofftechnik gehört und betonte damit die Bedeutung des Hochschulstandorts Horb für die Region.

Hinter scheinbar Trivialem steckt oft eine gehörige Portion Hightech. Der Innovationstag ist traditionell eine gute Gelegenheit, beispielhaft Produkte, Verfahren und Prozesse zu beleuchten und zu hinterfragen. Eine scheinbar profane Abdeckung für Wasserrinnen diente Prof. Dr. Bernhard Rief vom Institut für Kunststoff und Entwicklungstechnik (IKET) an der DHBW Horb als Demonstrationsobjekt für komplexe anwendungsorientierte Entwicklungen in der Kunststofftechnik an der Hochschule.

Prof. Dr. Ralf Kindervater referiert über biobasierte Kunststoffe

Das Thema Biobasierte Kunststoffe und der Standort Horb gehören seit der Entscheidung, das Plastics InnoCentre in der ehemaligen Kaserne anzusiedeln, untrennbar zusammen. Mit dieser Einrichtung setzt das INNONET Kunststoff ein Zeichen in Sachen Bioökonomie im Landkreis Freudenstadt und in der Region. Prof. Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der Landesagentur BIOPRO Baden-Württemberg, spannte auf dem Innovationstag den komplexen Bogen vom UN-Klimagipfel in Paris zum Nordschwarzwald, einer Region, der er ein immenses Entwicklungspotential in Sachen nachhaltige Rohstoffe attestiert. „Schauen sie aus dem Fenster! Alles, was Sie vor der Tür wachsen sehen, können Sie für die Herstellung von Kunststoff verwerten“, mahnt der Chef der Landesagentur mit Blick auf das üppige Grün in der Region. Biobasierten Kunststoffen gehört die Zukunft, dessen ist sich Kindervater sicher. Die globalen Fakten sprechen für seine These: „Wir können in Deutschland nicht länger das doppelte an Ressourcen verbrauchen als die Erde für uns bereitstellt“, so Kindervater.  

Timo Steinebrunner von der Braunform GmbH, Dr. Wolfang Eberhardt von der Hahn-Schickard-Gesellschaft und Dr. Andreas Wolf von der Robomotion GmbH vertieften in ihren Fachbeiträgen anwendungstechnische Details. Einen fachlich hochinteressanten Abriss über den aktuellen Stand der formlosen Formgebung mit Blick auf 3D-Drucktechniken bot Prof. Dr. Christian Bonten vom Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart.

Bioökonomie und nachhaltige Rohstoffe sind Zukunftsthemen für die Region Nordschwarzwald und bilden deshalb auch einen Schwerpunkt im Entwicklungskonzept der Region“, betont Nadine Kaiser, kommissarische Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) und zuständige Projektleiterin für das INNONET Kunststoff. Kaiser freute sich über die große Besucherresonanz auf die Veranstaltung: „Die über 70 Teilnehmer beim Innovationstag zeigen, dass wir mit unserem Veranstaltungsangebot und dem Ziel die Schlüsselbranchen in der Region stärker zu vernetzen auf dem richtigen Weg sind“.

Unterwegs in Sachen Kunststoff:  Prof. Dr. Bernhard Rief, Dr. Hartmuth Diery, Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Jörg Vetter, Nadine Kaiser, Joachim Schätzle und Prof. Dr. Jürgen Gundrum


INNONET Kunststoff
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