Einblicke in die Welt der Mikrosystemtechnik bei Hahn-Schickard

INNONET Kunststoff, 01.12.2020. Beim letzten INNONET special des Jahres traf die Themenauswahl ins Schwarze. Dies zeigte die enorme Resonanz von über 70 Anmeldungen und letztendlich 63 Online-Teilnehmern. Vor der Kamera und im zoom-Chat stand das Hahn-Schickard Institut für Mikrobautechnik in Stuttgart mit einer live-Darstellung aktueller, innovativer Herstellungsprozesse für die Kunststofftechnik.

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Die Mikrosystemtechnik bietet ein äußerst vielseitiges und sehr umfassendes Technologiespektrum, daher wurde im Rahmen einer ersten Kooperationsveranstaltung zwischen dem INNONET Kunststoff und Hahn-Schickard auf die drei Bereiche Mikrostrukturierung, Optische Mikrosysteme und Sensors.Everywhere! fokussiert. In einer einzigartigen Kombination aus Live-Darstellung und Videoclips wurden Insights aus wissenschaftlichen Entwicklungsarbeiten von zwei Spezialisten des Hahn-Schickard-Instituts vorgestellt. Zunächst präsentierte Dr. Karl-Peter Fritz, stellvertretender Institutsleiter und verantwortlich für den Bereich „Bauelemente + Systeme“ Entwicklungsergebnisse, deren Herstellverfahren und industriellen Applikationen anhand ausgewählter Produkte anschaulich vor laufender Kamera. Anschließend folgte ein kurzer Videoclip über die entsprechenden Anlagen und Equipments vor Ort, kommentiert von Dr. Serhat Sahakalkan, Gruppenleiter für „Präzisions- und Kunststofftechnik“.

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Hochpräzise Strukturierungsverfahren können über Spezialbeschichtungen von Werkzeugstahl durch Bearbeitung mit Diamantfräser erzeugt werden und dienen zur Feinstrukturierung von Bauteilen insbesondere in der Medizintechnik (Lab-on-a-Chip). Des Weiteren wurden optische Komponenten, hergestellt im Spritzguss und in innovativen Sensoren zur berührungsfreien Messung integriert, vorgestellt. Das technologische Spezialgebiet Sensors.Everywhere! verdeutlicht mit seiner Schreibweise Entwicklung von Sensoren genau dort, wo sie gebraucht werden. Dies beinhaltet auch die Funktion in aggressiven Medien, unter hohen Drücken sowie Temperaturen oder Vibrationsbelastungen. Dabei werden Sensoren auf Basis unterschiedlicher physikalischer Wirkungsprinzipien und Technologien entwickelt und durch Kompetenz in der Mikrobautechnik so nah wie möglich an den Einsatzort herangebracht.

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„Sehr großes Potenzial sehen wir bei Hahn-Schickard zudem in der individualisierten Mikrosystemtechnik mit der durch Kopplung entsprechender Prozesse, wie Laser oder Drucktechnik, komplexe und verschiedenartige Geometrien aufgebaut werden können. Besonders für die maßgeschneiderte Produktentwicklung im Rapid Manufacturing ist ein noch intensiverer Austausch bezüglich der Möglichkeiten und individuellen Applikationen nötig“, ergänzte Dr. Fritz am Ende der in aufwendiger Regie inszenierten Präsentation.

Dem stimmten auch die beiden Initiatoren seitens des INNONET zu, die hier großes Potential für ein zukünftiges Format im Netzwerk sehen. Fachreferent Kunststoff und Kameramann vor Ort, Udo Eckloff, war begeistert von der hohen Anmelde- als auch Teilnehmerzahl: „Das vom INNONET entwickelte Format ist ein hervorragendes Instrument zum Netzwerkwerken und zieht sogar internationales Publikum an.“ „Wir sind sehr stolz, hochkarätige Veranstaltungen dieser Art virtuell durchzuführen und haben bereits Anfragen für weitere vergleichbare Events aus der Industrie“, ergänzte Netzwerk-Koordinatorin Janet Rosenberger.

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Moderator der kurzweiligen Stunde, Stephan Klumpp, Geschäftsführer der ProPlas, Spezialist für Industrielle Computertomographie und INNONET Steuerkreismitglied, brachte es zum Abschluss auf den Punkt: „Was ich in den letzten Monaten gelernt habe und auch dieser Termin wieder gezeigt hat, ist, dass wir Krisen, als auch gute Zeiten am besten durch Netzwerken, durch Kooperation und durch Mut bewältigen. Auch wenn es manchmal mit einem Aufwand verbunden ist, das Erfolgsrezept ist immer das Zusammenkommen und der gemeinsame Austausch“ und das geht halt auch mal „online“.

Online-special mit Netzwerkpartner SIGMA Engineering

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Horb am Neckar, 17.11.2020. Auch wenn die physische Netzwerkheimat des INNONET Kunststoff im Horber Innovationspark momentan keine Veranstaltungen für die Partner zulässt, so nimmt das Online-„special“ Format weiter Fahrt auf. Diesmal erhielten die 45 Teilnehmer am Bildschirm interessante Einblicke in die Leistungsfähigkeit einer modernen Spritzgießsimulation anhand konkreter Beispiele vom INNONET Netzwerkpartner SIGMA Engineering.

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Optimierungen sind ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit in der Entwicklung, im Engineering und in der Produktion. Die Verlagerung der Optimierungen in die Virtualität ergibt einen enormen Zuwachs an Kosten- und Zeitersparnis bei gleichzeitiger Reduzierung von Ressourcen. Anhand von Beispielen einer modernen Spritzgießsimulation an einem konkreten Bauteil konnte in der Online-Präsentation nachgewiesen werden, dass Taktzeiten bis zu 50 % reduziert werden konnten und gleichzeitig die Teilequalität stabilisiert wurde. Durch die Simulation des Werkzeugs, anhand der CAD-Daten und Stückliste, wurden Optimierungen von Kühlkanälen und -stäben sowie Optimierungen der Prozessparameter erarbeitet. Zusätzlich konnten wichtige Qualitätsmerkmale, wie zum Beispiel das Verzugsverhalten, deutlich verbessert werden. Insgesamt konnte der Hersteller des Bauteils enorme Kosten in Zeitaufwand, Modifizierung der Werkzeuge sowie Maschinenkosten einsparen.

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Tobias Mansfeld und Burkhard Werner von der SIGMA Engineering GmbH lieferten zu den Titeln: „Von der Spritzgießsimulation zum Virtual Molding“ und „Virtuelle Abmusterung von Spritzguss-Werkzeugen“ zwei technisch hochwertige und „marketingfreie“ Vorträge mit konkreten Technologieschwerpunkten sowie Einblicke in den Nutzen der Autonomen Optimierung und brachten daraufhin ein reges und interessiertes Fachgespräch in Gang.

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Insbesondere die anfängliche Skepsis verschiedener Spritzgießer und Werkzeugbauer konnte in der von Stephan Klumpp, Geschäftsführer der ProPlas GmbH und Mitglied im INNONET Steuerkreis, spritzig moderierten Diskussionsrunde von den beiden Vortragenden abgebaut werden. Das Unternehmen erklärte sich im Anschluss sogar bereit, sein eigenes Schulungszentrum in Aachen zu punktuellen Ausbildungszwecken zur Verfügung zu stellen und damit die Vorteile der Simulation gegenüber der empirischen Optimierung zu veranschaulichen.

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Udo Eckloff, Fachreferent bei INNONET Kunststoff und Initiator der Veranstaltungsreihe „Technische Software“ zeigte sich erfreut über die Vielzahl von Teilnehmern und die Fachdiskussion: „Das Format werden wir in Zukunft weiter vertiefen und dazu auch andere Netzwerkpartner und wissenschaftliche Institute einbinden“.


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Hintergrund SIGMA Engineering GmbH
Die SIGMA Engineering GmbH wurde 1998 gegründet. Der Hauptsitz und die Entwicklungsabteilung liegen in Aachen, mit Zweigstellen in den USA, Singapur, Brasilien, Türkei, Indien und China. Das Unternehmen ist einer der Technologieführer in der 3D Spritzguss-Simulation durch die eigene entwickelte Simulationssoftware SIGMASOFT® Virtual Molding. Es wird ganzheitlich die 3D-Simulation von Fließverhalten, Wärmestrom und Verzug, inklusive Werkzeug und aller weiteren Prozessdetails betrachtet. Seit 2017 ist die SIGMA Engineering Partner im INNONET Kunststoff.

Virtueller Branchentreff auf der D-Expo Kunststoff mit 3 Livetagen - 
Vorträge noch bis 3.12. online!

Die D-EXPO Kunststoff, digitale Fachmesse für Kunststofftechnik, fand vom 10. November bis zum 13. November mit drei Livetagen statt. Die Besucher der kostenfreien Veranstaltung hatten die Möglichkeit, zahlreiche namhafte Unternehmen an den virtuellen Ständen zu besuchen. Zudem beteiligten sich auch branchenbekannte Institutionen sowohl mit Ständen als auch Vorträgen oder Interviews im Auditorium.

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Da aufgrund der Coronakrise zahlreiche branchenrelevante Messen abgesagt wurden, hatte sich das INNONET Kunststoff entschieden, erstmals an der virtuellen Messe des Carl Hanser Verlags der D-Expo teilzunehmen.

Besonders Highlight seitens des INNONET war der Vortrag von Steuerkreismitglied Stephan Klumpp (Geschäftsführer der ProPlas GmbH) zum Thema „Digitalisierung im Werkzeugbau mit Intelligenz und Spezialisten“, an dem insgesamt über 100 Messebesucher live teilnahmen!

Vortrag Stephan Klumpp D Expo


Die D-Expo ist auch nach den Live-Tagen noch bis zum 04. Dezember "online". Gerne können Sie in dieser Zeit noch die zahlreichen interessanten Vorträge oder Interviews und insbesondere natürlich den erwähnten Vortrag von unserem INNONET Partner und Steuerkreismitglied Stephan Klumpp anschauen! 

Kostenfreie Anmeldung

 

Eine experimentelle Online-Präsentation der plasma technology GmbH

Die Situation für die Wirtschaft ist brenzlig, physische Netzwerktreffen wirken absurd und fühlen sich nicht richtig an. Umso mehr freute sich das INNONET Kunststoff, eines der größten Unternehmensnetzwerke der Kunststoffbranche, über ein virtuelles Wiedersehen mit den Netzwerkpartnern. Mittels einer ersten „Online-Live-Vorführung“ berichtete es über die Expertise eines seiner Mitgliedsunternehmen. Vor der Kamera stand die plasma technology GmbH aus Herrenberg. Über 40 interessierte Teilnehmer verfolgten die spannende und hochinteressante Fachveranstaltung hinter dem Bildschirm.

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Jörg Eisenlohr, Geschäftsführer und Gründer der plasma technology GmbH zeigte sich bei seiner Begrüßung über diese großartige Resonanz sichtlich gerührt und dankte dem Netzwerk für die einzigartige Möglichkeit. Er eröffnete das Webmeeting mit einem kurzen Überblick über seine, in 15 Jahren gewachsene Unternehmensexpertise im Bereich der Plasmatechnologie: „Wir verstehen uns auf Prozess- und Produktentwicklungen bis hin zur Fertigung von Kleinserien in 2 bis 400 Liter-Anlagen am Standort“. Großanlagen bis 60.000 Liter Kammervolumen werden mit Kooperationspartnern realisiert. 


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Danach galt es die Neugierde des Fachpublikums anhand diverser Musterbeispiele aus dem Alltag zu wecken, die alle die gleiche Botschaft trugen: „Durch die Behandlung mit Plasma erfolgt nicht nur eine Reinigung und Aktivierung, sondern eine hauchdünne Funktionalisierungsschicht der Oberfläche, die dann die Haftung von diversen Systemen signifikant verändert“, so Eisenlohr zu den Vorzügen der Verfahrenstechnologie.

 
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Besonderes Highlight des interaktiven Onlineformates war die anschließende experimentelle Vorführung der Plasmatechnologie, bei der Auswirkungen auf Oberflächen, Oberflächenspannung und Haftungsverbesserungen sowie spannender Behandlungseffekte anschaulich demonstriert und live gemessen wurden. Hierzu präsentierte Achim Rentschler von der plasma technology zunächst das optische Farbspiel der Plasmazündung unterschiedlicher Gase an der Laboranlage: So wird beispielsweise bei der Zündung von Luft bzw. Stickstoff eine violette, bei Helium dagegen eine türkise Färbung erzeugt. Letztes also ein künstlich hergestelltes Nordlicht, ähnlich wie in der Atmosphäre.

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Im nächsten Schritt wurde das eigentliche Testobjekt, ein Träger im Labormaßstab aus Polypropylen (PPE) einer Standard-Plasmabehandlung zur Verbesserung der Oberflächenhaftung unterzogen. Was mit bloßem Auge nicht sichtbar war, zeigte Julius Nass mittels einer Kontaktwinkelmessung am PC: Bereits eine zweiminütige Plasma-Behandlung erhöhte die Oberflächenspannung des aufgebrachten Wassers signifikant. Die gemessenen Werte konnten bei der anschließenden Kontrolle mit einer Testtinte live belegt werden.
Jörg Eisenlohr und sein Team sind von den vielen Vorzügen der plasmagestützten Oberflächen-Behandlung, die zudem auch noch eine umweltfreundliche und nachhaltige Lösung für die Kunststoffindustrie und auch für andere Materialien darstellt, absolut überzeugt.

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Udo Eckloff, Fachreferent Kunststoff beim INNONET Kunststoff, Mitinitiator des Events und Kameramann vor Ort freute sich über den gelungenen Auftakt: „Unsere Netzwerk-Aktivitäten sind im Augenblick leider sehr stark eingeschränkt. Mit dem INNONET special bieten wir unseren Partnern gerade in dieser schwierigen Zeit eine exzellente Plattform für fachlichen Austausch und Netzwerkinteraktionen - wenn auch nur virtuell“. „Darüber hinaus bietet das Format unseren Partnerunternehmen eine tolle Gelegenheit, ihre Expertise vor Fachpublikum zu präsentieren und die Zuschauer haben bei der Live-Vorführung das Gefühl fast mit dabei zu sein“, ergänzte Janet Rosenberger vom INNONET, die die Veranstaltung technisch aus dem Plastics InnoCentre, der physischen Netzwerkheimat in Horb am Neckar begleitete.

Weitere Infos über die plasma technology GmbH finden Sie hier

INNONET Kunststoff präsentiert Aktivitäten aus dem AlpLinkBioEco

21.-22.09.2020. "Der Beitrag der Bioökonomie zum Green Deal" – so lautete der Titel des zweitägigen Bioökonomiekongresses Baden-Württemberg und widmete sich der Fragestellung, wie innovative Produkte, Verfahren und Prinzipien sowie regionale Kreisläufe zur Minderung des Klimawandels, zur Reduzierung der Umweltverschmutzung, zur Unterstützung der Ressourceneffizienz und zu weiteren Nachhaltigkeitszielen beitragen können.

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Das INNONET Kunststoff nutzte die Gelegenheit mit einer interaktiven Teilnahme in Form eines Online-Standes. So konnten die in den letzten Jahren erfolgreich gestarteten Aktivitäten im Bereich „Biobasierter Materialen und Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffbranche“ auch in diesem Jahr erfolgreich fokussiert und weitergeführt werden, insbesondere, da die im September geplante Biotagung im Plastics InnoCentre aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht stattfinden konnte. Udo Eckloff, Fachreferent Kunststoff beim INNONET informierte die interessierten Kongressteilnehmer über das Netzwerk und über aktuelle Aktivitäten im EU-Förderprojekt AlplinkBioEco.

Angestrebtes Ziel des Projektes AlpLinkBioEco ist die Förderung einer auf Biotechnologie basierenden Kreislaufwirtschaft durch die bessere Vernetzung von bestehenden Biomasse-Ressourcen, starken Industriesektoren und Wissenszentren, um das große Potential in diesem Bereich stärker auszuschöpfen und fehlende Wertschöpfungsketten zu identifizieren.

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Bei der interaktiven und spannenden Diskussion am „online“-Kongresstand konnten wichtige Inhalte und Entwicklungspotentiale mit den Teilnehmern erörtert und neue mögliche Akteure identifiziert werden. Udo Eckloff zeigte sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden: „Mit diesem Auftritt konnten wir neue Akteure gewinnen und unser Vorhaben durch interessante fachliche Impulse signifikant voranbringen.

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Der Bioökonomiekongress bot ein sehr vielfältiges Programm an Übersichtsvorträgen, neuen Forschungsergebnissen und Praxisbeispielen. Dabei spielten nachhaltige Wertschöpfungsketten, Primär- und Sekundärproduktion, Konversionstechnologien, Produktentwicklung, die ökonomische und ökologische Bewertung sowie politische Aspekte und Verbraucherakzeptanz eine zentrale Rolle.

Nach dem positiven Feedback zum ersten INNONET special, dem neuen digitalen Veranstaltungsformat des INNONET Kunststoff, lud die cirp GmbH am 25.06.2020 zu einem virtuellen Netzwerktreffen mit digitalem Firmenrundgang ein.

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Die Teilnehmer bekamen so, ähnlich wie auch beim klassischen INNONET meet, einen umfangreichen Einblick in das Unternehmen und einzelne Unternehmensbereiche.

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Alexander Brock und Christian Becht von der cirp GmbH präsentierten den kompletten Bereich der Additiven Fertigung sowie des Spritzgusses und stellten im Anschluss ein sehr erfolgreiches und in kürzester Zeit realisiertes Projekt eines Mund-Nasenschutzes vor. Die einzelnen Entwicklungsschritte wurden dabei anhand einzelner Videosequenzen am Monitor gezeigt.

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Über eine Simulationssoftware des INNONET Partners simcon sowie 3D Kunststoff-gedruckter Muster wurde zunächst die endgültige Form der Maske entwickelt und als 3D Modell am Markt angeboten. Die Nachfrage war allerdings so groß, dass man schnell entschied, auf eine Spritzgussproduktion umzuschwenken. Die Werkzeugform wurde optimiert und innerhalb weniger Tage in der hauseigenen Rapid Tooling Prozesskette ein Spritzgusswerkzeug gefertigt. Die Maske besteht aus einem integriertem Filtervlies, das leicht ausgewechselt werden kann. Der Maskenkörper ist aus sterilisierbarem Material gefertigt.

Durch das hauseigene durchgängige CAD-System, auf das alle beteiligten Abteilungen auch aus dem Homeoffice Zugriff hatten, konnten entwicklungsbedingte Hürden in kürzester Zeit überwunden werden. Darüber hinaus wurden aufgrund der hohen Standardisierung der Werkzeugnormalien sowohl Konstruktion, Werkzeugbau als auch Fertigungsprozesse durch die zeitnahe, verlustfreie Übergabe und Rückmeldung der Daten stark beschleunigt – einer der maßgeblichen Erfolgsfaktoren des Projektes und des Unternehmens insgesamt.

Aus zulassungstechnischen Gründen darf die Maske aktuell nicht als Schutzmaske bezeichnet werden, sondern stellt ein Produkt zur eigenen Sicherheit dar. Die Zulassung als Medizinprodukt wird angestrebt, die Weiterentwicklung angestoßen und erste Validierungsschritte bereits eingeleitet.

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Thomas Lück, Leiter Vertrieb und Innovation bedankte sich beim INNONET für die Zurverfügungstellung der neuen virtuellen Plattform und fasste zusammen: „Die Realisierung des Projektes in kürzester Zeit war nur durch die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, das Hand-in-Hand-Gehen des Rapid-Protyping und Rapid-Tooling sowie der Konstruktion und Design möglich. So konnten wir eine weitere eigene Produktserie von Beginn an bis zur Marktreife und Vertrieb entwickeln.“ Die COVID-19 Produkte sind damit die dritte eigenen Produktserie, die cirp bis zur Marktreife und Vertrieb entwickelt hat.

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Im Anschluss hatten die Teilnehmer wie gewohnt die Möglichkeit zum persönlichen Netzwerkaustausch, bei der interessante Aspekte über die aktuelle Lage erörtert werden konnten. Moderiert wurde das "Special-meet" von INNONET Steuerkreismitglied Stephan Klumpp von der Proplas GmbH.

Am 28.05.2020 fand mit dem INNONET special erstmalig ein neues Format statt, welches der INNONET Familie auch in der „Corona-bedingten“ veranstaltungsfreien Zeit, die Möglichkeit zum Netzwerken und persönlichen Austausch geben soll! 

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Mit Hilfe einer Videoschaltung, organisiert durch Steuerkreismitglied Prof. Steffen Ritter, Hochschule Reutlingen, hatten die Mitglieder des INNONET Kunststoff nach viel zu langer Zeit endlich wieder eine Gelegenheit für Sichtkontakt – wenn auch nur am Bildschirm. Daher war es besonders erfreulich, dass sich bereits beim erstem INNONET special gleich 25 Teilnehmer einloggten. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Stephan Klumpp, Proplas und Jörg Vetter, Hermann Hauff, beide Mitglieder des INNONET Steuerkreises. Das von Stephan Klumpp gemütlich eingerichtete Moderationsstudio und natürlich die Offenheit der beiden Moderatoren zur eigenen geschäftlichen als auch persönlichen Situation trugen maßgeblich dazu bei, dass auch die anderen Teilnehmer sehr vertrauensvoll und offen über die aktuellen Herausforderungen berichteten. Durch den regen, informativen und teils auch sehr persönlichen Austausch war auch keiner der Teilnehmer böse, dass die angesetzte Zeit deutlich überschritten wurde.

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Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass alle Netzwerkpartner sehr turbulente Monate hinter sich haben! Besonders stark sind unter anderem die Unternehmen mit Schnittstellen zur Automobilbranche oder mit großem Kundenstamm ausländischer Unternehmen betroffen. Mit voller Kraft ist es jedoch allen weitestgehend erfolgreich gelungen, teils durch flexible, innerbetriebliche Umstellungen, teils mit erweitertem Angebot und neuen Produkten, sich zu stabilisieren und in auch in dieser schwierigen Zeit zu bestehen. Allerdings – und da sind sich alle einig – sei es nun dringend Zeit, dass Markt, Nachfrage und damit die Produktion sich wieder normalisieren. Ein positiver Trend sei aber schon zu spüren.

Besonders das Thema „Effizienz versus Schnelligkeit“ wurde recht kontrovers im Chat diskutiert. Nicht alle Teilnehmer stimmten hier der Aussage von Stephan Klumpp zu: „Wer Speck auf den Rippen hat, kommt besser durch so eine Zeit – man muss nicht immer lean sein“. Einheitlich wurde also das Thema für eines der nächsten INNONET special auf die Agenda gesetzt. Und da waren sich alle einig: Das Format INNONET special sollte, möglichst ergänzt durch einen fachlichen Impuls, weiter beibehalten werden und den INNONET Kalender in den nächsten Wochen wieder beleben!

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Das INNONET Team hat bereits die ersten Folgetreffen in der Pipeline, so wird es am 25.06.2020 ein nächstes Wiedersahen beim INNONET „special meet“ gemeinsam mit und online bei der Firma cirp geben. Anschließend steht wie bereits angekündigt das Thema: „Geschwindigkeit“ auf dem Programm, gefolgt von weiteren fachlichen Themen, die das Netzwerk interessiert. Gerne nimmt das INNONET Team hier Ihre Anregungen und Wünsche auf!

Darüber hinaus wurde für das Plastics InnoCentre, die physische Netzwerkheimat in der Horber Kaserne ein Hygienekonzept ausgearbeitet und die ersten „Live-Veranstaltungen“ in Form von Besprechungen und kleinen Seminaren unserer INNONET Partner angefragt und bereits ab Juli terminiert.

Das INNONET Team geht fest davon aus, dass nach den Sommerferien auch wieder ein „echtes“ Wiedersehen in unserer Kunststoff-Familie stattfinden kann! Bis dahin wünscht das INNONET Team allen Mitgliedern weiterhin Kraft, Erfolg und Optimismus!

Die Corona-Krise verlangt den Unternehmen derzeit viele Maßnahmen ab. Doch die größte Herausforderung zur Existenzsicherung vieler KMU’s ist neben den vielen Schutzmaßnahmen für die Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden die Aufrechterhaltung der Produktion!
Viele Unternehmen haben schnell reagiert und Ihre Produktion an die neue Nachfrage - ob Mundschutz, Schutzbrillen oder andere Hygienemaßnahmen - angepasst. 

Auch im INNONET Verbund sind die Unternehmen sehr aktiv! Gerne möchten wir unsere Mitglieder und Partner an dieser Stelle noch weiter unterstützen,
indem wir:

- Ihre News und Infos in das Netzwerk tragen 
- Ihnen wichtige Kontakte vermitteln

Nehmen Sie mit uns Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!auf!


NEWS aus dem INNONET 

 

Fraunhofer IPA (Stuttgart)
Mobiler Desinfektionsroboter hält Coronavirus in Schach - Das Fraunhofer IPA präsentiert den ersten Prototypen eines mobilen Reinigungs- und Desinfektionsroboters. Er fährt kontaminierte Objekte selbständig an. 

Zum Pressebericht

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Foto: Fraunhofer IPA

 

MICHAEL Kunststofftechnik (Eppingen)
hat einen flexiblen Maskenhalter entwickelt, der den Tragekomfort von Schutzmasken deutlich erhöht und auch zum Teil über viele Spenden damit u.a. Mitarbeiter in Krankenhäusern oder im diakonischen Dienst ausgestattet.

Weitere Infos auf der Website

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Fotos: MICHAEL


Röchling (Waldachtal)
entwickelt hochwertigen, für die Mehrfachnutzung ausgelegten Vollgesichtsschutz mit CE-Kennzeichnung zum effektiven Schutz vor Tröpfcheninfektion. 

Weitere Infos auf der Website

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Foto: Röchling


Arburg (Loßburg)
gemeinsames Kooperationsprojekt mit Ems-Chemie und Uvex:
Produktion von Schutzbrillen zum Einsatz in Krankenhäusern und im Rettungswesen.

Weitere Infos auf der Website
Zum Pressebericht

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Foto: Arburg

 

Simcon (Bensheim)
Coronavirus zwingt deutsche Wirtschaft ins Homeoffice: Simcon unterstützt
Kunden und erweitert Nutzungsmöglichkeiten sowie das Online Angebot. 

Weitere Informationen in der PM (Anhang am Seitenende)

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Foto: Simcon

 

Cirp (Heimsheim)
Spezialist für Additive Fertigung und Rapid Tooling produziert Gesichtsvisiere gemeinsam mit der Fazua GmbH (Hersteller von Fahrrad-Elektroantrieben).
Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die cirp eine Behelfsmaske entwickelt, welche durch einen austauschbaren Filter wiederverwendbar ist. 

Weitere Infos auf dem Datenblatt (Anhang am Seitenende)
Zum Pressebericht

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Foto: Cirp

 

GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten (Sindelfingen)
hat einen Teil der Produktion umgestellt und füllt aktuell Desinfektionsmittel ab, etikettiert und versendet. Die Bestellung wird über den neuen GWW-Webshop abgewickelt. 

Weitere Infos auf der Website

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Foto: GWW

 

Engel (Wurmberg)
bietet Spritzgießmaschinen an, die speziell auf ein neues Werkzeugkonzept der Fa. Haidlmair abgestimmt sind - zur Produktion von zweiteiligen Mehrwegmasken aus TPE; geeignet für Alltag und bestimmte Arbeitssituationen, wie z.B. im Baugebwerbe. 

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Engel
Foto: Engel

 

Kurz Kunststoffe (Haigerloch)
produziert Türgriff-Adapter, zur Reduzierung des Infektionsrisikos mit Viren und Bakterien. Der Adapter wird im HP MJF 3D Drucker hergestellt. 

Weitere Infos auf der Website

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Foto: Kurz Kunststoffe

 

ProOptima (Albig)
stellt aktuell Schutzvisiere und entsprechende Anbauteile her. Der ProFace umschließt das ganze Gesicht und hat einen hohen Tragecomfort. 

Weitere Infos auf dem Datenblatt (Anhang am Seitenende)

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Foto: ProOptima

 

promod Prototypenzentrum (Horb)
hat u.a. den Handsfree Türöffner entwickelt, mit dessen Hilfe man problemlos Türen öffnen kann ohne den Türgriff zu berühren. Zudem hat promod die Möglichkeit, Spuckschutze für Personal mit einer Kapazität von ca. 1.000 Stück in der Woche zu produzieren. 

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Fotos: promod

 

Hermann Ultraschalltechnik (Karlsbad)
gründet "Masken Taskforce" zur Koordinierung der verstärkten Nachfrage an Ultraschall-Schweißtechnologie.  Mit diesem Verfahren werden Komponenten mit dem Vliesstoff der Atemschutzmasken verbunden.

Weitere Infos auf der Website
Zum Pressebericht

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Foto: Hermann Ultraschalltechnik

 

 

INNONET Kunststoff
TZ Horb GmbH & Co. KG
Postfach 1249
Geschwister-Scholl-Str. 10 (Besucheradresse)
72160 Horb a. N.
Telefon 07451 623324
Telefax 07451 623323

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