3D Druck - Ein Zukunftsthema mit Entwicklungspotential für alle Unternehmensbereiche; 3D-Kunststoff Hersteller beim INNONET

Horb am Neckar, 4. Juli 2019. Über 50 Teilnehmer aus allen Industriebereichen und ein hochkarätiges Referentenfeld beim INNONET work im Plastics InnoCentre zeigen, die additive Fertigung wird erwachsen und etabliert sich als Produktionsverfahren mit einem vielfältigen Anwendungsgebiet. Ziel der Veranstaltung war es, einen Überblick über die Unterschiede in Verfahren und Anwendungsgebiete zu geben.

In unterschiedlichen 3D-Druckverfahren werden durch schichtweisen Materialauftrag komplette Teile in Form gebracht. Je nach Verfahren sind qualitativ hochwertige Bauteile mit einem hohen Komplexitätsgrad möglich. Mit den Ansprüchen an die zu fertigenden Teile steigen auch massiv die Investitionskosten für entsprechende Anlagen. Doch die reine Formgebung muss durch den Begriff „additive Fertigung“ erweitert werden. Professor Steffen Ritter, Leiter des Kunststofflabors der Hochschule Reutlingen und Steuerkreismitglied des INNONET Kunststoff brachte es auf den Punkt „Der gesamte Entstehungsprozess eines Bauteils von der Entwicklung, Konstruktion, 3D Druck-Verfahren, Nachbearbeitung, Reproduzierbarkeit und Qualitätskontrolle muss konsequent betrachtet werden, um erfolgreiche additive Fertigung im Unternehmen zu integrieren.“

Der Markt an 3D-Druckern ist inzwischen groß, unübersichtlich und stellt die Anwender vor die Qual der Wahl. "Oftmals lohnt sich auch die Anschaffung eines eigenen Gerätes zunächst nicht, weil unterschiedliche Anwendungsfälle die Wahl des optimalen Fertigungsverfahrens bedingen“, argumentiert Ritter und rät den Unternehmen die Thematik ergebnisoffen zu diskutieren und die Angebote externer Dienstleister eingehend zu prüfen.
„3D Kunststoff-Drucker- Hersteller stellen sich“, lautete das offizielle Motto der Veranstaltung im Plastics InnoCentre. Speed-dating war das Konzept des Nachmittags: Sechs Herstellern blieb exakt zehn Minuten Zeit, um das Publikum von der jeweiligen Technologie und den Spezifika zu überzeugen. Das Format kam an. "Fachwissen komprimiert und anwenderorientiert zu präsentieren ist eines der vordringlichen Aufgaben, die wir uns im INNONET work-Format gestellt haben", sagte Udo Eckloff, Fachreferent des INNONET Kunststoff und Initiator der Veranstaltung.

Folgende Unternehmen stellten sich der intensiven Diskussion:

• alphacam GmbH/Stratasys, Jürgen Groß
• ARBURG GmbH + Co KG, Lukas Pawelcyk
• EOS GmbH Electro Optical Systems, Thomas Minten
• Multec GmbH, Fabian Hotz
• Solidpro/HP, Steffen Hägele
• tewipack Uhl GmbH, Ayhan Keser

Für Steffen Hägele von Solidpro liegen die Vorteile des 3D-Drucks auf der Hand: "Unternehmen werden innovativer, weil Bauteile schneller gefertigt werden und auf den Markt gebracht werden können." Er geht sogar noch einen Schritt weiter: "Mindestens ein 3D Druckverfahren im Unternehmen zu haben, wird über kurz oder lang zur Pflichtausstattung in der Kunststoffbranche gehören". Lukas Pawelcyk von ARBURG und Ayhan Keser von tewipack teilten Hägeles Meinung und erkennen in der Kunststoffbranche ebenfalls einen Umdenkprozess, hin zu additiven Fertigungsmethoden, speziell im Bereich Prototyping und bei der Individualisierung von Produkten. Für Jürgen Groß von alphacam und Thomas Minten von EOS sind die Themen Postprocessing und Qualitätsmanagement entscheidende Themen, die es im Zusammenhang mit der additiven Fertigung zu berücksichtigen gibt.

„Wir wollten unseren Teilnehmern an einem Nachmittag die gesamte Vielfalt der additiven Fertigung als Zukunftsthema aufzeigen und neutral aber lösungsorientiert die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der Verfahren aufzeigen. Und das ist uns gelungen", resümierte ein hochzufriedener Udo Eckloff. Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb ergänzte: „Wir bieten mit dem Plastics InnoCentre und unseren innovativen Veranstaltungen eine Plattform, die von INNONET Mitgliedern und der ganzen Branche bespielt wird und als Impuls für fachlichen Austausch und Kooperation dient“.

 

 

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LEUCO erhielt für das Fräsersystem für die Holzbearbeitung „LEUCO AirStream“ bei der Verleihung der German Innovation Awards die Auszeichnung WINNER. Der Preis wurde am 28. Mai 2019 im Rahmen einer feierlichen Gala im Technikmuseum in Berlin an LEUCO überreicht.

German Innovation Award – Der Preis, der Innovationen sichtbar macht

Die Entsorgung der Späne ist eine klassische Herausforderung in der Holzbearbeitung. Konstruktive Lösungen an Werkzeugen zur gezielte n Spanführung sind in gewissem Umfang in seit längerem der Branche, vor allem in der Möbelindustrie, verfügbar. „Zum AirStream inspirierten uns die Hutzen von Sportwägen. Das Design auf Holzbearbeitungswerkzeuge zu übertragen war eine neue knifflige und spannende Aufgabe, die so bislang noch nie angewendet wurde“, berichtet Benjamin Sitzler, Entwickler des AirStream-Systems bei LEUCO.

In der Kategorie „Excellence in Business to Business“, Bereich „Machines & Engineering“ überzeugte die AirStream-System Lösung und wurde mit der Auszeichnung Winner geehrt. Die Jury zeichnet ganz bewusst Innovationen aus, die im Markt verfügbar sind und macht diese durch die Ehrung bewusst sichtbar. Die Jury würdigte die neue Art sowie die Herangehensweise der Fräserkonstruktion. „Wichtig ist, dass durch das AirStream-System erstmals in der Geschichte auch kleinere und mittelständische Betriebe von einer Designlösung zur Spanabführung profitieren, denn die Werkzeuge werden auf Maschinen der Marke Holzher eingesetzt“, ergänzt Ewald Westfal, Leiter Technik bei LEUCO.

Wiederholte Auszeichnung

Die Werkzeuginnovationen „LEUCO p-System“ und „LEUCO nn-System“ von LEUCO wurden 2018 ebenfalls mit einem German Innovation ausgezeichnet. Mit über 1.200 Mitarbeitern weltweit ist LEUCO ein klassischer Mittelständler und legt seit der Gründung 1954 großen Wert auf eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung. So ist die Freude im Horber Heiligenfeld natürlich groß, dass eine unabhängige Jury auch dieses Jahr eine Entwicklung aus dem Hause LEUCO würdigt. Die innovativen AirStream-Werkzeuge werden am Standort Horb am Neckar produziert. Ein moderner Maschinenpark und hochqualifizierten Fachkräfte stellen die Qualität der Werkzeuge sicher.

German Innovation Award

Prämiert werden Innovationen, die nachhaltig Wirkung zeigen. Der German Innovation Award zeichnet keine bloßen Neuheiten aus, sondern solche, die nachweislich einen Mehrwert für den Nutzer generieren. Auch wenn es um Details einer Gesamtlösung geht, im Fokus muss die radikale Nutzerzentrierung und damit der Mensch selbst stehen. „Das gelingt besonders gut, wenn der spätere Nutzer in die Produkt- und Designentwicklung involviert ist“, erläutert Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung.

Weiterführende Links:
German Innovation Award
Abmessungen Fräsersystem AirStream-System für Holzher

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Bei einer feierlichen Gala Ende Mai im Technikmuseum Berlin nahmen Ewald Westfal (Leiter Technik LEUCO, links) und Benjamin Sitzler (Entwickler des AirStream-Systems) die Auszeichnung WINNER für das innovative Spanführungskonzept "AirStrem" entgegen. Bildquelle: LEUCO

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Das AirStream-System zeichnet sich durch seine gezielte, intelligente Führung der entstehenden Späne Richtung Absaugung aus. Der Vorteil für den Anwender ist, dass die Späne zu 99 Prozent abgesaugt werden, d.h. die Maschine bleibt sauber und muss quasi nicht gereinigt werden. Zudem werden die Standwegen des Fräsers länger, da die Schneiden nicht unnötige doppelte Zerspanungsarbeit leisten müssen. Durch die gezielte Führung des Luftstromes entstehen auch weniger unkontrollierte Luftverwirbelungen, das Werkzeug ist im Einsatz für den Anwender angenehm leise im Einsatz.
Bildquelle: LEUCO

Überlingen – Die Simcon kunststofftechnische Software GmbH aus Würselen hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 den Sprung unter die Besten geschafft. Das Unternehmen wurde deshalb am 28. Juni von dem Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar, sowie dem wissenschaftlichen Leiter des Vergleichs, Prof. Dr. Nikolaus Franke, und compamedia in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausgezeichnet. Anhand einer wissenschaftlichen Systematik bewertet TOP 100 das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen und die daraus resultierenden Innovationserfolge. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen mit 43 Mitarbeitern besonders in den Kategorien „Außenorientierung/Open Innovation“ und „Innovationsklima“.

Simcon kunststofftechnische Software entwickelt Softwareprogramme für die Spritzgießsimulation und kombiniert sie mit Testings, Engineering-Dienstleistungen und Serienprozessoptimierungen – das ist weltweit einzigartig. Die Herausforderung besteht dabei darin, Kunststoffteile nicht nur kostengünstig, umweltschonend und ohne funktionale oder ästhetische Fehler zu produzieren, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie Formstabil bleiben, wenn sie aus dem Werkzeug kommen. Diesen Vorgang kann die Branchensoftware des TOP 100-Unternehmens exakt simulieren. Der Vorteil: Die Werkzeuge müssen nicht mehrfach aufwendig korrigiert werden.

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Bildquelle: KD Busch/compamedia

Der Top-Innovator setzt in der Innovationsarbeit auf den Ideenreichtum seiner 43 Beschäftigten und auf Entwicklungspartnerschaften mit Firmen wie Arburg und HELLA sowie mit Instituten wie etwa dem weltweit führenden Institut für Kunststoffverarbeitung, dem IKV an der RWTH Aachen, und einigen Fraunhofer-Instituten. „Dank unserer nationalen und internationalen Forschungsprojekte sind wir mit unseren Innovationen Wettbewerbern voraus“, sagt der Geschäftsführer Dr.-Ing. Paul F. Filz. Intern nutzt Simcon innovative Tools für die Projektplanung und die interne Kommunikation. Und spätestens bei den zweimal jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen ist der Blick in die Zukunft gefordert. „Wir wollen wissen: Was würdest du ändern, wenn du für einen Tag das Unternehmen leiten würdest?“, erläutert die Geschäftsführerin Dipl.-Psych. Ines Oud. Daraus entstehen nicht selten sehr gute Ideen, die umgesetzt werden.

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TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. Als Medienpartner begleiten das manager magazin, impulse und W&V den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.

plasma technology GmbH stellt Plasmatechnologie zur Oberflächenbehandlung von Industrieprodukten vor

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Eröffnung der Pro-K Award Ausstellung im Plastics InnoCentre

 

Horb am Neckar, 27. Juni 2019. Die hochkarätigen Fachveranstaltungen des INNONET Kunststoff nehmen weiter Fahrt auf. Ganz nach dem Motto: Aus dem Netzwerk – in das Netzwerk bietet die „INNONET work - Reihe seinen Partnern im Veranstaltungszentrum Plastics InnoCentre im Horber Innovationspark eine Plattform, Technologien und Verfahren zu präsentieren und gemeinsam mit Experten zu diskutieren. Auch Netzwerkexterne sind herzlich willkommen.

Am vergangenen Donnerstag stellte sich die plasma technology GmbH der Herausforderung, einem interessierten Fachpublikum von knapp 30 Teilnehmern, die vielversprechenden und zukunftsweisenden Verfahren der Plasmatechnologie vorzuführen.

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Bereits während der theoretischen Einführung in die Niederdruck- sowie Atmosphärendrucktechnologie durch Jörg Eisenlohr und Julius Naß von der plasma technology GmbH wurde klar, die Veranstaltung hatte ihr Zielpublikum erreicht. Unermüdlich hinterfragten die anwesenden Teilnehmer die vorgestellten Verfahren im Hinblick auf ihre eigenen, individuellen Hintergründe, Problemstellungen und Einsatzmöglichkeiten.

Jörg Eisenlohr, Gründer und Inhaber der plasma technology zeigte sich sehr erfreut über diese lebhafte Interaktion. Als überzeugter Plasma-Missionar weiß er um die vielen Vorteile der plasmagestützten Oberflächenbehandlung insbesondere bei Kunststoffprodukten, die im Vergleich zu vielen anderen Verfahren eine umweltfreundliche und nachhaltige Lösung darstellt. Seine Devise: „Wir verstehen uns als Partnervermittler und bringen auch Oberflächen zueinander, die sich nicht unbedingt mögen.“

 

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In den anschließenden Live-Vorführungen verschiedener Plasmaanlagen sowie Analytik- und Messmethoden wurden die Diskussionen weiter vertieft und eindrucksvoll demonstriert.

Anschließend nutzte das Team des INNONET die Gelegenheit und eröffnete die diesjährige Ausstellung der pro-K awards im Plastics InnoCentre. Der Preis wird jedes Jahr von der Expertenjury des pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. für Kunststoffprodukte verliehen, die sich unter den Kriterien Innovation, Design und Funktionalität besonders hervorheben.

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Ein perfektes Ambiente für das Get-together, bei dem die Teilnehmer nochmals aktiv ins Gespräch kamen und Ideen sowie Kontakte austauschten. Udo Eckloff, Fachreferent Kunststoff beim INNONET Kunststoff und Mitinitiator der Veranstaltung war hoch zufrieden: „Ein rundum gelungenes und abwechslungsreiches Event mit hohem Fachniveau. So macht Netzwerken Spaß.“

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INNONET Kunststoff: Vierte erfolgreiche Veranstaltung des Arbeitskreises "Kreislaufführug von Kunststoffen" bei der AURORA Kunststoffe GmbH.

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Das Thema Recycling ist seit Jahren eines der Brennpunktthemen in der Kunststoffbranche, die über allgemeine Recyclingmöglichkeiten und die sinnvolle Wiederverwertung von Kunststoff-Reststoffen, die im Produktionsprozess entstehen, hinausgehen.

Das INNONET Kunststoff als größtes Kunststoffnetzwerk in Süddeutschland mit Sitz in Horb am Neckar organisiert seit 2017 den Arbeitskreis Kreislaufführung von Kunststoffen mit fachlicher Begleitung des Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, das seine wissenschaftliche Kompetenz als Mitglied im Innonet Kunststoff einbringt und wertvoller Forschungspartner für das Netzwerk ist.

Die vierte Folgeveranstaltung des Arbeitskreises fand am 16.05.2019 mit 35 Teilnehmern bei dem langjährigen INNONET- Mitgliedsunternehmen und Rezyklat-Spezialisten AURORA Kunststoffe GmbH, im neu aufgebauten Standort in Neuenstein statt. Dass die Veranstaltung kurz nach der Einladung bis auf den letzten Platz ausgebucht war, belegt das große Interesse der Akteure an Nachhaltigkeitsthemen. Martin Mühlen vom Spritzguss-Spezialisten ARBURG und Mitglied im 6-köpfigen INNONET-Steuerkreis sowie INNONET-Fachreferent Udo Eckloff führten durch das Programm der Fachveranstaltung.

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Gerhard Schweinle, Geschäftsführer und Gründer der AURORA Kunststoffe GmbH – präsentierte amüsant und zugleich äußerst inhaltsreich die Philosophie des Unternehmens und ging auf die jüngste Erfolgsgeschichte der eigenen Entwicklung hochwertiger Compounds für kundenbezogene Anwendungen ein. Nicht zuletzt der Umstand, dass das Unternehmen hierdurch einer der wichtigsten  Player im deutschen Rezyklatmarkt ist, führte zu der engen Kooperation mit der MOL Group aus Ungarn, einem der größten  Öl- und Gasunternehmen im östlichen europäischen Kontinent. „Das Potential für die sortenreine Aufarbeitung von industriellen Kunststoffresten ist enorm. Politik und Gesellschaft fordern ein Umdenken. Unternehmen aus der Kunststoffbranche sind gefordert, ihre Prozesse und Sortierung umzustellen. Nur so können sie die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Rezyklaten gewährleisten“ so Schweinle.

Rainer Schweppe vom ICT referierte über Tendenzen und vielfältige Hochleitungsanwendungen von Kunststoffen wie CFK, die augenblicklich insbesondere in der Luft- und Raumfahrt gefragt sind. Die europäische Kunststoffstrategie berücksichtigt den Einsatz von Rezyklaten und bietet eine vielfältige Fördermöglichkeit wie beispielweise das EU-Programm Clean Sky. Auch im Automotivebereich werden bereits vielfältig Rezyklate eingesetzt, andere Bereiche wie Medizintechnik oder auch verschiedenste Konsumprodukte werden in Kürze dem Beispiel folgen müssen. „Technologien und Fördermöglichkeiten stehen bereit, man muss sie eigentlich nur nutzen um wirtschaftlich und ökologisch zu handeln und die europäische Wirtschaft zu einer gemeinsamen Kreislaufwirtschaft zu bringen“ forderte Schweppe die Teilnehmer auf.

Charlotte Müller, bisher auf der Einkaufsseite für Kunststoffgranulate und Rezyklate eines großen Konzerns und mit den Problemen der Einführung bei Herstellern und OEMs vertraut, beschäftigt sich seit kurzem mit dem Verkauf von Rezyklaten der MKV GmbH. Sie stellte die Möglichkeiten der Compounds in konkreten Anwendungsfällen vor. „Die Schwierigkeit des Einsatzes von Rezyklaten liegt nicht auf der technischen Ebene, die Unternehmen müssen umdenken, um den künftigen gesetzlichen Anforderungen nachzukommen“ untermauerte Müller die vorherigen Aussagen.

Dr. Fabian Lüth, technischer Vertrieb und Produktmanagement bei der Vogt-Plastic GmbH informierte eindrucksvoll über die Möglichkeiten der Regranulate, welche auf Basis von sekundären Stoffströmen aus post consumer waste (PWC) im südwestdeutschen Raum hergestellt werden. Das Unternehmen verarbeitet quasi den Haushalts-Abfall im gelben Sack.  Bei der Aufbereitung von Gelben Säcken ist die größte Herausforderung der stark variierende Inhalt. Aufgrund langjähriger Erfahrungen können diese Schwankungen in den internen Produktionsprozessen ausgeglichen werden, sodass hochwertige Compounds für eine Vielzahl von Anwendungsfällen entstehen können. „Aus Rezyklaten werden heute nicht mehr billige Parkbänke und Bahnschwellen produziert. Wir sind viel weiter und das Material wird als ernstzunehmende Alternative zu primeren Stoffquellen gehandelt. Die Wirtschaftlichkeit, Qualität und Ökobilanz unserer Produkte überzeugt mittlerweile viele Hersteller“ so Dr. Lüth.

Als Highlight des Tages besichtigten die Teilnehmer in zwei Gruppen unter Leitung der beiden Söhne des Firmengründers Alexander und Patrick Schweinle die 5 neuen Compoundieranlagen sowie den Laborbereich. Nach einem Brand im Jahr 2017 konnte die vollkommen zerstörte Produktionsanlage nach neusten Anforderungen innerhalb kürzester Zeit wiederaufgebaut werden. Ein absolut durchdachtes internes Logistiksystem und modernste Anlagentechnik, vereint mit einer aufwändigen Laboreinrichtung lassen die Produktion von hochwertigen Compounds und Granulaten auf Rezyklatbasis mit entsprechenden Zertifizierungen zu.

Die hoch interessierten Teilnehmer der Veranstaltung waren sich bei der anschließenden Diskussion einig, dass der Dialog zum Thema Recycling weitergeführt werden muss, um bei neuen Vorgaben und neuen Herausforderungen der Branche wettbewerbsfähig zu bleiben. 

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Für Fragen bezüglich des Arbeitskreises und geplante Events steht Ihnen Herr Udo Eckloff, Fachreferent des INNONET Kunststoff, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.  

07.-09.05.2019 | Landesmesse Stuttgart. Mit der Fachmesse für Medizintechnik T4M (Technology for Medical Devices)
bot die Messe Stuttgart erstmalig nach dem Aus der MedTec wieder eine Plattform für die Medizintechnik. Auch das INNONET Kunststoff nutzte gemeinsam mit Netzwerkpartner ARBURG diese erste Gelegenheit für eine Präsenz auf dem neuen Branchenmarktplatz.

K1024 1Die T4M legte einen sehr soliden Start hin: Branchenführer aus 25 Ländern waren vertreten. Der Großteil der Fachbesucher kam laut Veranstalter aus Baden-Württemberg, Hochregion der Medizintechnik. Zu den über 250 Ausstellern der ersten Stunde gehörte auch das INNONET Kunststoff, mehr noch, das Clustermanagement war bereits von Anfang an in die ersten Gründungsgespräche für die neue Fachmesse in Süddeutschland eingebunden.

Die Gründe für die Messepräsenz des süddeutschen Kunststoffclusters liegen auf der Hand: Für die Kunststoffbe- und -verarbeitung bietet sich im Bereich der Medizintechnik ein sehr interessantes Spielfeld und das Netzwerk zählt auch einige Partner aus der Medizinzulieferindustrie. Auf einem Gemeinschaftsstand informierte das INNONET zusammen mit der Firma ARBURG über Netzwerk-Partner und Aktivitäten. Besonderes Highlight am Stand war der ARBURG-Freeformer, der den Besuchern live die additive Fertigung veranschaulichte. Martin Mühlen von der Firma ARBURG und Vertreter des INNONET Steuerkreises zeigte sich beeindruckt von der fachlichen Expertise und das große Interesse an der Medizintechnik.

Auch Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrum Horb und Clustermanager des INNONET Kunststoff war zufrieden mit dem Messe-Kick-off. Er glaubt fest an eine erfolgreiche Zukunft der neuen Messe und das Potential für das Netzwerk. Der Termin für die nächste T4M in Stuttgart steht bereits fest: 5.-7.Mai 2020. „Hierfür werden wir unsere diesjährigen Erfahrungen und Eindrücke gemeinsam mit den Netzwerkpartnern reflektieren, aber ich bin überzeugt, dass wir im nächsten Jahr einen größeren Strand haben werden mit weiteren interessierten INNONET Mitgliedern und möglicherweise neuen Kooperationen mit anderen Messeteilnehmern“, so Blochwitz.

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Einblicke in die Digitale Welt der Industriellen Computertomopgraphie

Region Nordschwarzwald, 30. April 2019. Beim zweiten Netzwerktreffen des Jahres und vor dem Maifeiertag öffnete die ProPlas GmbH in Dornstetten ihre Tore für die inzwischen über 120 Mitglieder der INNONET Familie sowie Partner und Freunde des Unternehmens.

Im Bereich der Wertschöpfungskette Kunststoff gibt es zahlreiche Themen von Granulat bis zur Wiederverarbeitung, die das INNONET Kunststoff mit seinen Mitgliedern vernetzt. Auch die Industrielle Computertomografie-Dienstleistungen für komplexe Kunststoff-Bauteile, wie sie der Gastgeber des INNONETmeet, anbietet, sind ein sehr wichtiger Teil dieser innovativen Branche.

Die ProPlas in Dornstetten lud am 30. April 2019 die INNONET-Partner zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 ist das Unternehmen erfolgreich als hoch flexibler Mess-Dienstleister, dessen Kunden sich auf präzise Ergebnisse innerhalb von 48 Stunden verlassen können.

Hinter dem Namen ProPlas steckt vor allem Stephan Klumpp, Geschäftsführer des Unternehmens und weltweit fest mit der Computertomographie verbunden. Als langjähriger Produktmanager und Gründer des Geschäftsfelds X-RAY bei Carl Zeiss IMT GmbH realisierte er dort gemeinsam mit seinen Entwicklungsteams die METROTOM®-Familie. Klump betonte, dass beim immer weiterwachsenden Erfolg des Unternehmens stets neue Ideen und Verbesserungsprozesse unabdingbar waren. Eine weitere wichtige Stellschraube war die Digitalisierung der Prozesse und Arbeitsabläufe, welche er gemeinsam mit seinem Digitalisierung-Experten Rouven Rieker, von der semaio GmbH, durchgeführt hatte. Beide demonstrierten dem interessierten Publikum, anhand der eingeführten Programme, wie Prozesse jederzeit und überall sichtbar gemacht und kontrolliert werden können. Dies vermeidet Fehler und kann Prozesse deutlich beschleunigen.

Neben den unternehmerischen, technischen und digitalen Themen, liegen Stephan Klumpp und Susanne Nestle aber auch soziale Themen am Herzen. Hier engagieren sich die Unternehmer aus vollster Überzeugung vor allem für junge Leute. „Das Wertvollste, das es auf der Welt für die Zukunft gibt, sind unsere Kinder und Jugendlichen. Daher ist es umso wichtiger, denen zu helfen, die nicht mit so guten Voraussetzungen in ein Leben starten“, betonte Klumpp seine Intention.

Mit der Stiftung Eigen-Sinn und ihrem Motor Hans-Martin Haist hat Klumpp seine ideale Einrichtung gefunden. Die Stiftung will den Kindern, die häufig aus schwierigsten Verhältnissen zu Ihnen kommen, in einer solchen Lebenslage Hilfestellung geben. Neben Kinderheimen betreibt die Stiftung u.a. auch die Jugendwerkstatt Eigen-Sinn. (Nähere Informationen auch auf der Homepage: www.stiftung-eigensinn.de)

Eine besondere Herzenssache ist Klump und seiner Familie dabei ein Gipfelstürmerprojekt, bei dem in einer Garage der Firma Gottlieb Nestle GmbH über zehn heranwachsende Jungs an zwei Kanus werkeln, die filigran wie ein Grätenskelett auf hohen Holzböcken liegen und, geklammert mit etlichen Schraubzwingen, vor sich hin kleben. Vom Erfolg und Fortschritt dieses Projektes konnten sich die INNONET Mitglieder vor Ort überzeugen. Verfolgen können Sie das Projekt live auf Instagram unter proplas.gipfelstürmer, ebenso auf facebook unter https://www.facebook.com/proplasgipfelstuermer/ sowie direkt auf der ProPlas Webseite www.proplas.de.


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40 Kunststoffexperten aus dem INNONET sind begeistert vom Bau des Holzkanus
der "ProPlas Gipfelstürmer"


Krönender Abschluss der sehr gelungen und vielseitig informativen Veranstaltung war die Versteigerung von selbstgebauten Vogelhäuschen zu Gunsten der Stiftung Eigen-Sinn sowie der gemeinsame gesellige und musikalische Ausklang mit der INNONET-Familie.

Mit ARBURG auf der "Road to Digitalisation" in Richtung Zukunft 

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es die ARBURG Technologie-Tage. Den renommierten Branchentreff besuchten von 1999 bis 2019 mehr als 93.000 geladene Gäste aus aller Welt. Vom 13.-16. März 2019 kamen über 6.000 Besucher aus 54 Ländern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Technologietage Arburg neu

INNONET Kunststoff
TZ Horb GmbH & Co. KG
Postfach 1249
Geschwister-Scholl-Str. 10 (Besucheradresse)
72160 Horb a. N.
Telefon 07451 623324
Telefax 07451 623323

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