Recycling: „Vom gutgemeinten Weltrettertum zum Geschäftsmodell“

Das Thema Kunststoff-Recycling hat noch immer den Beigeschmack von braver Mülltrennung und minderwertigem Material. Doch stimmt das eigentlich noch? Im Dezember 2016 hat das Netzwerk „Innonet-Kunststoff“ auf Einladung des Plastics InnoCentre bei den fischerwerken einen Workshop zum Thema Kunststoff-Recycling durchgeführt. Mittels zweier Roadmaps wurde der Versuch unternommen, in die Zukunft zu schauen, um regionale als auch globale Entwicklungen und Perspektiven zu beleuchten.

Folgende Themen wurden dabei als mögliche Handlungsfelder für das Netzwerk identifiziert:

  • Industrielles Recycling unter Einbeziehung von Endproduktherstellern,
  • Erarbeitung und Vorstellung von Good Practices zum Thema Recycling
  • Erarbeitung informeller Standards für ein „Design for Recycling“,
  • Wissensaustausch und Datenbank zu Kenndaten der Materialien,
  • Systematische Aufbereitung von Wissen und Sicherstellung des Zugangs der Netzwerkmitglieder.

Diese Themen sollen nun in einem Arbeitskreis weiter vertieft und geprüft werden, welche realistischen Umsetzungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle sich darin für Unternehmen verbergen.

Thematische Workshops aus wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Praxis sollen durch Business Cases bei Firmenbesuchen ergänzt werden.

Parallel zu den Veranstaltungen können Akteure des Recycling im Rahmen einer Sonderausstellung ihre Produkte, Dienstleistungen und Verfahren präsentieren und den Wissensausaustausch unter den Teilnehmern forcieren. Auf diese Weise soll ein „Living Lab Recycling von Kunststoffen“ generiert werden.

Interessenten sind eingeladen, an dieser Veranstaltungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um erste Kontaktaufnahme bis 15.04.2017, um die weitere Vorgehensweise unter den Teilnehmern inhaltlich und terminlich abzustimmen.

Kontakt: Herr Udo Eckloff Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
755 Millionen Euro Umsatz – fischer wächst kontinuierlich weiterDie Unternehmensgruppe fischer blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Mit einem Bruttoumsatz von 755 Millionen Euro übertraf das Familienunternehmen aus Waldachtal im Nordschwarzwald den guten Vorjahreswert (711 Millionen Euro) um 44 Millionen Euro (plus 6,2 Prozent). Währungsbereinigt beträgt das Umsatzwachstum 58 Millionen Euro (plus 8,2 Prozent) auf 769 Millionen Euro. Die zu fischer gehörenden Unternehmensbereiche fischer Befestigungssysteme, fischer automotive systems, fischertechnik und fischer Consulting erzielten allesamt ein gutes Umsatzwachstum.

46 Landesgesellschaften – weitere Internationalisierung
Ihre Internationalisierungsstrategie setzt die Unternehmensgruppe weiter fort. So entstand durch einen Zukauf auf den Philippinen Anfang 2016 eine neue Landesgesellschaft. In der zweiten Jahreshälfte gründete fischer in Indien eine weitere Landesgesellschaft und kann nun auf 46 Landesgesellschaften verweisen. Das Familienunternehmen unterstreicht damit seine nachhaltige Internationalisierungsstrategie, die auch im laufenden Geschäftsjahr mit dem Start weiterer Landesgesellschaften vorangetrieben wird.

Attraktiver Arbeitgeber – neun Prozent Ausbildungsquote
Die Unternehmensgruppe beschäftigte Ende des vergangenen Jahres weltweit rund 4.600 Mitarbeiter. Großen Wert legte fischer 2016 erneut auf die Ausbildung. So sind zurzeit 103 Auszubildende und Studenten der Dualen Hochschule bei fischer tätig. Insgesamt bildet fischer in 26 Berufen aus. Auf 41 Ausbildungs- und DH-Studienplätze bewarben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 825 junge Menschen.

2016 kam als neuer Ausbildungsberuf Bachelor of Arts (B.A.) BWL Medien- und Kommunikationswirtschaft Dialog- und Onlinemarketing hinzu. 2017 bietet fischer erstmals die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer an.
Neben der Ausbildung wird bei fischer auch Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. So gab es im Klaus Fischer BildungsZentrum, einer unternehmenseigenen allgemeinen Weiterbildungseinrichtung, seit der Gründung 2010 mehr als 7.750 Anmeldungen für über 500 kostenfreie Veranstaltungen.

Wichtige Auszeichnungen erhalten
Dass fischer zu den Arbeitgebern gehört, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die besten Karrierechancen bieten, wurde 2016 durch eine Untersuchung der Zeitschrift Focus Money bestätigt. Dort belegte das Familienunternehmen in der Baustoffindustrie Platz zwei. fischer wurde außerdem von der Stiftung Familienunternehmen als eines der Top 500 Familienunternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Als Basis diente eine zehnjährige Studie zur Untersuchung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Familienunternehmen. Das Magazin Wirtschaftswoche hat 2016 rund 3.500 Mittelständler aus acht Branchen analysiert und deren Innovationsverhalten beurteilt. Die Unternehmensgruppe fischer belegte in der Gesamt-Rangliste der „Innovations-Champions 2016“ Platz sechs.

fischer dokumentiert seine Nachhaltigkeit
Durch das fischer ProzessSystem ist eine ständige Prozessverbesserung bei allen fischer Nachhaltigkeitsaktivitäten gewährleistet. Dokumentiert wurde dies im ersten Nachhaltigkeitsbericht der Unternehmensgruppe, die sich 2016 auch als Partner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises engagierte. Darüber hinaus hat die Bundesregierung fischer im Rahmen ihrer Hightech-Strategie prominent herausgestellt. Die grünen Dübel der fischer Produktpalette greenline gelten als eines von zehn ausgewählten Zukunftsprojekten für den Hightech-Standort Deutschland.

Ausblick 2017: fischer setzt Wachstumskurs fort
Für das laufende Geschäftsjahr plant fischer mit einem vergleichbaren Umsatzanstieg wie 2016. Dabei soll die Schwelle von 800 Millionen Euro Umsatz erstmals überschritten werden. Das Wachstum ist von Konstanz und Profitabilität geprägt. Diese Entwicklung wird konsequent fortgeführt.

Auch in diesem Jahr entwickelt sich fischer nachhaltig bei Digitalisierung, E-Commerce und Industrie 4.0 weiter. Wie schon 2016 werden dazu auch in diesem Geschäftsjahr Start-up-Unternehmen zur Unternehmensgruppe hinzustoßen.

Der Unternehmensbereich fischer Consulting setzt bei seinem weiteren Ausbau auch den Internationalisierungskurs fort. So werden neue Tochtergesellschaften der Prozessberatung in Italien und in China ihren Aktivitäten aufnehmen.

Unterdessen wird 2017 in China ein neues, großes Werk des Unternehmensbereichs fischer automotive systems auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern errichtet. In Tschechien eröffnet der Unternehmensbereich Befestigungssysteme eine 6.000 Quadratmeter große Produktionshalle.

Auch 2017 ist die Unternehmensgruppe bereits ausgezeichnet worden. Im neuen Weltmarkführerindex der renommierten Universität St. Gallen und der Akademie Deutscher Weltmarktführer wurde das Unternehmen als „Weltmarktführer Champion 2017“ im Segment „Dübel und Befestigungssysteme“ gelistet. Diese Auszeichnung unterstreicht die herausragende Stellung des Familienunternehmens in der Branche. Das Magazin Focus zeichnete fischer als einen der besten Arbeitgeber in Deutschland aus. Die Unternehmensgruppe ist damit „TOP Nationaler Arbeitgeber“.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Bild- und Textbasis: fischer
Kostenfreier Überblick zu aktuellen Leichtbau-Patenten – Neuer Service der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg

Die Entwicklung der Patentaktivität ist ein Maß für das Wachstum zukünftiger Märkte. Seit 1990 nimmt die Patentaktivität für Leichtbau-Themen stetig zu. Zwischen 2010 und 2014 wurden allein im Automobilsektor fast 14.000 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht; eine im Vergleich mit anderen Technologien sehr hohe Anzahl, was allein schon auf die Bedeutung des Leichtbaus in Zukunft hinweist.

Für Unternehmen ist es allerdings eine Herausforderung, die wachsende Zahl an Patenten im Blick zu behalten. Hier leistet ein neuer Service der Leichtbau BW GmbH Unterstützung. Seit Jahresbeginn stellt die Landesagentur Ergebnisse einer Patenüberwachung online, die kostenfrei eingesehen werden können unter http://www.leichtbau-bw.de/service/patentmonitoring.html .

Gelistet in PDF-Dateien werden deutsche und internationale Patente mit Leichtbau-Bezug. Durchgeführt wird das Monitoring in Zusammenarbeit mit dem IPC Innovations- und Patent- Centrum der Handelskammer Hamburg. Monatlich kommen neue Ergebnisse hinzu.

Nähere Informationen zur allgemeinen Entwicklung der Patentaktivitäten finden sich in der Studie "Trends und Märkte im Leichtbau - Weiterführende Auswertung der Studie: Leichtbau - Trends und Zukunftsmärkte", die hier heruntergeladen werden kann.


Mit den Ergebnissen der Patenüberwachung der Leichtbau BW GmbH bekommen Leichtbau-Unternehmen einen kostenfreien Überblick. Quelle: IFB.

Über die Leichtbau BW
Die Leichtbau BW ist ein 100-prozentiges Landesunternehmen, das ein Netzwerk von rund 1450 Unternehmen und mehr als 200 Forschungseinrichtungen repräsentiert, das alle Bedarfe im Leichtbau-Bereich abdeckt. Leichtbau BW GmbH agiert dabei als eine Networking-Plattform für private Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um weitere Innovationen im Leichtbau voranzubringen. Leichtbau BW fördert und vermarktet Innovationen im Leichtbau und initiiert angemessene Aus- und Weiterbildungsprogramme.
Weitere Informationen zu Leichtbau BW finden Sie hier.
Bewerben Sie sich  jetzt für einen Vortrag beim INNONET Kunststoff

Das INNONET Kunststoff® hat im Jahr 2016 mit dem Plastics InnoCentre eine physische Heimat im Horber Innovationspark in der ehemaligen Hohenbergkaserne in Horb am Neckar geschaffen. Nun stehen ein Veranstaltungsraum für bis zu 100 Teilnehmer sowie drei Ausstellungsräume für innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Verfügung. Zahlreiche Veranstaltungen sind bereits geplant, um die Ausstellung einem fachspezifischen Publikum zugänglich zu machen.

Eine zentrale Veranstaltung ist unser INNONET Innovationstag Kunststoff, der am 23. November 2017 im Plastics InnoCentre stattfinden wird.

Wir möchten den Innovationstag entsprechend des "Wertschöpfungsgetriebes Kunststoff" mit Vorträgen zu den innovativsten Entwicklungen rund um den Kunststoff gestalten. Der Innovationstag wird zudem für Ihre Firmen- und Produktpräsentation zu nutzen sein.

Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge für Ihre Beiträge, Fachvorträge oder Ausstellungsgegenstände für den INNONET Innovationstag oder Ihre individuellen Events im Plastics InnoCentre auf.

Auch für individuelle Veranstaltungen, wie Vorstellung von geplanten oder laufenden Entwicklungsprojekten, Präsentation von möglichen StartUp-Plänen oder auch für konkrete Workshops zu Themen, die Sie präsentieren und durch eine begleitende Ausstellung unterstreichen wollen, steht das Plastics InnoCentre ab sofort zur Verfügung.

Durch entsprechende Bekanntmachung und Verbreitung über unsere eigenen Kanäle sowie unserer etablierten Partner-Netzwerke werden die Veranstaltungen von einem hochkarätigen Fachpublikum aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Frankreich besucht.

Falls Sie Interesse an der Nutzung unserer Plattform haben, bitten wir Sie, uns Informationen zu Ihrem Unternehmen/Institution, einem möglichen Thema sowie gewünschtes Veranstaltungsformat zukommen zu lassen.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ideen.

Ihr Ansprechpartner für das Plastics InnoCentre:
Udo Eckloff
Projektleitung Plastics InnoCentre
INNONET Kunststoff® TZ Horb GmbH + Co. KG
Tel. +49 (0)7451 / 623342
Tel. +49 (0)7777 / 93 95 918
Mobil +49 (0)1762 49717 84
Fax +49 (0)74 51 / 62 33 - 23
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Ihre Ansprechpartnerin für den INNONET Innovationstag Kunststoff:
Nadine Kaiser
Projektmanagement
INNONET Kunststoff® TZ Horb GmbH + Co. KG
Tel. +49 (0)74 51 / 62 33 - 24
Fax +49 (0)74 51 / 62 33 - 23
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
LogoWiWoWeltmarktfuehrerChampionsfischerwerkeGmbHCoKG KopieIm neuen Weltmarkführerindex der Universität St. Gallen und der Akademie Deutscher Weltmarktführer ist die fischerwerke GmbH & Co. KG als Weltmarktführer Champion 2017 im Segment „Dübel und Befestigungssysteme“ gelistet. Diese Auszeichnung unterstreicht einmal mehr die herausragende Stellung des Familienunternehmens aus dem Nordschwarzwald in der Branche.

„Diese Auszeichnung freut mich besonders. Sie bestätigt, dass sich die Anstrengungen auszahlen, uns im Bereich Befestigungssysteme kontinuierlich zu verbessern“, sagt Prof. Klaus Fischer. Die renommierte Universität St. Gallen hat in Zusammenarbeit mit dem Magazin WirtschaftsWoche und der Akademie Deutscher Weltmarktführer den Weltmarktführer-Index entwickelt. Er erforscht und präsentiert die tatsächlichen Weltmarktführer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wer zu den Weltmarktführer-Champions gehört, dessen Stammsitz liegt zu mindestens 50 Prozent in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Das Unternehmen wird vom Eigentümer geführt und es produziert, exportiert bzw. vertreibt auf mindestens drei Kontinenten. Der Jahresumsatz liegt bei mindestens 50 Millionen Euro, der Auslandsanteil daran bei ebenfalls mindestens 50 Prozent. Als Marktführer gelten die Nummern eins und zwei einer Branche.

Für valide Zahlen recherchieren die Wissenschaftler aufwändig in verschiedenen öffentlichen Quellen. Aus Sicht von Studienleiter Prof. Christoph Müller von der Universität St. Gallen sind Weltmarktführer weltweit aktive und erfolgreiche Unternehmen mit zumeist führender Technologie und familiärer Führung.

Weitere Informationen zu fischerwerke finden Sie hier.
INNONET Kunststoff steigt in den Strategieprozess zum Kunststoffrecycling ein.

Wiederverwertung bietet immenses Potential

Schockierende Fotos von hektargroßen Plastikmüllteppichen auf den Ozeanen rütteln Verbraucher wach und avancieren zum Imageproblem für die Branche. Analog wächst deren Bewusstsein dafür, ausgediente Verpackungen als das zu sehen was sie sein könnten: wertvoller Rohstoff und Basis für innovative Geschäftsmodelle. Das Netzwerk INNONET Kunststoff versteht Recycling als Brennpunktthema und erarbeitet derzeit mit fast 40 Unternehmen, Institutionen und Verbänden die Agenda für ein beispielhaftes Kooperationsprojekt.

Die Ausgangslage ist rund um den Globus exakt die gleiche: Verpackungen aus Kunststoff sind omnipräsent und angesichts endlicher fossiler Ressourcen viel zu kostbar, um sie nicht wiederzuverwerten. Kunststoffrecycling ist jedoch komplex und das nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsmaterialien sondern auch durch die Vielzahl der involvierten Akteuren entlang der Wertschöpfungskette. „Das Thema ist damit prädestiniert als branchenumspannendes Netzwerkprojekt des INNONET Kunststoff“, erklärt Udo Eckloff, Projektleiter des Plastics InnoCentre. Nicht umsonst steht das Recycling weit oben auf der Agenda der Horber Kunststoff-Zukunftsschmiede: „Das Plastics InnoCentre wird mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der EU gefördert weil es einen innovativen Ansatz im Bereich Ressourceneffizienz und Bioökonomie bietet“, erklärt Eckloff.  

Recycling als wirtschaftlichen Prozess im Fokus: Das INNONET Kunststoff erarbeitet eine Roadmap zur Wiederverwertung von Kunststoffverpackungen.

Um das Thema Recycling schnell an den Start zu bringen, holte sich das INNONET Kunststoff externe Expertise ins Haus. „Der Berliner Technologiedienstleister VDI/VDE Innovation + Technik wird den Strategieprozess rund um den Komplex Kunststoffrecycling moderieren“, beschreibt Eckloff die Vorgehensweise. Dr. Marc Bovenschulte vom VDI/VDE identifizierte bei der Auftaktveranstaltung zum neuen Projekt INNOcycling in den Räumen der Waldachtaler Fischerwerke zwei Arbeitsfelder: Die technischen Voraussetzungen für die Verarbeitung recycelter Materialien zu meistern, wäre eine Herausforderung, wesentlich schwieriger wäre es jedoch eine gesellschaftliche Akzeptanz für recycelte Kunststoffmaterialien zu schaffen. Recycling ist ein Kopfthema und verlangt flankierend zu neuen Produktionsprozessen eine ausgefeilte Kommunikation. „Alle Beteiligten, vom Produktdesigner über den Verpackungshersteller bis hin zum Verbraucher müssen auf neue Materialien und Produktwege vorbereitet werden“, fasste Bovenschulte ein Ergebnis des Auftaktworkshops zusammen.

Marc Bovenschultes Verweis auf die neue Studie der renommierten Ellen MacArthur Foundation „Rethinking the future of Plastics“ zeigt das Potential der Thematik für die Unternehmen des INNONET Kunststoff : „Das Thema Recycling sämtlicher Kunststoffprodukte, also nicht nur solcher, die aus leicht wiederverwertbaren sortenreinen Materialien bestehen, kann ein sehr lukratives Geschäft werden“. Dessen ist sich auch Udo Eckloff sicher: „In Zeiten endlicher fossiler Ressourcen und nur eingeschränkt verfügbarer nachhaltig verfügbarer Alternativen sind Rezyklate, also recycelte Kunststoffe, das Material für die Zukunft“.  Deshalb gibt der Plastics InnoCentre-Projektleiter mächtig Gas geben beim Thema Kunststoff-Recycling: „Die nächsten Workshop-Termine sind bereits koordiniert, denn allen beteiligten Akteuren, bis hin zu den Landesagenturen und Forschungseinrichtungen, brennt das Zukunftsthema unter den Nägeln“.
 
Weitere Informationen zu den Leistungen des Plastics InnoCentre finden Sie hier.

Das Projekt wird vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft unterstützt und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Dreierband 01 BW
Mit der offiziellen Eröffnung des Plastics InnoCentre in der ehemaligen Horber Kaserne schafft das INNONET Kunststoff eine repräsentable Anlaufstelle für die Kunststoffbranche. Das Unternehmensnetzwerk befindet sich auf Wachstumskurs und erschließt sich nun mit dem Plastics InnoCentre neue Tätigkeitsfelder.

Willkommen zuhause! Mit griffigen Worten begrüßte Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb a. N., bei dem das INNONET Kunststoff angesiedelt ist, die über hundert Gäste in den neuen Räumen des Plastics InnoCentre. Dort, wo sich einst Sanitätsoffiziere verwirklichten, erinnert heute kaum noch etwas an die militärische Vergangenheit: Vitrinen offenbaren Hightech und die schmucken Räumlichkeiten empfehlen sich für anspruchsvolle Events in der Kunststoffbranche und darüber hinaus.

Axel Blochwitz 2

„Innovationen werden von Menschen gemacht und Menschen brauchen Räume“, so einfach und doch plakativ formulierte Stephan Klumpp, Mitglied des Steuerkreises des INNONET Kunststoff, die Notwendigkeit einer physischen Anlaufstelle für das dynamische Kunststoffnetzwerk. Horb wird mit dem Plastics InnoCentre zum Kunststoff-Brennpunkt in Deutschlands Süden. Natürlich freute dies insbesondere den Landrat des Landkreises Freudenstadt Dr. Klaus Michael Rückert sowie Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger, die beide dem Projekt einen enormen Mehrwert für die Region und die beteiligten Unternehmen attestierten.

Das Plastics InnoCentre steht für die Weiterentwicklung des Netzwerks und stieß bei seiner Einweihung im Rahmen der Mitgliederversammlung des INNONET Kunststoff auf große Resonanz.

Das INNONET Kunststoff wächst stetig und nachhaltig. Die Anzahl der Mitglieder dürfte im kommenden Jahr die einhundert übersteigen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Schaffung einer ständigen Anlaufstelle mit Schaufenster-Charakter nur konsequent. „Der Charme an der Sache waren die Fördermittel des Landes und der Europäischen Union, die uns dieses Projekt ermöglichten“, verrät Blochwitz. „Saß auch vor zwei Jahren der Schock über das Aus beim RegioWIN-Wettbewerb tief, zeigt die Eröffnung heute, dass wir innovativ genug unterwegs sind, um schnell etwas Neues auf die Beine zu stellen“, erklärte der Horber Wirtschaftsförderer augenzwinkernd. Hinter dem Konzept des Plastics InnoCentre steckt weit mehr als schmucke Räumlichkeiten mit reichlich designorientiertem Interieur, die gleich bei der Eröffnung den ultimativen Stresstest in Sachen Besucherfrequenz auszuhalten hatten.

Was genau, verriet Projektleiter Udo Eckloff: Das INNONET Kunststoff soll in seiner nächsten Evolutionsstufe mit einer Vielzahl neuer Dienstleistungsansätze und Services rund um das Plastics InnoCentre punkten. Die Initiierung von Kooperationsprojekten beispielsweise beim Recycling von Kunststoff oder im automobilaffinen Leichtbau nannte Eckloff als Projektbeauftragter stellvertretend für die Vertiefung und Weiterentwicklung des Netzwerkgedankens. Überhaupt bietet Netzwerken einen signifikanten Mehrwert für die beteiligten Unternehmen. Diese statistisch untermauerte Aussage hatte Gerd Meier zu Köcker, Leiter der Clusteragentur BW,  im Handgepäck, der eine ebenso interessante wie informative Diskussionsrunde der Steuerkreismitglieder moderierte.

Weitere Informationen zum Plastics InnoCentre finden Sie hier.
Innovationstag gibt Vorgeschmack auf die Werkzeug- und Formenbaumesse Moulding Expo 2017

INNONET Innovationstag bringt Visionäre und Netzwerker zusammen

Der Name ist Programm: reichlich Visionäres und innovative Fertigungstechniken standen im Fokus beim diesjährigen Innovationstag des INNONET Kunststoff  im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) der Messe Stuttgart. Der Saal war rappelvoll. Die einzige besucheroffene Veranstaltung des INNONET Kunststoff zog Experten und Interessierte gleichermaßen auf die Fildern.

Bildnachweis: WFG Nordschwarzwald / Rothfuß

Die Wahl des Veranstaltungsort für den diesjährigen Innovationstag des INNONET Kunststoff fiel nicht ohne Grund auf das ICS: Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen einer Vorschau auf die Moulding Expo 2017, die zugleich Mitveranstalter des Formats war.
Bildnachweis: FORM+Werkzeug / Susanne SchröderNach ihrer fulminanten Premiere im Jahr 2015 etablierte sich diese Leistungsschau auf der Messe Stuttgart als feste Größe in der Branche, mit dem INNONET Kunststoff als leistungsfähigen Partner. Die Platzierung des Innovationstages am selben Standort wie bei der Erstausgabe vor fünf Jahren zeigte auch eines eindrücklich: der Innovationstag funktioniert! So prägnant formulierte es Eberhard Lutz, Mitglied des INNONET Kunststoff Steuerkreises und Vertriebsleiter Inland bei der ARBURG GmbH +Co KG in Loßburg.

Am dualen Grundkonzept des Innovationstags als einzige besucheroffene Veranstaltung im INNONET Kunststoff-Veranstaltungsportfolio hat sich bis heute nichts geändert: „Der Workshop-Charakter mit hohem fachlichen Anspruch, ergänzt um eine attraktive Leistungsschau, kommt hervorragend bei den Teilnehmern und Ausstellern an“, sagte INNONET Kunststoff Projektleiterin Nadine Kaiser von der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald. Die Tatsache, dass die komplette Ausstellungsfläche ausgebucht war, spreche für sich und das Interesse am Netzwerk, so Kaiser. 120 Teilnehmer und 30 Aussteller auf der begleitenden Fachausstellung nutzten die Plattform, um Kontakte zu pflegen und neue Netzwerke aufzubauen.

Bodenständig bis visionär, die Themenspanne beim Innovationstag ist bewusst beachtlich. „Die Branche ist extrem vielfältig und dies herauszustellen ist unsere Intention beim Innovationstag“, formulierte Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb, den Anspruch an die Veranstaltung. Die Notwendigkeit  dessen untermauerte Richard Pergler, Moderator und Chefredakteur des Verlags moderne industrie. Seiner Meinung nach regiere in der Branche durchweg urschwäbisches Understatement: „Tue Gutes und lass Dich dabei nicht erwischen“. Dieses Credo sei seiner Meinung nach jedoch nicht der richtige Weg, um den Herausforderungen der Zukunft zu  begegnen. „Die Konkurrenz sitzt woanders und nicht vor unserer Haustür“. Mit diesen Worten brach Pergler eine Lanze für eine noch intensivere Vernetzung der Unternehmen und die aktive Darstellung der Branche als Innovations- und Technologietreiber.

Bildnachweis: FORM+Werkzeug / Susanne SchröderKunststoff ist ein Werkstoff-Youngster: „4000 Jahre Bronze, mehr als 100 Jahre Polymer, da kann noch viel passieren“, so  Prof. Dr. Thomas Seul, Präsident des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer. Mit seinem plakativen Vergleich plädierte er für mehr Kreativität in den Konstruktionsbüros: „In 10 Jahren machen Sie 80 Prozent Ihres Umsatzes mit heute noch unbekannten Produkten“. Seul hält die Zeit deshalb reif für einen Perspektivenwechsel in der Kunststoffbranche: „Treiber ist das Produkt, produziert wird also in Zukunft, was der Markt verlangt und nicht, was die Technologie hergibt“.  


Impulse von außen gepaart mit Best-Practice-Beispielen von Mitgliedern sind Erfolgsrezepte des Innovationstages. Den netzwerkinternen Part bestritt in diesem Jahr Andreas Sutter von der Meusburger Georg GmbH & Co KG, dem bislang einzigen österreichischen Unternehmen im INNONET. „Wissensmanagement klingt unspektakulär, schafft aber Wettbewerbsvorteile und ist damit ein klarer Erfolgsfaktor, um das Wissen im Unternehmen sicherzustellen“. Mit dieser Materie widmete sich Sutter einem Thema, welches in vielen Unternehmen geradezu stiefmütterlich behandelt wird, beim führenden österreichischen Hersteller von Normalien für die Kunststoffbranche jedoch vorbildlich gelöst ist.
Kunststoffe sind das zentrale Element visionärer Fahrzeug- und Antriebskonzepte. Diesen Themenbereich beleuchteten gleich zwei Referenten: Karim Bahroun von der Robert Bosch GmbH bot seinem Publikum intensive Einblicke in die Arena 2036, die Automotiv-Forschungsplattform und automobile Zukunftsschmiede des Landes Baden-Württemberg. Dr. Markus Koppe, der zweite Österreicher im Referentenpool, lenkte den Blick auf die zukunftsträchtige Synthese aus Kunststoff und Elektronik. „Smart Plastics“ nennt sich die Unternehmens- und Technologieplattform in Oberösterreich, die eine Entwicklung hochkomplexer elektronischer Bauteile sowie Folientechnik beispielsweise für Bedienelemente im Fahrzeuginnenraum oder in Haushaltselektronik vorantreibt.

Die Fertigungstechnik nimmt traditionell einen breiten Raum beim Innovationstag ein. Prof. Dr. Steffen Ritter von der Hochschule Reutlingen stellte Möglichkeiten und Grenzen 3D-gedruckter Werkzeugeinsätze dar. Christian Theel von der Neoplas GmbH und Jörg Buch von der Werner Wirth System GmbH beschäftigten sich ebenso wie Dr.-Ing. Lienhard J. Paterok vom F&E-Zentrum für Oberflächen und Höchstleistungswerkzeugbau mit Themen rund um die Oberflächenveredelung von Kunststoffen und Werkzeugen.   

Der INNONET Innovationstag 2016 wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der Messe Stuttgart veranstaltet und von Partnern wie dem Verband der Deutschen Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) und Baden-Württemberg International (bw-i) unterstützt.

Weitere Informationen und Impressionen vom Innovationstag finden Sie hier.

Bildnachweis: WFG Nordschwarzwald / Rothfuß

Bildnachweise: WFG Nordschwarzwald / Rothfuß, FORM+Werkzeug / Schröder
INNONET Kunststoff
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