Das INNONET Kunststoff und die WFG Nordschwarzwald haben bei einer Kunststoff-Expertenreise im Januar 2015 neue Kontakte nach Frankreich geknüpft

Die Expertenreise des INNONET Kunststoff unter Federführung der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) in die Region Rhône-Alpes im Januar war ein Novum für das größte Kunststoff-Netzwerk in Süddeutschland. Zwar sind viele der Partnerunternehmen des INNONET Kunststoff bereits weltweit aktiv, ein Schulterschluß des INNONET Kunststoff zu vergleichbaren Organisationen im Ausland war jedoch bislang noch nicht erfolgt.

Nicht umsonst stand die Französische Region Rhône-Alpes im Fokus der Kunststoff-Experten: Mit der Unterstützung des Steinbeis-Europa-Zentrums konnte das INNONET im Oktober 2014 einen ersten Kontakt zum französischen Kunststoff-Netzwerk Plastipolis knüpfen. Eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der französischen Region Rhône-Alpes besteht darüber hinaus im Rahmen der „4-Motoren-Kooperation“ bereits seit 1988. Im Mittelpunkt dieser multilateralen Arbeitsgemeinschaft, zu der auch Katalonien und die Lombardei zählen, stehen die Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Vergrößerung des politischen Einflusses der vier Regionen innerhalb der Europäischen Union.

Internationalisierung erfolgreich vorantreiben

Gruppenbild Plastipolis LyonVorbereitet und begleitet vom größten französischen Kunststoffnetzwerk Plastipolis und unterstützt von Land Baden-Württemberg besuchte die fünfköpfige deutsche Delegation unter Leitung des INNONET-Chefs Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb, verschiedene Forschungseinrichtungen, Kunststoffunternehmen, Dienstleister und Zulieferer sowie Hochschuleinrichtungen. Gegenstand der Gespräche auf Expertenebene waren Möglichkeiten der bilateralen Zusammenarbeit, insbesondere bei gemeinsamen EU-Projekten und bei Projekten in der angewandten Forschung. „Diese Reise ist auch Teil des gelebten europäischen Gedankens.“, betonte Axel Blochwitz.

Daniela Jardot vom Kunststoff-Institut Südewest sowie Dr. Joachim Schätzle, Leiter der Forschungsabteilung der fischerwerke und Mitglied im INNONET Steuerkreis, waren beeindruckt von den Forschungskapazitäten und Möglichkeiten in Lyon, Besancon und Oyonnax, dem „Tal der Kunststoffindustrie“. „Das Matériautech, eine Dauerpräsentation für Innovationen im Bereich Kunststoff und Anlaufstelle für Unternehmen, Designer und Kunststoffspezialisten, könnte auch eine Idee für die Region Nordschwarzwald sein“, so WFG-Geschäftsführer Steffen Schoch.  

Austausch der Wirtschaftsförderungs- und Cluster-Aktivitäten bei Plastipolis in LyonDie thematischen Überschneidungen der beiden Regionen in den Bereichen Internationalisierung, Forschungskooperationen, Clusterförderung, Expertenaustausch und Unterstützung von Investitionsaktivitäten sind derart offensichtlich, dass noch in der ersten Jahreshälfte die nächsten Schritte in der Zusammenarbeit umgesetzt werden sollen. Ein Meilenstein in der deutsch-französischen Kunststoff-Geschichte soll die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung auf der im Mai in Stuttgart stattfindenden Moulding Expo werden. Bis es soweit sein wird, werden die Expertengremien auf beiden Seiten des Rheins weitere Möglichkeiten zur Intensivierung der Zusammenarbeit ausloten.

Mit Dr. Patrick Vuillermoz, Geschäftsführer des Plastipolis, dem Kompetenznetz für Kunststoffe in Frankreich, vereinbarte die INNONET-Delegation bereits in den nächsten Wochen die Partnerschaft zu intensivieren. „Ein fachlicher Austausch und die gegenseitige Mitgliedschaft in den Netzwerken sind nur erste Ideen einer konkreten Umsetzung“, sagt Axel Blochwitz, „welche von unseren französischen Partnern gerne bestätigt wurden.“

Auf der im Mai in Stuttgart stattfindenden Moulding Expo will man eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnen und bis dahin weitere Ideen der Zusammenarbeit ausloten. Auch die gegenseitige Einbindung der Hochschulen und die Integration beim Innovationstag Kunststoff des INNONET im Herbst sind ganz konkrete Ideen, die schnell umgesetzt werden können und d Unternehmen und Menschen zusammenführen. Axel Blochwitz lud die Kollegen von Plastipolis zum Gegenbesuch nach Baden-Württemberg ein.

Französisches Kunststoff-Cluster Plastipolis

Plastipolis ist das einzige französische Kunststoff-Cluster mit Sitz im französischen „Plastics Vallée“, einer Region mit der wohl größten Konzentration an Unternehmen aus der Kunststoffindustrie in Europa. In der Ebene, die sich vom ostfranzösischen Oyonnax über die Departements Ain und Jura erstreckt, sind etwa 650 Unternehmen der Branche aktiv. Der Kompetenzcluster für Kunststofftechnologie hat mehr als 400 Mitglieder, darunter 250 Unternehmen sowie 90 F&E- und Weiterbildungszentren.

Weitere Informationen zu Plastipolis finden Sie hier.
Stecker für die Welt

Im Dezember trafen sich mehr als 50 Teilnehmer zum Jahresabschlusstreffen des INNONET Kunststoff bei der Taller GmbH in Waldbronn. Das INNONET Kunststoff schließt das Jahr 2014 mit einem Wachstum von 11 neuen Netzwerkpartnern und einer hohen Zufriedenheit der Mitglieder mit der Netzwerkarbeit ab.

Mehr als 50 Teilnehmer besuchten das Treffen bei der Taller GmbH

Die Taller GmbH in Waldbronn ist einer der weltweit führenden Zulieferer in der Kabelkonfektion und liefert Steckverbinderbrücken aller Standards. 90 Prozent der Produkte werden in alle Welt exportiert. Über die Kompetenzen von Taller informierten sich am 11. Dezember die Mitglieder des INNONET Kunststoff bei einem Netzwerktreffen. Neben Steckerbrücken fertigt Taller Einsätze für Gerätedosen und Gerätekupplungen, Anschlusssysteme für Hausgeräte, Drehteile, Stanzteile und Kunststoffspritzteile. Taller hat im Jahr 2013 mehr als 180 Mio. Hybridteile hergestellt und betreut insgesamt mehr als 200 Kunden.

Götz Illner, Geschäftsführer der Taller GmbHGeschäftsführer Götz Illner und der technische Leiter Dirk Rosemann stellten in ihren Beiträgen das Unternehmen und Produktportfolio vor. „Unsere Produkte müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen und starken Belastungen standhalten. Wir liefern die Teile für 14 unterschiedliche Stecker-Standards weltweit und produzieren ausschließlich am Standort Waldbronn. Darüber hinaus hält Taller aktuell über 78 Patente“, so Illner.

Beim anschließenden Rundgang konnten die Teilnehmer einen beeindruckenden Einblick in die Produktion des Unternehmens gewinnen. Einige Maschinen sind 360 Tage im Jahr und 24 Stunden pro Tag in Betrieb und produzieren mehrere Tausend Teile am Tag. Passend zur Weihnachtszeit wurde den INNONET-Partnern empfohlen: „Achten Sie in der Weihnachtszeit auf qualitativ hochwertige Lichterketten mit Trafo, um einen Schlag mit 230 Volt an den Lämpchen zu verhindern – und denken Sie bitte daran, wenn Netzstecker sehr heiß werden, stimmt meistens etwas mit den Verbindungen und Anschlüssen nicht. Da heißt es Vorsicht – Brandgefahr.“

Axel Blochwitz und Steffen SchochAxel Blochwitz, Geschäftsführer des TZ Horb, berichtet bei der anschließenden Mitgliederversammlung von den Neuigkeiten aus dem INNONET Kunststoff, das sich zunehmend professionalisiert. „Die Ziele, die wir uns für das Jahr 2014 gesetzt haben, wurden erfüllt. Wir konnten 11 neue Mitglieder für das Netzwerk gewinnen und so die Kompetenzen im Netzwerk erweitern. Die Mitglieder sind mit den von uns angebotenen Aktivitäten zufrieden“, so Blochwitz. Darüber hinaus wurde 2014 ein Antrag zur Einrichtung eines Kompetenz- und Transferzentrums für biobasierte Werkstoffe in Horb a.N. beim Land eingereicht, das bei positiver Förderzusage ab Mitte 2015 aufgebaut werden kann.

„Mit 4 Netzwerktreffen, dem Gemeinschaftsstand auf der Fakuma und dem INNONET Innovationstag, der im November beim SKZ in Horb am Neckar stattfand, konnten wir unseren Mitgliedern ideale Plattformen bieten, um sich regelmäßig auszutauschen und über aktuelle Themen und Kompetenzen der anderen Partner zu informieren“, führt Nadine Kaiser aus, die die Aktivitäten des Netzwerks organisiert und die Mitglieder betreut. „Wir möchten an unsere erfolgreiche Arbeit anknüpfen und auch im nächsten Jahr interessante Themen und Unternehmensbesuche anbieten sowie internationale Netzwerkkontakte aufbauen.“

Steffen Schoch, Geschäftsführer der WFG Nordschwarzwald, stellte in seinem Beitrag einige Aktivitäten der regionalen Wirtschaftsförderung vor. „Neben dem INNONET Kunststoff, das wir seit Jahren betreuen, bieten wir weitere interessante Plattformen und Aktivitäten an. Mit der Initiative Wissensregion Nordschwarzwald fördern wir beispielsweise den Austausch zwischen Unternehmens- und Hochschulvertretern. Als weitere Netzwerkaktivität wird 2015 das Netzwerk Holz und Möbel Nordschwarzwald weiter ausgebaut. Ebenso wie die Kunststoffbranche ist die Holzbe- und -verarbeitung eine weitere Schlüsselbranche der Region. "

  • IMG_1284_web
  • IMG_1300_web
  • IMG_1313_web
  • IMG_1320_web
  • IMG_1338_web
  • IMG_1373_web
  • IMG_1398_web
  • IMG_1413_web
  • IMG_1427_web
  • IMG_1462_web
  • IMG_1565_web
  • IMG_1593_web

Die Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg wird im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg im Herbst 2015 eine datenbankgestützte Darstellung der Medizintechnik in Baden-Württemberg zur Verfügung stellen. Ziel ist es, die Medizintechnik-Industrie im Land umfassend darzustellen, die Sichtbarkeit der Unternehmen und der Branche zu erhöhen und so beispielsweise die Identifizierung von Geschäfts- und Kooperationspartnern zu erleichtern.

Aufgenommen werden Medizintechnik-Unternehmen mit Sitz oder Standort in Baden-Württemberg, die in Baden-Württemberg produzieren und/oder entwickeln. Die Profile werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.

Sie sind an einem Eintrag interessiert? Dann können Sie hier Ihr Interesse bekunden.

Weitere Informationeon zu BIOPRO finden Sie hier.

Textbasis: BIOPRO

Trends im Bereich Kunststoff: schneller - dünner - leichter:

Der INNONET Innovationstag 2014 war erneut ein Treffpunkt der Kunststoff-Spezialisten

 

Über 100 Fachbesucher und 20 Aussteller besuchten den INNONET Innovationstag Kunststoff am 26. November 2014 in den Räumen des SKZ Kunststoff-Zentrum in Horb am Neckar. Bei der Fachveranstaltung des INNONET Kunststoff informierten sich die Tagungsteilnehmer unter dem Motto „schneller, dünner und leichter“ über vielfältige Anwendungsbereiche.

 

(von links): Peter Rosenberger, Oberbürgermeister Stadt Horb a.N., Nadine Kaiser, Projektleiterin INNONET Kunststoff, Dr. Ulrich Mohr-Matuschek, Geschäftsführer SKZ Kunststoff-Zentrum, Axel Blochwitz, Geschäftsführer TZ Horb, Steffen Schoch, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, und Eberhard Lutz von ARBURG. Der jährlich stattfindende INNONET Innovationstag hat sich als Branchentreffpunkt etabliert und richtet sich an Experten der kunststoffverarbeitenden Unternehmen. Der Innovationstag fand in diesem Jahr in den Räumlichkeiten des SKZ Kunststoff-Zentrums in Horb a.N. statt. Die renommierte Fachveranstaltung mit familiärem Charme lockte aktuell über 100 Teilnehmer in die Neckarstadt und das immense Interesse an dem hochkarätigen Branchen-Event überraschte sogar die Veranstalter. „Die Resonanz auf welche die Veranstaltung stößt, zeigt letztendlich auch wie eng die Stadt Horb mit ihrem Technologiezentrum und die Kunststoffbranche verknüpft sind“, betonte Oberbürgermeister Peter Rosenberger. Auch Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb und INNONET-Chef war zufrieden: „Mit 102 Teilnehmern und 20 Ausstellern war unser diesjähriger Innovationstag bis auf den letzten Platz ausgebucht. Das zeigt, dass unser hochwertiges Veranstaltungsprogramm und unsere Aktivitäten im Unternehmernetzwerk INNONET Kunststoff in der Branche ankommen.“

 

Ausstellung Innovationstag2014Vor den Türen des eng bestuhlten Vortragssaals bedienten 20 Aussteller das rege Interesse der Besucher an kompetenten Informationen zu den zentralen Themen „Innovationen“ und „Ressourceneffizienz“. Schweres Gerät im Demo-Betrieb, ausgestellt von den Marktführern der Branche, zeigte den aktuellen Stand der Technik und zog die Blicke des Publikums auf sich. Schicht für Schicht entstand vor den Augen der Besucher im Freeformer®, einem 3D-Drucker neuester Generation der ARBURG GmbH + Co KG, ein komplexes Kunststoffteil. Dieses geballte Stück Hightech stand damit stellvertretend für einen der Themenschwerpunkte des Nachmittags, den additiven Verfahren.  

 

Was diese, massiv im Branchenfokus stehende Herstellungsmethode zu leisten vermag und wo aktuell die technischen und wirtschaftlichen Grenzen liegen, beleuchtete Georg Schwalme vom SKZ. Zwar hätten die smarten 3D-Drucker aktueller Bauart kaum Ähnlichkeiten mit dem monströsen Urvater aller Geräte welches bereits vor fast 30 Jahren in den USA individuelle Kunststoffteile fertigte, trotzdem wären die grundlegenden Prozesse letztendlich dieselben, erklärte Schwalme, der kurz auf die Historie dieses Verfahrens einging.

 

Banal erscheinende Verpackungsmittel sind immer öfter Produkte von oftmals unterschätzter Komplexität. Für den global rasant wachsenden Verpackungsmarkt gelte in besonderem Maße das diesjährige Motto der Veranstaltung „schneller, dünner, leichter“, erklärte Thomas Eberhard vom Schweizer Formenbauer FOSTAG.

 

Prof. Dr. Rolf Mülhaupt, Geschäftsführender Direktor, Freiburger Materialforschungszentrum (FMF), Albert-Ludwigs-Universität FreiburgProf. Dr. Rolf Mülhaupt, Leiter des Freiburger Materialforschungszentrums widmete seinen engagierten  Vortrag der Ressourceneffizienz. „Ohne Kunststoffe gibt es keine Nachhaltigkeit“, mit plakativen Thesen wie dieser erntete der renommierte Wissenschaftler bisweilen erstaunte Blicke bei seinen überaus interessierten Zuhörern. Anregungen zum Querdenken in der Kunststoffbranche lieferte Prof. Dr. Thomas Speck, der Direktor des Botanischen Gartens der Freiburger Universität und Sprecher des Kompetenznetzes Biomimetik. Speck skizzierte anhand verschiedener Beispiele Möglichkeiten, natürliche Prinzipien in technische Lösungen umzusetzen.

 

Dr.-Ing. Ulrich Mohr-Matuschek, Geschäftsführer, SKZ Das Kunststoff-Zentrum Horb a.N.Auch die übrigen Referenten beleuchteten aktuelle Entwicklungen, spezielle Verfahren und Trends der Kunststoff-Branche und sorgten dafür, dass die Teilnehmer Ideen und Anregungen beim anschließenden Get-together diskutieren und mit nach Hause nehmen konnten.

 

Allgemeine Informationen zum Innovationstag und die Vorträge als Download finden Sie hier.

 

Jetzt online: Die Vorträge des INNONET Innovationstages am 26.11.2014:

Die Vorträge finden Sie hier.

 

Bei unserem INNONET Innovationstag Kunststoff am 26.11.2014 konnten wir 102 Teilnehmer und 20 Aussteller begrüßen.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Referenten, Aussteller und Teilnehmer für eine gelungene Veranstaltung.

 

Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an unsere Partner: Baden-Württemberg International, Wirtschaftsförderung Nodschwarzwald GmbH, Initiative Hochform, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.

 

Mehrwert für Unternehmen durch die europäische Vernetzung von Netzwerken

 

Eberhard Lutz präsentiert das INNONET Kunststoff beim Cluster-WorkshopDas INNONET Kunststoff präsentierte sich gemeinsam mit weiteren regionalen Netzwerken der Kunststoffverarbeitung aus Baden-Württemberg bei dem Cluster-Workshop „Chancen der europäischen Vernetzung in der Kunststoffindustrie“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Das Steinbeis-Europa-Zentrum hatte gemeinsam mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und den regionalen Netzwerken die Veranstaltung koordiniert.

 

Die internationale Vernetzung ist heute auch im Kunststoffbereich nicht mehr wegzudenken, bietet sie doch neben dem Technologietransfer auch den Zugang zu globalen Märkten. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in einem internationalen Umfeld nachhaltig zu sichern, bietet das Land Baden-Württemberg im Rahmen seiner Clusterstrategie umfangreiche Informationen und Unterstützung für eine erfolgreiche Erschließung ausländischer Märkte. Das Steinbeis-Europa-Zentrum und das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg (MFW) initiierten in enger Kooperation mit dem INNONET Kunststoff den Strategie-Workshop „Chancen der europäischen Vernetzung in der Kunststoffindustrie“, der am 12. November im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfand.

 

Die Veranstaltung richtete sich sowohl an die baden-württembergischen Akteure im Bereich Kunststoff als auch an Netzwerke aus dem europäischen Ausland. Neben Clusterland Oberösterreich und dem Schweizer Netzwerk SwissPlastics war auch das französische Cluster Plastipolis vertreten. Dieses internationale Parkett bot somit auch den baden-württembergischen Akteuren im Bereich Kunststoff eine ideale Plattform, um die Kunststoff-Netzwerke aus dem europäischen Ausland, deren Organisation und Kompetenzen kennenzulernen und Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte zu identifizieren.

 

Eberhard Lutz, Verkaufsleiter Inland bei der ARBURG GmbH + Co KG und Mitglied im Steuerkreis des INNONET Kunststoff stellte die Netzwerkarbeit des INNONET vor, das inzwischen 66 Mitgliedsunternehmen im Bereich Kunststoff verbindet. Das ursprünglich auf die Region Nordschwarzwald ausgerichtete Netzwerk hat sich inzwischen für Unternehmen aus ganz Baden-Württemberg sowie dem europäischen Ausland geöffnet. Die Veranstalter und Akteure waren sich einig, dass internationale Partnerschaften im Europäischen Forschungs- und Innovationsraum ein großes Potenzial beinhalten und die beim Strategie-Workshop geknüpften Kontakte weiter ausgebaut werden sollen.


Clusteragentur Team originalDas Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg wird durch die Anfang Oktober 2014 eingerichtete ClusterAgentur Baden-Württemberg die regionalen Cluster-Initiativen im Land für drei Jahre unterstützen. Dadurch wird die Weiterentwicklung und Professionalisierung in den strategischen Wachstumsfeldern des Landes vorangetrieben.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.clusterportal-bw.de/clusteragentur

Leichtbau-Spitzenlösungen "made in Baden-Württemberg" im Fokus

 

ThinKingDem Spritzguss-Spezialisten Werner Bauser GmbH aus Wehingen ist es gelungen, Kunststoffpumpenräder mit einer Präzision von einem hundertstel Millimeter zu fertigen. Die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg präsentiert diese innovative Entwicklung bei ihrer Premiere für den ThinKing im Oktober. Mit dem ThinKing stellt die Landesagentur künftig monatlich innovative Produkte oder Dienstleistungen im Leichtbau aus dem Südwesten vor.

 

Die Genauigkeit von einem Hundertstel beim Guss sorgt für optimale Rundlaufeigenschaften der Kunststoffpumpenräder und mindert Verschleiß sowie Lärm - bei minimalem Gewicht. Zum Einsatz kommen sollen die präzisen Leichtbau-Teile der Werner Bauser GmbH erstmals in Motorölpumpen der Furtwanger Firma Scherzinger. Die eigens entwickelten Kunststoffpumpenräder bestehen aus kohlefaserverstärktem Polyetheretherketon (PEEK).

 
Die Gewichtsreduktion durch Kunststoffpumpenräder aus dem Hause Bauser beläuft sich im Vergleich zu Metallprodukten auf 80 Prozent. Hierdurch sinkt das Massenträgheitsmoment. Gegenüber Produkten aus Metall reduziert der Einsatz der Zahnräder die Leistungsaufnahme um ein Fünftel. Dadurch ist weniger Antriebsleistung im dynamischen Betrieb notwendig - der Verbrauch sinkt. Die Verwendung von Kunststoff für die Pumpenräder in Motorölpumpen ist ein Novum, bislang kommen Metallteile zum Einsatz. Das Familienunternehmen Werner Bauser mit rund 180 Mitarbeitern ist einer der Marktführer im Bereich Kunststoffzahnrad, Schnecken, Hybridzahnrad, Pumpenrad und sonstige Hightech-Kunststoffteile.

 

Der Geschäftsführer der Leichtbau BW, Dr. Wolfgang Seeliger, sagt, "die neue Entwicklung beim Kunststoffspritzguss der Werner Bauser GmbH belegt die große Innovationsfähigkeit gerade kleiner und mittlerer Unternehmen in Baden-Württemberg". Die leichten und äußert präzisen Kunststoffpumpenräder bedeuteten für die Kunden durch hohe Dynamik und geringeren Verbrauch einen klaren Mehrwert. Für die Werner Bauser GmbH stelle die Substitution von Metall durch Kunststoff ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zur Konkurrenz dar. Die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit stärke darüber hinaus den Standort Baden-Württemberg mit seiner hohen Industrie- und Forschungsdichte im Leichtbau.


Mit den neuen Kunststoffpumpenrädern der Werner Bauser GmbH wird erstmals ein Produkt mit dem ThinKing präsentiert. Um Innovationen im Leichtbau aus dem Südwesten eine Plattform zu bieten und Anwendungsbereiche zu demonstrieren, stellt die Leichtbau BW GmbH künftig monatlich Leichtbaulösungen des Monats vor, die aus allen Branchen und Anwendungsbereichen von Industrie und Forschung kommen können. Voraussetzung ist ein Sitz des Anbieters in Baden-Württemberg.

 

Weitere Informationen zum ThinKing erhalten Sie unter www.leichtbau-bw.de/leichtbau/thinking.html .

INNONET Kunststoff
TZ Horb GmbH & Co. KG
Postfach 1249
Geschwister-Scholl-Str. 10 (Besucheradresse)
72160 Horb a. N.
Telefon 07451 623324
Telefax 07451 623323
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen