Kooperationsevent mit den INNONET Netzwerkpartnern ARBURG, SIGMA Engineering und SIMCON

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Beim INNONET work am 11.11.2021 stand die Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedener Softwarelösungen bei der praktischen Arbeit in der Entwicklung sowie bei Herstellprozessen im Fokus. Drei Partnerunternehmen aus der INNONET Familie präsentierten hierzu ihre neuesten Lösungsansätze. Dabei war es gelungen, mit SIGMA Engineering und SIMCON, zwei Mitbewerber auf eine Plattform zu bringen, die – beide 100 % „made in Germany“ – zwar auf der einen Seite Konkurrenten in Teilsegmenten sind, aber auch hoch interessante Individuallösungen innerhalb des breiten Angebotsspektrums der Technischen Software zur Verfügung stellen. Abgerundet wurde der Fachimpuls durch die Softwareperspektive des führenden Spritzmaschinenherstellers ARBURG.

In der ersten Präsentation des Nachmittages führte Burkhard Werner von SIGMA Engineering am 2K Projektbeispiel des Handyhalters „Butterfly“ anschaulich die Vorteile der Spritzgusssimulation von Flüssigsilikonkautschuken (LSR) vor. Dabei ist das hauseigene Programm SIGMASOFT® eine geeignete Software, die das gesamte Werkzeug simulativ abbilden kann und einer der Marktführer im Bereich der Spritzgießsimulation für die LSR-Anwendung (). Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Software es mithilfe der autonomen Optimierung ermöglicht, die Veränderung einer Vielzahl von Varianten hinsichtlich z. B. Anspritzpunkt, Wandstärke, Prozess- und Materialparametern sofort und leicht verständlich zu visualisieren, insbesondere unter Berücksichtigung der Interaktion von 2K-Materialien.

Julius Kaschub von SIMCON zeigte, wie die Auslegung von Formteil, Werkzeug und durch eine automatisierte Variantenanalyse entscheidend beschleunigt werden kann. Die Software VARIMOS generiert dabei aus Designvariablen wie Wanddicken, Lagen von Kühlkanälen, etc. und einer Spannbreite, innerhalb derer diese verändert werden dürfen, automatisiert einen Versuchsplan mit vielen Simulationen, um den Effekt der Variablen auf die gesetzten Ziele zu erkennen und eine optimale Lösung vorgeschlagen zu bekommen. Auf handelsüblichen CAD-Rechnern können sogar mehrere Simulationen parallel berechnet werden. Ergebnisse ganzer Versuchspläne liegen so meist in Stunden, und nicht erst in Tagen vor. Durch die Kompatibilität mit der Messtechnik-Software VGMetrology können simulierte Bauteile genauso vermessen werden wie reale – und mittels VARIMOS automatisiert optimiert werden. Die Messtechnik-Abteilung kann so schon während der Simulation einbezogen werden.

Die Verbindung von der Mold-Analyse zur Maschinenanalyse präsentierte Stefan Jäger von ARBURG anhand der AnalyticsCenter aus dem arburgXwold Portfolio. Hierbei handelt es sich um eine Analyse-App, die mittels digitaler Vernetzung mit der Spritzgießmaschine Produktionsprozesse detailgenau darstellt. Besonders erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass die entwickelte App noch dazu „bequem vom Sofa“ gesteuert werden kann, um die an der Maschine vorbesetzten Prozessparameter zu kontrollieren und Prozesse stabil und optimal zu gestalten. Die Verbindung von der Mold-Analyse zur Maschinenanalyse präsentierte Stefan Jäger von ARBURG anhand der AnalyticsCenter aus dem arburgXwold Portfolio. Hierbei handelt es sich um eine Analyse-App, die mittels digitaler Vernetzung mit der Spritzgießmaschine Produktionsprozesse detailgenau darstellt. Besonders erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass die entwickelte App noch dazu „bequem vom Sofa“ gesteuert werden kann, um die an der Maschine vorbesetzten Prozessparameter zu kontrollieren und Prozesse stabil und optimal zu gestalten.

INNONET Steuerkreismitglied Martin Mühlen von ARBURG begrüßte die Teilnehmer und führte als Moderator fachkundig durch die Veranstaltung. Mühlen lobte insbesondere den „offenen Austausch der Mitbewerber, der die Veranstaltung inhaltlich außerordentlich befruchtete“. Dies bewies auch die Tatsache, dass sich nach der Veranstaltung intensive Gesprächsgruppen bildeten und der bereitgestellte Imbiss erst nach zufriedengestelltem „Wissensdurst“ gesichtet wurde. Auch die INNONET Organisatoren Udo Eckloff und Janet Rosenberger waren äußerst zufrieden mit dem Event: „Trotz kleiner Teilnehmergruppe war es ein intensiver Austausch und ein hervorragendes Netzwerken, dem Onlineveranstaltungen in keinster Weise das Wasser reichen können“.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!



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Kooperationsevent mit der fischer Consulting – vor Ort bei den fischerwerken Denzlingen

Gemeinsam mit der fischer Consulting fand nach langer Corona-Pause am 26.10.2021 ein erster intensiver Fachaustausch wieder bei einem INNONET Partner vor Ort statt. Die fischerwerke Denzlingen boten dem Netzwerkevent hierbei eine perfekte Plattform mit hoch interessanten Einblicken in die praktische Umsetzung von Prozessanalyse und -optimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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Benjamin Rudolf begrüßte die Teilnehmer seitens der fischer Consulting und präsentierte zum Auftakt der Veranstaltung die Wertstromanalyse als Möglichkeit einer gesamtheitlichen Prozessoptimierung, bei der alle Herstellungsschritte innerhalb der Produktion einschließlich der vor- und nachgelagerten Unternehmensbereiche analysiert und durch Verständnis und Transparenz systematisch in Richtung eines optimalen Zustands weiterentwickelt werden können. Die Identifikation von Prozesspotentialen, wie zum Beispiel die Verkürzung von Durchlaufzeiten oder Optimierung des Bestandsniveaus, erfolgt dabei durch eine rückläufige Analyse und Entwicklung eines optimalen Wertstromdesigns. „Der Ansatz entlang der „gesamten Wertschöpfungskette“ sowohl in der Produktion als auch im administrativen Bereich ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg“, leitete Rudolf an seinen Kollegen Pascal Speer weiter, der sich per Videoübertrag aus Tumlingen zuschaltete.

Ergänzend zu der eher klassischen „von Rampe zu Rampe“ Optimierungsmethode seines Vorgängers präsentierte Speer den Teilnehmern am Monitor eine weitere Möglichkeit mittels eines sehr vielversprechenden Analysetools: dem „Process Mining“. Mit dem Process Mining werden, basierend auf KI-gestützten Auswertungen, Prozesse mit hoher Präzision und Erfassungstiefe visualisiert und analysiert. Dabei können mit diesem umfangreichen Tool insbesondere auch Schwachstellen in nichtproduzierenden Unternehmensbereichen, wie Verwaltung, Ein- oder Verkauf lokalisiert und Verbesserungsvorschläge herausgearbeitet werden. Vorteil der datengetriebenen Prozessoptimierung ist hierbei ganz klar die sofortige Transparenz bei sehr geringem Datenerhebungs- und Analyseaufwand, da die Daten ausschließlich aus dem ERP-System des zu analysierenden Unternehmens abgegriffen werden.

Abgerundet wurden die beiden Fachimpulse von dem fischer-best-practice-Beispiel „Viruclean“, an dem Dr. Martin Vogel, Laborleiter der fischerwerke Denzlingen eindrucksvoll präsentierte, wie binnen kurzer Zeit eine Idee zum anwendungsbereiten Produkt entwickelt werden konnte. In weniger als 2 Wochen war es dem Unternehmen durch seine hohe Expertise auf dem Gebiet der Prozessoptimierung gelungen, zu Beginn der Coronakrise fehlendes Hand-Desinfektionsmittel auf Basis von vorhandenen Kartuschen seinen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten anzubieten.

Bei der anschließenden Werksführung der fischerwerke Denzlingen wurden den Teilnehmern weitere praktische Umsetzungen, darunter auch Pilotprojekte zu der zuvor vorgestellten neuen Art der Datenverarbeitung im Werk veranschaulicht. Darüber hinaus bot sich eine einmalige Gelegenheit, den Standort für chemische Befestigungssysteme besser kennenzulernen. Ein sehr eindrucksvoller Standort, bei dem für die Entwicklung von Produkten und Funktionsverpackung alles unter einem Dach zu finden ist: Von der chemischen Entwicklung von Rezepturen zur Komponentenherstellung Härter und Mörtel bis hin zur Eigenherstellung benötigter Rohstoffe – kombiniert mit der Entwicklung und dem Spritzgießen der Kartuschen, der Abfüllung sowie Etikettierung.
INNONET Steuerkreismitglied Martin Mühlen von der Fa. ARBURG, der die Veranstaltung spritzig anmoderierte, und das INNONET bedanken sich sehr herzlich bei der fischer Consulting und dem gesamten Denzlinger-Team für die hochinteressanten Fachimpulse sowie die perfekte Vorort-Organisation und sehr herzliche Gastfreundschaft!

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Kunststoff-Familientreffen am Bodensee

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Nach einer längeren coronabedingten Messepause, freute sich das INNONET Kunststoff, dass es sich vom 12. bis 16. Oktober 2021 auf der FAKUMA 2021 mit großer Netzwerk-Kompetenz präsentieren konnte.
Trotz Bedenken im Vorfeld in Bezug auf die Besucherzahlen, wurde die Wichtigkeit der FAKUMA als ultimativer Treff der Branche deutlich. Alle Aussteller waren hochzufrieden mit den zahlreichen und qualitativ sehr hochwertigen Kontakten während der Messe.

Die regionalen bis hin zu internationalen Unternehmen der Kunststoffbranche zeigten dabei ihre umfangreichen Leistungen und Lösungen. Auf 140 Quadratmetern präsentierte das INNONET Kunststoff die geballte Netzwerkkompetenz seiner inzwischen rund 110 Mitglieder. Die Kompetenzen reichten dabei von Kunststoffbe- und verarbeitungsrelevanten Verfahren, Werkzeug- und Maschinenbau, Reinigungsthemen, Prototyping bis hin zu modernsten Technologien und Dienstleistungen rund um das Thema Kunststoff.

Auch wenn es ein sehr schwieriges Jahr für die gesamte Branche war, verfügt sie nach wie vor über eine starke Power und große Innovationskraft. Die zahlreichen guten Kontakte und die gute Vernetzung innerhalb der unterschiedlichen Firmen, machen Hoffnung, dass sich Branche nach der Coronakrise wieder in bekannter Stärke präsentieren wird. Gerade auch in Bezug auf die Zukunft des Kunststoffes war die FAKUMA 2021 ein wichtiges Signal.

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Mit dem INNONET talk am 23.07.2021 fand zum ersten Mal seit der Coronakrise eine Präsenzveranstaltung für das Netzwerk statt. Über 30 Teilnehmer aus dem INNONET Netzwerk waren der Einladung gefolgt. Dabei bot sich nicht nur den Neumitgliedern eine tolle Gelegenheit, sich dem Netzwerk vorzustellen, sondern die Netzwerkpartner konnten sich über die Erfahrungen der letzten Monate und ihre Angebote untereinander persönlich austauschen. Ein absoluter Mehrwert in unserer derzeitigen Situation!
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Nach einer kurzen und familiären Begrüßung durch den Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb, Axel Blochwitz, und den Geschäftsführer der ProPlas GmbH und langjähriges Steuerkreismitglied Stephan Klumpp, stellten sich 4 neue Netzwerkpartner mit einer kurzen und informativen Präsentation vor:

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Die Drei Bond GmbH wurde durch Thomas Hellstern und Adrian Frey vertreten. Das Unternehmen mit Sitz in Ismaning ist ein Systemanbieter in den Bereichen Hochleistungskleb- und Dichtstoffe, Beölen und Befetten. Dabei bietet Drei Bond seinen Kunden sowohl chemische Lösungen als auch die dazu passenden Applikationssysteme und Dosieranlagen aus einer Hand.

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Die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. wurde von Dr. Serhat Sahakalkan präsentiert. Die Gesellschaft für angewandte Forschung, Entwicklung und Fertigung für die Industrie verfügt über ein sehr umfangreiches Leistungsportfolio vor allem im Bereich der intelligenten Mikrosystemtechnik. Dabei reicht das Angebot von der Forschung und Entwicklung, über die Fertigungstechnologien bis hin zur Produktion.

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Melanie Fritsch stellte den Marktspiegel Werkzeugbau eG vor. Der 2019 gegründete, genossenschaftlich organisierte und ehrenamtlich geführte Marktspiegel bietet ein Benchmarking von Werkzeug-, Modell und Formenbauern sowie inzwischen auch Kunststoffverarbeitern. Intention ist dabei, das Schaffen einer Markttransparenz, die Veröffentlichung von Branchenwissen sowie die Stärkung der Branche im deutschsprachigen Raum.

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Die vapic GmbH wurde abschließend von Reiner und Samuel Wolf präsentiert. Das sympathische, familiengeführte und kundenorientierte Unternehmen ist ein Spezialist im Bereich der industriellen Bauteilereinigung. Dabei vereinigt es als einziges Unternehmen den Sonderanlagenbau kombiniert mit dem Teilereinigungszentrum und mit der Herstellung der passenden Reinigungsmedien und bietet durch diese Integration von Schnittstellen dem Kunden den größtmöglichen Nutzen.

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Neben den neuen Partnern nutze auch das bereits bekannte INNONET Mitglied Industrie-Technik Kienzler GmbH & Co.KG mit Christian Haas und Volker Pfeiffer die Gelegenheit den Teilnehmern ein Update zu ihrer Produkterweiterung zu geben. Hierbei geht es vor allem um Präzisionswerkzeuge aus den Bereichen Spanen, Reiben, Gewinde, Drehen, Fräsen, Bohren und Messen. Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung bildete der Ausblick von Janet Rosenberger, INNONET-Netzwerkkoordinatorin, auf die geplanten Veranstaltungen im zweiten Halbjahr.

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Beim anschließenden gemeinsamen Get-together konnten sich sie Anwesenden umfangreich austauschen und einmal mehr feststellen, wie wichtig die persönliche Kommunikation ist, auf die wir nun so lange verzichten mussten. Das INNONET hofft, auch in den nächsten Monaten, trotz Corona, mit den entsprechenden Auflagen, weitere Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Zugleich bedankt sich das INNONET Team bei allen Teilnehmern, Stephan Klumpp und im Speziellen den Neumitgliedern für die sehr gelungene Veranstaltung.

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Auch im Juni konnte die INNONET special – Reihe mit dem interessanten und vielschichtigen Thema „Digitale Werkzeugkorrektur“ fortgesetzt werden. Eine ganz besondere Veranstaltung, bei der gleich drei Steuerkreismitglieder gemeinsam als Moderatoren durch das Online-special führten: Stephan Klumpp, Geschäftsführer der ProPlas, Prof. Steffen Ritter von der Hochschule Reutlingen sowie Jörg Vetter, technischer Leiter bei Hermann Hauff. Die drei Experten lieferten spannende Impulsvorträge und teilten mit den Teilnehmern wichtige Erfahrungen aus ihren jeweiligen Fachgebieten. 99 Teilnehmer waren online zugeschaltet und verfolgten die interessanten Ausführungen bis zum Schluss.

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Den perfekten Start machte Prof. Steffen Ritter mit seinen Einblicken aus dem Forschungs- und Hochschulbereich. Er nahm die Zuschauer mit in die Prozesse der Kunststoffformteil-entwicklung. Ritter betonte, wie wichtig es sei, die klassischen Strukturen des Entwicklungsprozesses zu durchbrechen, bei denen Bauteilentwickler, Werkzeugbauer und Spritzgießer nacheinander zum Einsatz kommen. „Gerade die gemeinsamen Schnittstellen sind schließlich der kritische Punkt, die im Rahmen der komplexen Herausforderungen nur durch ein Miteinander gemeistert werden können. Hochwertige spritzgießgerechte Kunststoffteile entstehen nur in einem eng abgestimmten Entwicklungsprozess“, so Ritter. Dabei gilt es, die einzelnen Disziplinen mit deren unterschiedlichen Ansätzen und Selbstverständnis bereits frühzeitig gemeinsam in den Dialog zu bringen, Reibungsverluste zu verhindern und effizient und qualitativ arbeiten zu können.

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Einen spannenden Beitrag aus der Praxis, lieferte Jörg Vetter. Sein Vortrag beschäftigte sich vor allem mit dem optimalen Werkzeugkonzept und der exzellenten Bemusterung sowie dem stabilen Spritzprozess als Fundament einer solchen Bemusterung. „Das Wichtigste im Werkzeugbau ist dabei, einen Plan B zu haben“, so Vetter. Dies gilt vor allem auch im Bereich der Präzisionswerkzeuge, bei denen auch die Computertomografische Messung eine sehr gute Hilfestellung bieten kann. Vetter berichtete auch, wie viele Themen tatsächlich im qualitativ hochwertigen Werkzeugbau Berücksichtigung finden müssen, angefangen bei der Lage, der Angussstrategie, der Temperierung und Geschwindigkeit bis hin zu Härte, Zugfestigkeit, Oberflächen und noch vielen weiteren Themen. Ein zusätzlicher kritischer Faktor ist die Bemusterung. Immer wieder wird festgestellt, dass sich für dieses Thema zu wenig Zeit genommen wird. „Auch ein perfekt vermessenes Werkzeug muss ausreichend getestet werden, damit die Realität in der Praxis abgebildet werden kann“, schließt Vetter seinen Vortrag.

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Abgerundet wurden die Beiträge durch Stephan Klumpp, der sich mit dem digitalen Korrekturprozess als Erfolgsfaktor beschäftigte und auch aus seiner großen Expertise heraus über Software-Werkzeuge und Lösungen für Werkzeug und Formenbauer berichtete. Hier sei, so Klumpp, vor allem „eine ergebnisorientierte Moderation und der Mut zu schnellen und klugen Entscheidungen der Schlüssel zur Bewältigung von komplexen Aufgaben“.
Der Prozess einer erfolgreichen Werkzeugkorrektur und eines guten Endproduktes umfasst für ihn: ein Kick-off-Meeting, CT-Daten, die Ausrichtung, die CT-Daten-Vorbereitung, eine Definition von Messpunkten, eine Flächenspiegelung, Schrägenanalyse, eine werkzeuggerechte Anpassung, die anschließende Datenübergabe sowie eine Korrekturumsetzung, so Klumpps Erfahrungen aus der täglichen Praxis von Proplas. „Zur engmaschigen Abstimmung finden regelmäßige digitale Meetings statt, bei denen es wichtig ist, mit den „Richtigen“ effizient zu arbeiten. Dabei ist eine gute Vertrauensbasis zwischen Kunden und Computertomografie-Spezialisten unerlässlich“, betonte Klumpp am Ende seiner Ausführungen.

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Absolut spannend für die Teilnehmer war der abschließende Live-Einblick in ein Mess-verfahren, moderiert durch Simon Horrer von Proplas, bei dem nochmals die vielfältigen Einflüsse die unterschiedlichen Parameter von Werkzeugkonstruktion und Materialeigen-schaften verdeutlicht wurden.

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Die angeregte Diskussion und die vielen Fragen der Teilnehmer an die Experten aus dem INNONET Steuerkreis verdeutlichten das hohe Interesse an diesem Fachthema, untermauert von der Tatsache, dass fast alle Teilnehmer bis zum Ende der Diskussion im Chat blieben.

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Das INNONET Kunststoff bedankt sich herzlich bei allen Akteuren, bei Stephan Klumpp, Professor Steffen Ritter, Jörg Vetter sowie Simon Horrer und Teilnehmern für ein gelungenes Veranstaltungsformat und den absolut interessanten und lösungsorientierten Austausch rund um das Thema „Digitale Werkzeugkorrektur“.
 
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Das Making-off: 
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Am 02. Februar 2021 startete das INNONET Kunststoff mit dem ersten INNONET special zum Thema „Insights polymerbasierte, additive Fertigung“ in das Jahr. Mit INNONET Partner, dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, stand bei dieser Veranstaltung ein sehr kompetenter und interessanter Partner zur Verfügung. Das Format wurde durch eine spannende Live-Führung durch die Labore des Instituts bereichert. Professor Steffen Ritter, Hochschule Reutlingen und INNONET Steuerkreismitglied, führte als Moderator durch die digitale Veranstaltung und die anschließende Diskussionsrunde. 

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„Die additive Fertigung hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und ist auf bestem Wege, sich als akzeptiertes Fertigungsverfahren zu etablieren“, so das Eingangszitat von Oliver Refle, Abteilungsleiter des Zentrums für additive Fertigung beim Fraunhofer IPA. Die Möglichkeit Bauteile kurzfristig in großer Variantenvielfalt wirtschaftlich herstellen zu können hat die Nutzung und Weiterentwicklung der Technologie erheblich beschleunigt. Auch in der Corona-Zeit hat das Verfahren maßgeblich dazu beigetragen, kurzfristige Engpässe, wie beispielsweise der Mangel an Testkits, schnell zu beseitigen.


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Nach dem spannenden Impulsvortrag, wurden den Teilnehmern interessante Einblicke in die Labore des Instituts geboten. Patrick Springer und Jan Janhsen präsentierten verschiedene Versuchsanlagen vor der Kamera. Dabei diskutierte das Fraunhofer-Trio bedeutende Themen, wie beispielsweise die Integration von Funktionen, unterschiedliche Materialien, Design, Kostenersparnis aber auch die Vereinfachung von Prozessen.


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Abgerundet wurde das special wie gewohnt durch eine interaktive Fragerunde mit dem interessierten Auditorium, die Prof. Steffen Ritter von der Hochschule Reutlingen geschickt moderierte. Das INNONET Kunststoff bedankt sich herzlich bei allen Akteuren und Teilnehmern für ein gelungenes Veranstaltungsformat und den absolut interessanten, fachlichen Austausch rund um das Thema „Additive Fertigung“.

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Am 05.05. - beim fünften „special“ Format des Jahres ging es diesmal rund um das Thema „Verschleißschutz“, zu dem das INNONET Kunststoff gemeinsam mit Netzwerkpartner Xaloy Europe am 05.05.2021 die Teilnehmer herzlich begrüßte. Moderator Jörg Vetter von Hermann Hauff und langjähriges INNONET Steuerkreismitglied führte mit interessierten Hinterfragungen und spritzigen Kommentaren durch die Veranstaltung.

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Steigende Werkstoffkosten, eine zunehmende Materialvielfalt, und Wettbewerbsdruck erhöhen die Herausforderungen für Verarbeiter immer effizienter zu produzieren. Vorzeitiger Verschleiß ist hierbei ein ernst zu nehmender Kostenfaktor für Spritzgießer, wie auch für Extrudeure. Maßgeschneiderte Verschleißschutzlösungen können hier Abhilfe und Mehrwert schaffen. Genau in diesem Bereich bietet Netzwerkpartner Xaloy Europe maßgeschneiderte Lösungskonzepte für individuelle Kunden- und Produktspezifikationen.

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In einem technisch hochwertigen Vortrag präsentierte Anton Hagen, Produktmanager bei Xaloy Europe den Teilnehmern eine Vielzahl an Korrosions- und Verschleißarten an Plastifiziereinheiten, sowie vielfältig Möglichkeiten, ihnen entgegenzutreten. „Verschleißschutz beginnt bei der Wahl geeigneter Werkstoffe, optimaler Materialpaarungen und maßgeschneiderter Designs der Komponenten“, so Hagen. Eindrucksvoll präsentierte er, dass es nahezu für jedes, zu verarbeitende Material eine Lösung für die Plastifiziereinheit gibt, um diese länger vor Korrosion und vorzeitigem Verschleiß zu schützen, die Lebensdauer zu erhöhen und so signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen.

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Die vielen Fragen an konkreten Praxisbeispielen verdeutlichten die große Bedeutung in den realen Prozessen der interessierten Teilnehmer. Darüber hinaus wurde das Online-Format durch zweckgerichtete Hinterfragungen von Moderator Jörg Vetter während des Vortrages aufgelockert. „Ich habe heute viel dazu gelernt, werde mich mit dem Thema näher beschäftigen und die Hilfe von Xaloy Europe zeitnah in Anspruch nehmen“, so Vetter, der selbst aus dem Metier kommt und über einen großen Erfahrungsschatz im Werkzeugbau und Spritzgießen verfügt.

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Das INNONET Kunststoff bedankt sich herzlich bei allen Akteuren und Teilnehmern für ein gelungenes Veranstaltungsformat und den absolut interessanten und lösungsorientierten Austausch rund um das Thema „Verschleißschutz“.

Erneut wurde die INNONET special-Reihe mit einem spannenden Thema weitergeführt. Diesmal konnte INNONET-Partner Design Tech aus Ammerbuch wichtige Impulse im Bereich Maschinendesign setzen und im Netzwerk angeregt diskutieren. Das Format wurde durch eine anschauliche Live-Präsentation vor Ort bei einem Referenzkunden bereichert. Stephan Klumpp, Geschäftsführer der Proplas und INNONET Steuerkreismitglied führte als Moderator durch das spannende special und die anschließende Diskussionsrunde.

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Bedingt durch einen immer größeren Marktwettbewerb und einen steigenden Anspruch der Kunden, in Bezug auf das optische Anmuten auch bei technischen Produkten, nimmt die Bedeutung eines ansprechenden Designs stetig zu. Auch schafft ein modernes Design ein größeres Vertrauen in ein technisch hochwertiges Produkt. „Genau an diesem Punkt greift das Unternehmen Design Tech bei einer Neuentwicklung oder einem Relaunch ein“, so Florian Mack von Design Tech, der mit diesen Ausführungen die Teilnehmer sehr herzlich begrüßte und einlud, einen solchen gestalterischen Prozess einmal näher kennenzulernen.

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In dem Impulsvortrag wurde eindrucksvoll verdeutlicht, wie ein ansprechendes Design als Kommunikator für technisch hohe Qualität fungieren kann und wie sich ein solcher Technologievorsprung gemeinsam mit dem Kunden realisieren lässt. Einen exklusiven Einblick in den Maschinendesign-Prozess vom Entwurf bis hin zum erfolgreichen Ergebnis wurde im Anschluss live als Premiere anhand eines Best Practice Beispiels einer Automatisierungsanlage bei dem Referenzkunden HandlingTech Automations-Systeme vorgeführt.

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Dass das Thema auf großes Interesse stieß, zeigte die angeregte und auch teilweise kontroverse Diskussion im Anschluss. In einem Punkt waren sich Jürgen Schmid, Inhaber von Design Tech, und Moderator Stephan Klumpp am Schluss jedoch einig: Neben Kosten und Effizienzthemen wird auch die Modularität des Designs noch weiter an Bedeutung zunehmen, um ein Produkt richtig am Markt zu platzieren und darüber hinaus einen höheren Qualitätstransfer für den Kunden zu schaffen.

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Das INNONET Kunststoff bedankt sich herzlich bei allen Akteuren und Teilnehmern für ein gelungenes Veranstaltungsformat und den absolut interessanten, fachlichen Austausch rund um das Thema „zielgerichtetes Maschinendesign“.

INNONET Kunststoff
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