INNONET Kunststoff fokussiert Potentiale, Chancen und Herausforderungen 

Horb a.N. 19.09.19. Noch nie war die öffentliche Auseinandersetzung zum Thema Umwelt- und Klimaschutz so greifbar wie in den vergangenen Tagen und Wochen. „Die Bioökonomie hilft nicht nur dabei, die CO2-Bilanz unserer Gesellschaft deutlich zu senken, sondern bietet vielfältige Möglichkeiten für neue Märkte und hochwertige Produkte”, erklärte der Moderator Prof. Dr. Matthias Zscheile, Vorstandsvorsitzender des BioEconomy Cluster, im Rahmen der Internationalen Tagung für Bioplastics im Plastics InnoCentre in Horb am Neckar. 

K1024 09

Fast 100 Fachleute, darunter internationale Teilnehmer aus Finnland, Frankreich, Italien, Schweiz und Tschechien, wurden von Dr. Joachim Schätzle, Leiter Forschung & Vorentwicklung der fischerwerke und Mitglied im INNONET-Steuerkreis begrüßt und haben sich im Plastics InnoCentre ausgetauscht. Eingeladen hatten neben dem INNONET Kunststoff das BioEconomy Cluster und der Polykum e.V.


K1024 16


Das Thema Nachhaltigkeit ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – und bei den Produzenten von Kunststoffen schon lange ein heißes Eisen. Durch die Entwicklung und den breiten Einsatz von biobasierten Produkten soll die Zukunft der Kunststoffbranche gewährleistet werden – und zwar nachhaltig. „Fridays for Future, Klimawandel und Dekarbonisierung sind Themen, mit denen sich die Menschen derzeit allerorts auseinandersetzen“, sagte Prof. Zscheile. „Wir sind mittlerweile an einem Punkt, an dem diese Themen in einem breiten gesellschaftlichen Konsens angegangen werden“. Große Potenziale im Bereich der Bioökonomie sieht Zscheile nicht nur in den Bereichen Verpackung, Landwirtschaft und Herstellungsprozessen, sondern auch bei den biobasierten Kunststoffen. Durch verschiedene Verfahren werden nicht nur bestehende erdölbasierte Kunststoffe ersetzt, sondern durch Verbesserungen sogar ganz neue Stoffklassen mit besseren Eigenschaften geschaffen.

Als regionales Netzwerk 2012 mit 23 Mitgliedern gegründet kooperiert BioEconomy mittlerweile längst mit internationalen Partnern. „Aber reicht reines Netzwerken heutzutage überhaupt noch aus, um mit eigenen innovativen Ideen voranzukommen?“, fragte Dr. Gerd Meier zu Köcker von der Clusteragentur Baden-Württemberg, deren Ziel es ist, die Clustermanagements so zu schulen, dass sie zukünftig ihren Mitgliedern noch bedarfsgerechtere Services anbieten können. „Man muss die Verantwortlichen in Wirtschaft und Forschung gleichermaßen sensibilisieren und inspirieren, nur so können wir die notwendigen Innovationen überhaupt entwickeln“, meint Meier zu Köcker. „Wir brauchen die Bereitschaft und eine Kultur, um zu innovieren und etwas zu wagen“.

Die Bioökonomie sei erst am 29. Januar 2004 das erste Mal in einem offiziellen Dokument der OECD aufgetaucht, und zwar als Fußnote, gab Dr. Dr. Christian Patermann, Direktor a.D. der EU-Kommission für Bioökonomie, zu bedenken: „Über 50 Moleküle werden allmählich biobasiert ersetzt, vor allem innerhalb ausgewählter Polymergruppen. Außerdem gibt es Textilien, Verpackungs- oder Baumaterialien, deren
Trend eindeutig zu biobasierten Verbundstoffen tendiert und sich kontinuierlich beschleunigt.“

Das ausgegebene Ziel der EU-Kommission: Bis 2030 soll alles Verpackungsmaterial auf dem Markt wiederverwendbar und rezyklierbar sein. Daher müssen die Regulierer fachlich gecoacht werden. „Die heutige Auseinandersetzung muss in einem bisher wenig beherrschten Mix aus Öffentlichkeitsarbeit, Vordenken und Medienpräsenz in jeder Hinsicht geprägt werden“, betonte Patermann.

Mit Plattformchemikalien für Kunststoffe beschäftigt sich Prof. Andrea Kruse von der Universität Hohenheim. Sie zeigte anschaulich auf, wie landwirtschaftliche Reststoffe als Erdölersatz zum Einsatz kommen können. Ihr Ansatz: „Das biobasierte Zielprodukt soll nicht nur ebenso gut sein wie die erdölbasierte Variante, sondern besser.“ Die Projekte an der Universität Hohenheim haben den Laborstatus verlassen und werden auf der Versuchsstation „Unterer Lindenhof“ in einem Bioraffinerie-Technikum umgesetzt: Die Plattformchemikalie Hydroxymethylfurfural (HMF) kann Getränkeflaschen (PEF), Lebensmittelverpackungen, Fasern für Autositze, Nylon für Strümpfe, Sportbekleidung oder Autoteile ersetzen.

Was alles aus Biomasse machbar ist, zeigte Dr. Okko Ringena von UPM Finnland unter der Überschrift „Zukunft ohne fossile Ressourcen“. Das finnische Unternehmen setzt dabei auf den CO2-neutralen und nachhaltigen Rohstoff Holz. Dafür pflanzt UPM beispielsweise jedes Jahr 50 Millionen neue Bäume. Die einzelnen Holzbestandteile werden neben klassischen Produkten wie Zellstoff oder Bauhölzer auch für eine Reihe innovativer Anwendungen wie Biokraftstoffe und Biochemikalien verwendet. UPM arbeitet daher auch intensiv an der Entwicklung von Biokraftstoffen, Biokompositen sowie neuartigen Verpackungsmaterialien. Momentan prüft das Unternehmen den Bau einer weltweit einmaligen Bioraffinerie in Deutschland, welche biobasierte Glykole für Kunststoffe und andere industrielle Anwendungen sowie nachhaltigen Füllstoffe für die Gummiindustrie zum Ziel hat. „Wir versuchen dabei möglichst alle Holzbestandteile stofflich zu nutzen.“, erklärte Ringena. Als mögliche Standorte werden derzeit die Chemieparks Frankfurt-Höchst und Leuna geprüft.

„Kunststoffe haben ihre beste Zeit noch vor sich“, davon ist Michael Carus vom nova-Institut überzeugt. „Kein anderes Material hat ein so breites Anwendungsspektrum, unvergleichbare Produkteigenschaften und praktisch grenzenlose Verfügbarkeit.“ Allerdings müsse sich der Trend weg von den traditionell erdölbasierten Produkten und hin zu den CO2-neutralen Polymeren entwickeln. Hier besteht allerdings noch kein Konsens zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Dies bestätigt auch eine Umfrage seines Instituts, wonach „80 Prozent der Deutschen keine Ahnung haben, woraus Kunststoff überhaupt besteht“. Erneuerbarer Kohlenstoff ist für Carus der Schlüssel für die Zukunft. Damit wäre vermieden, dass Kohlenstoff aus der Geosphäre in den Kreislauf kommt. Der erneuerbare Kohlenstoff könnte sich aus Atmosphäre (aktiver CO2 Entzug), Biosphäre (nachwachsende Biomasse) oder Technosphäre (Recycling von bestehendem Kunststoff und chemischen Produkten) generieren.

Udo Eckloff, Fachreferent beim INNONET Kunststoff und Organisator der Veranstaltung fasst zusammen: „Wir haben das Thema bereits 2016 vorausschauend begonnen und sind heute ein wichtiger Partner im Bereich Bio-based Plastics. In dem internationalen, EU geförderten Projekt AlpLinkBioEco tragen wir als aktiver Teilnehmer mit unseren engagierten Mitgliedsunternehmen dazu bei, eine internationale, biobasierte Kreislaufwirtschaft zu generieren.“

Die Veranstaltung wurde unterstützt von Baden-Württemberg International mit Mitteln aus dem Förderprogramm " Internationalisierung von Clustern und Netzwerken" 2019. Hierfür bedankt sich das INNONET Kunststoff sehr herzlich!

 

  • K1024_05
  • K1024_10
  • K1024_13
  • K1024_14
  • K1024_15
  • K1024_16-1
  • K1024_16
  • K1024_17
  • K1024_18
  • K1024_20
  • K1024_24
  • K1024_26
  • K1024_27
  • K1024_28
  • K1024_31
  • K1024_45
  • K1024_innonet_netzwerken_12
  • K1024_innonet_netzwerken_15
  • K1024_innonet_netzwerken_7
  • K1024_innonet_netzwerken_9



Horb a.N. 15. Juli 2019. INNONET work bedeutet kompetente Fachinformationen aus der Praxis für die Praxis. Die im vergangenen Jahr gestartete Veranstaltungsreihe entwickelt sich zu einem hochqualifizierten und erfolgreichen Format. Im Workshop-Charakter werden hier Fachthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam mit Netzwerkpartnern bearbeitet.
"Prozessoptimierung" war diesmal das beherrschende Thema, mit dem die fischer Consulting GmbH rund 40 Teilnehmer in die Hallen der fischer automotive systems nach Horb zog.

K1024 02  K1024 02 2
Experten wissen, Kunststoffprodukte müssen mit extrem spitzer Feder kalkuliert sein. Schwankende Rohstoffpreise, massiver Konkurrenzdruck und hohe Querschnittskosten bei einer ausgedünnten Personaldecke lassen wenig Optimierungsspielraum. Die einzige Möglichkeit, wirksam an der Kostenschraube zu drehen, ist folglich der Fertigungsprozess selbst. „Und das ist durchaus möglich“, erklärte Daniel Genkinger, stellvertretender Geschäftsführer der fischer Consulting GmbH zu Beginn der Veranstaltung im ausgebuchten Saal. „Durch einen ganzheitlichen Systemansatz der Prozessoptimierung im Spritzguss sind Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen von größer als 15% keine Seltenheit“, so Genkinger.

Ein Mittel der Wahl ist die Erfassung von Abläufen und Prozessen mittels digitaler Bewegungsdaten. Diesen äußerst innovativen Ansatz stellte fischer Consulting zusammen mit der MotionMinors GmbH, einem Spin-Off des Fraunhofer IML, vor. Mittels mobiler Sensoren werden automatisierte Messungen manueller Arbeitsprozesse erfasst und analysiert. Aus definierten Kennzahlen resultieren Optimierungspotentiale und Handlungsempfehlungen für den Kunden.

K1024 09 2

Die Praxis in den fischer Produktionsstätten hält offenbar, was die Theorie im Vortragssaal verspricht: „Das Tool bietet uns ganz neue Möglichkeiten, egal ob im Maschinenbereich, bei Rüst- und Wartungszeiten oder bei Weg- und Anlaufzeiten der Mitarbeiter, am Ende sparen wir mehrere tausend Stunden", schwärmt Markus Spinner von fischer Consulting. Am Schluss der Veranstaltung mit interessanten Einblicken in die Prozessoptimierung und die fischer automotive systems standen zufriedene Gesichter der Teilnehmer und der Organisatoren. "Das INNONET Kunststoff ist eine Wissens- und Netzwerkplattform und was diese Mehrwerte für alle Beteiligten bietet, hatte die heutige Veranstaltung eindrucksvoll bewiesen", bemerkte ein begeisterter Udo Eckloff, Fachreferent beim INNONET Kunststoff.

 

  • K1024_01
  • K1024_04
  • K1024_05
  • K1024_06
  • K1024_07
  • K1024_08
  • K1024_09
  • K1024_10
  • K1024_11
  • K1024_12
  • K1024_13
  • K1024_14


Hintergrund fischer Consulting GmbH:

Die fischer Consulting, ein Unternehmensbereich der Unternehmensgruppe fischer, ist eine international tätige Unternehmensberatung mit 3 Standorten in Tumlingen-Waldachtal, Padua (Italien) und Shanghai (China). Seit über 20 Jahren setzt das Team von Young Professionals bis Senior Managern ihre Expertise und den großen Erfahrungsschatz der fischer Unternehmensgruppe erfolgreich ein, Unternehmen, Institute und Behörden dabei zu unterstützen, ihre Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern und zu optimieren. https://www.fischer-prozessberatung.de

3D Druck - Ein Zukunftsthema mit Entwicklungspotential für alle Unternehmensbereiche; 3D-Kunststoff Hersteller beim INNONET

Horb am Neckar, 4. Juli 2019. Über 50 Teilnehmer aus allen Industriebereichen und ein hochkarätiges Referentenfeld beim INNONET work im Plastics InnoCentre zeigen, die additive Fertigung wird erwachsen und etabliert sich als Produktionsverfahren mit einem vielfältigen Anwendungsgebiet. Ziel der Veranstaltung war es, einen Überblick über die Unterschiede in Verfahren und Anwendungsgebiete zu geben.

In unterschiedlichen 3D-Druckverfahren werden durch schichtweisen Materialauftrag komplette Teile in Form gebracht. Je nach Verfahren sind qualitativ hochwertige Bauteile mit einem hohen Komplexitätsgrad möglich. Mit den Ansprüchen an die zu fertigenden Teile steigen auch massiv die Investitionskosten für entsprechende Anlagen. Doch die reine Formgebung muss durch den Begriff „additive Fertigung“ erweitert werden. Professor Steffen Ritter, Leiter des Kunststofflabors der Hochschule Reutlingen und Steuerkreismitglied des INNONET Kunststoff brachte es auf den Punkt „Der gesamte Entstehungsprozess eines Bauteils von der Entwicklung, Konstruktion, 3D Druck-Verfahren, Nachbearbeitung, Reproduzierbarkeit und Qualitätskontrolle muss konsequent betrachtet werden, um erfolgreiche additive Fertigung im Unternehmen zu integrieren.“

Der Markt an 3D-Druckern ist inzwischen groß, unübersichtlich und stellt die Anwender vor die Qual der Wahl. "Oftmals lohnt sich auch die Anschaffung eines eigenen Gerätes zunächst nicht, weil unterschiedliche Anwendungsfälle die Wahl des optimalen Fertigungsverfahrens bedingen“, argumentiert Ritter und rät den Unternehmen die Thematik ergebnisoffen zu diskutieren und die Angebote externer Dienstleister eingehend zu prüfen.
„3D Kunststoff-Drucker- Hersteller stellen sich“, lautete das offizielle Motto der Veranstaltung im Plastics InnoCentre. Speed-dating war das Konzept des Nachmittags: Sechs Herstellern blieb exakt zehn Minuten Zeit, um das Publikum von der jeweiligen Technologie und den Spezifika zu überzeugen. Das Format kam an. "Fachwissen komprimiert und anwenderorientiert zu präsentieren ist eines der vordringlichen Aufgaben, die wir uns im INNONET work-Format gestellt haben", sagte Udo Eckloff, Fachreferent des INNONET Kunststoff und Initiator der Veranstaltung.

Folgende Unternehmen stellten sich der intensiven Diskussion:

• alphacam GmbH/Stratasys, Jürgen Groß
• ARBURG GmbH + Co KG, Lukas Pawelcyk
• EOS GmbH Electro Optical Systems, Thomas Minten
• Multec GmbH, Fabian Hotz
• Solidpro/HP, Steffen Hägele
• tewipack Uhl GmbH, Ayhan Keser

Für Steffen Hägele von Solidpro liegen die Vorteile des 3D-Drucks auf der Hand: "Unternehmen werden innovativer, weil Bauteile schneller gefertigt werden und auf den Markt gebracht werden können." Er geht sogar noch einen Schritt weiter: "Mindestens ein 3D Druckverfahren im Unternehmen zu haben, wird über kurz oder lang zur Pflichtausstattung in der Kunststoffbranche gehören". Lukas Pawelcyk von ARBURG und Ayhan Keser von tewipack teilten Hägeles Meinung und erkennen in der Kunststoffbranche ebenfalls einen Umdenkprozess, hin zu additiven Fertigungsmethoden, speziell im Bereich Prototyping und bei der Individualisierung von Produkten. Für Jürgen Groß von alphacam und Thomas Minten von EOS sind die Themen Postprocessing und Qualitätsmanagement entscheidende Themen, die es im Zusammenhang mit der additiven Fertigung zu berücksichtigen gibt.

„Wir wollten unseren Teilnehmern an einem Nachmittag die gesamte Vielfalt der additiven Fertigung als Zukunftsthema aufzeigen und neutral aber lösungsorientiert die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der Verfahren aufzeigen. Und das ist uns gelungen", resümierte ein hochzufriedener Udo Eckloff. Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb ergänzte: „Wir bieten mit dem Plastics InnoCentre und unseren innovativen Veranstaltungen eine Plattform, die von INNONET Mitgliedern und der ganzen Branche bespielt wird und als Impuls für fachlichen Austausch und Kooperation dient“.

 

 

  • K1024_01
  • K1024_02
  • K1024_03
  • K1024_04
  • K1024_05
  • K1024_06
  • K1024_07
  • K1024_08
  • K1024_09
  • K1024_10
  • K1024_11
  • K1024_12
  • K1024_13
  • K1024_14
  • K1024_15
  • K1024_16
  • K1024_17
  • K1024_18
  • K1024_19
  • K1024_20
 

Die Moulding Expo gilt als eine der zentralen Messen auf dem deutschen und europäischen Markt des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. Mit über 12.900 Fachbesuchern aus fast 60 Ländern bot die Moulding Epo 2019 erneut eine attraktive Plattform für die Themen der Branche sowohl für die Aussteller als auch das interessierte Fachpublikum.

Auch in der dritten Auflage dieser internationalen Fachmesse präsentierte sich das INNONET Kunststoff mit einer aufwendigen Ausstellung und Darstellung der Netzwerkkompetenz entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette. Mit einer Ausstellungsfläche von 140 qm und 13 Mitausstellern entwickelt sich das INNONET Kunststoff, das inzwischen über 120 Mitglieder aus der Kunststoffbranche vernetzt, weiter zu einem beständigen und wertvollen Partner der Messe Stuttgart. sd

Die Vor-Ort-Produktion des Give-aways „FairBecher“ fand bei den Messebesuchern großen Anklang. Damit wurde erneut die Wertschöpfungskette anschaulich dargestellt und live der Produktionsprozess erlebbar gemacht. Der Heißgetränkebecher, entwickelt von der Hochschule Reutlingen wird in Zukunft aus biobasiertem Kunststoff vom Vollzuglichen Arbeitswesen gefertigt und soll unter anderem in den Justizvollzugsanstalten des Landes zum Einsatz kommen. Das vom Werkzeugbau ProForm gebaute Spritzgießwerkzeug lief auf einer hybriden Spritzgießmaschine dem Allrounder 370 H der Firma Arburg. Das Projekt stellt insofern ein gelungenes Beispiel für die Synergien und die enge Zusammenarbeit im INNONET Kunststoff dar, dem alle Projektpartner angehören.

Zudem nahm eine Roboterzelle live vor Ort Kreisel auf und prüfte diese, welche dann im Anschluss mit einer Tampondruckmaschine mit dem INNONET Logo und einen Moulding Expo Schriftzug bedruckt wurden und das Ultraschallschweißen wurde anhand eines Playmobil-Elefanten sowie der 3-Druck durch die am Stand vorhanden Maschinen anschaulich gemacht.

Aber auch die Exponate und fachliche Kompetenz der Mitaussteller, wurden von allen Besuchern durchweg positiv bewertet. Die 13 Teilnehmer: Dill Werkzeug- und Formenbau, EPConnectors/ Taller GmbH, Gindele GmbH, Hermann Hauff/ ProForm, ProPlas GmbH, Geschwendtner Moulds & Parts, ITW Morlock, Robomotion, Herrmann Ultraschall, Industrietechnik Kienzler, GWTechnik/ KKT, hatten an den Messetagen reichlich Besucherkontakte und interessante Gespräche.

Bestärkt durch das immense Interesse der Besucher, die positiven Rückmeldungen der Aussteller und natürlich die große Bedeutung dieser wichtigen Fachmesse für den Werkzeug- und Formenbau, plant das INNONET Kunststoff bereits jetzt die Teilnahme an der nächsten Moulding Expo 2021.

 

  • K1024_01
  • K1024_02
  • K1024_03
  • K1024_04
  • K1024_05
  • K1024_06
  • K1024_07
  • K1024_08
  • K1024_09
  • K1024_10
  • K1024_11
  • K1024_12
  • K1024_13
  • K1024_14
  • K1024_15
  • K1024_16
  • K1024_17
  • K1024_18
  • K1024_19
  • K1024_20

LEUCO erhielt für das Fräsersystem für die Holzbearbeitung „LEUCO AirStream“ bei der Verleihung der German Innovation Awards die Auszeichnung WINNER. Der Preis wurde am 28. Mai 2019 im Rahmen einer feierlichen Gala im Technikmuseum in Berlin an LEUCO überreicht.

German Innovation Award – Der Preis, der Innovationen sichtbar macht

Die Entsorgung der Späne ist eine klassische Herausforderung in der Holzbearbeitung. Konstruktive Lösungen an Werkzeugen zur gezielte n Spanführung sind in gewissem Umfang in seit längerem der Branche, vor allem in der Möbelindustrie, verfügbar. „Zum AirStream inspirierten uns die Hutzen von Sportwägen. Das Design auf Holzbearbeitungswerkzeuge zu übertragen war eine neue knifflige und spannende Aufgabe, die so bislang noch nie angewendet wurde“, berichtet Benjamin Sitzler, Entwickler des AirStream-Systems bei LEUCO.

In der Kategorie „Excellence in Business to Business“, Bereich „Machines & Engineering“ überzeugte die AirStream-System Lösung und wurde mit der Auszeichnung Winner geehrt. Die Jury zeichnet ganz bewusst Innovationen aus, die im Markt verfügbar sind und macht diese durch die Ehrung bewusst sichtbar. Die Jury würdigte die neue Art sowie die Herangehensweise der Fräserkonstruktion. „Wichtig ist, dass durch das AirStream-System erstmals in der Geschichte auch kleinere und mittelständische Betriebe von einer Designlösung zur Spanabführung profitieren, denn die Werkzeuge werden auf Maschinen der Marke Holzher eingesetzt“, ergänzt Ewald Westfal, Leiter Technik bei LEUCO.

Wiederholte Auszeichnung

Die Werkzeuginnovationen „LEUCO p-System“ und „LEUCO nn-System“ von LEUCO wurden 2018 ebenfalls mit einem German Innovation ausgezeichnet. Mit über 1.200 Mitarbeitern weltweit ist LEUCO ein klassischer Mittelständler und legt seit der Gründung 1954 großen Wert auf eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung. So ist die Freude im Horber Heiligenfeld natürlich groß, dass eine unabhängige Jury auch dieses Jahr eine Entwicklung aus dem Hause LEUCO würdigt. Die innovativen AirStream-Werkzeuge werden am Standort Horb am Neckar produziert. Ein moderner Maschinenpark und hochqualifizierten Fachkräfte stellen die Qualität der Werkzeuge sicher.

German Innovation Award

Prämiert werden Innovationen, die nachhaltig Wirkung zeigen. Der German Innovation Award zeichnet keine bloßen Neuheiten aus, sondern solche, die nachweislich einen Mehrwert für den Nutzer generieren. Auch wenn es um Details einer Gesamtlösung geht, im Fokus muss die radikale Nutzerzentrierung und damit der Mensch selbst stehen. „Das gelingt besonders gut, wenn der spätere Nutzer in die Produkt- und Designentwicklung involviert ist“, erläutert Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung.

Weiterführende Links:
German Innovation Award
Abmessungen Fräsersystem AirStream-System für Holzher

K1024 Leuco1

Bei einer feierlichen Gala Ende Mai im Technikmuseum Berlin nahmen Ewald Westfal (Leiter Technik LEUCO, links) und Benjamin Sitzler (Entwickler des AirStream-Systems) die Auszeichnung WINNER für das innovative Spanführungskonzept "AirStrem" entgegen. Bildquelle: LEUCO

K1024 Leuco2

Das AirStream-System zeichnet sich durch seine gezielte, intelligente Führung der entstehenden Späne Richtung Absaugung aus. Der Vorteil für den Anwender ist, dass die Späne zu 99 Prozent abgesaugt werden, d.h. die Maschine bleibt sauber und muss quasi nicht gereinigt werden. Zudem werden die Standwegen des Fräsers länger, da die Schneiden nicht unnötige doppelte Zerspanungsarbeit leisten müssen. Durch die gezielte Führung des Luftstromes entstehen auch weniger unkontrollierte Luftverwirbelungen, das Werkzeug ist im Einsatz für den Anwender angenehm leise im Einsatz.
Bildquelle: LEUCO

Überlingen – Die Simcon kunststofftechnische Software GmbH aus Würselen hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 den Sprung unter die Besten geschafft. Das Unternehmen wurde deshalb am 28. Juni von dem Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar, sowie dem wissenschaftlichen Leiter des Vergleichs, Prof. Dr. Nikolaus Franke, und compamedia in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausgezeichnet. Anhand einer wissenschaftlichen Systematik bewertet TOP 100 das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen und die daraus resultierenden Innovationserfolge. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen mit 43 Mitarbeitern besonders in den Kategorien „Außenorientierung/Open Innovation“ und „Innovationsklima“.

Simcon kunststofftechnische Software entwickelt Softwareprogramme für die Spritzgießsimulation und kombiniert sie mit Testings, Engineering-Dienstleistungen und Serienprozessoptimierungen – das ist weltweit einzigartig. Die Herausforderung besteht dabei darin, Kunststoffteile nicht nur kostengünstig, umweltschonend und ohne funktionale oder ästhetische Fehler zu produzieren, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie Formstabil bleiben, wenn sie aus dem Werkzeug kommen. Diesen Vorgang kann die Branchensoftware des TOP 100-Unternehmens exakt simulieren. Der Vorteil: Die Werkzeuge müssen nicht mehrfach aufwendig korrigiert werden.

K1024 Bild simcon kunststofftechnische software gmbh 1 003
Bildquelle: KD Busch/compamedia

Der Top-Innovator setzt in der Innovationsarbeit auf den Ideenreichtum seiner 43 Beschäftigten und auf Entwicklungspartnerschaften mit Firmen wie Arburg und HELLA sowie mit Instituten wie etwa dem weltweit führenden Institut für Kunststoffverarbeitung, dem IKV an der RWTH Aachen, und einigen Fraunhofer-Instituten. „Dank unserer nationalen und internationalen Forschungsprojekte sind wir mit unseren Innovationen Wettbewerbern voraus“, sagt der Geschäftsführer Dr.-Ing. Paul F. Filz. Intern nutzt Simcon innovative Tools für die Projektplanung und die interne Kommunikation. Und spätestens bei den zweimal jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen ist der Blick in die Zukunft gefordert. „Wir wollen wissen: Was würdest du ändern, wenn du für einen Tag das Unternehmen leiten würdest?“, erläutert die Geschäftsführerin Dipl.-Psych. Ines Oud. Daraus entstehen nicht selten sehr gute Ideen, die umgesetzt werden.

T100 19 Member 003

TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. Als Medienpartner begleiten das manager magazin, impulse und W&V den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.

plasma technology GmbH stellt Plasmatechnologie zur Oberflächenbehandlung von Industrieprodukten vor

&
Eröffnung der Pro-K Award Ausstellung im Plastics InnoCentre

 

Horb am Neckar, 27. Juni 2019. Die hochkarätigen Fachveranstaltungen des INNONET Kunststoff nehmen weiter Fahrt auf. Ganz nach dem Motto: Aus dem Netzwerk – in das Netzwerk bietet die „INNONET work - Reihe seinen Partnern im Veranstaltungszentrum Plastics InnoCentre im Horber Innovationspark eine Plattform, Technologien und Verfahren zu präsentieren und gemeinsam mit Experten zu diskutieren. Auch Netzwerkexterne sind herzlich willkommen.

Am vergangenen Donnerstag stellte sich die plasma technology GmbH der Herausforderung, einem interessierten Fachpublikum von knapp 30 Teilnehmern, die vielversprechenden und zukunftsweisenden Verfahren der Plasmatechnologie vorzuführen.

 K1024 DSC 0110 

Bereits während der theoretischen Einführung in die Niederdruck- sowie Atmosphärendrucktechnologie durch Jörg Eisenlohr und Julius Naß von der plasma technology GmbH wurde klar, die Veranstaltung hatte ihr Zielpublikum erreicht. Unermüdlich hinterfragten die anwesenden Teilnehmer die vorgestellten Verfahren im Hinblick auf ihre eigenen, individuellen Hintergründe, Problemstellungen und Einsatzmöglichkeiten.

Jörg Eisenlohr, Gründer und Inhaber der plasma technology zeigte sich sehr erfreut über diese lebhafte Interaktion. Als überzeugter Plasma-Missionar weiß er um die vielen Vorteile der plasmagestützten Oberflächenbehandlung insbesondere bei Kunststoffprodukten, die im Vergleich zu vielen anderen Verfahren eine umweltfreundliche und nachhaltige Lösung darstellt. Seine Devise: „Wir verstehen uns als Partnervermittler und bringen auch Oberflächen zueinander, die sich nicht unbedingt mögen.“

 

K1024 DSC 0131 K1024 DSC 0114

In den anschließenden Live-Vorführungen verschiedener Plasmaanlagen sowie Analytik- und Messmethoden wurden die Diskussionen weiter vertieft und eindrucksvoll demonstriert.

Anschließend nutzte das Team des INNONET die Gelegenheit und eröffnete die diesjährige Ausstellung der pro-K awards im Plastics InnoCentre. Der Preis wird jedes Jahr von der Expertenjury des pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. für Kunststoffprodukte verliehen, die sich unter den Kriterien Innovation, Design und Funktionalität besonders hervorheben.

K1024 DSC 0134 K1024 DSC 0146

Ein perfektes Ambiente für das Get-together, bei dem die Teilnehmer nochmals aktiv ins Gespräch kamen und Ideen sowie Kontakte austauschten. Udo Eckloff, Fachreferent Kunststoff beim INNONET Kunststoff und Mitinitiator der Veranstaltung war hoch zufrieden: „Ein rundum gelungenes und abwechslungsreiches Event mit hohem Fachniveau. So macht Netzwerken Spaß.“

  • K1024_DSC_0110
  • K1024_DSC_0111
  • K1024_DSC_0114
  • K1024_DSC_0117
  • K1024_DSC_0121
  • K1024_DSC_0126
  • K1024_DSC_0128
  • K1024_DSC_0133
  • K1024_DSC_0141
  • K1024_DSC_0142
  • K1024_DSC_0146
  • K1024_DSC_0149
 

cl label bronze

Das INNONET Kunststoff hatte sich 2016 erstmalig der Befragung durch ein Expertenteam des ESCA Cluster Benchmarking unterzogen und das erste Bronzelabel für 2 Jahre erhalten.

Im Zuge des Auszeichnungsverfahrens stellte sich das INNONET Kunststoff 2019 zum zweiten Mal der Beantwortung eines umfangreichen Fragebogens. Die detaillierten Fragestellungen beziehen sich auf alle Bereiche des Clustermanagements und umfassen sowohl strategische als auch organisatorische und finanzielle Aspekte. Das Ergebnis war ein abschließender Benchmarking Report, der das INNONET Kunststoff in Relation zu anderen deutschen und weltweiten Clustern darstellt.

Ein positiver Nebeneffekt des Labels ist, dass das INNONET Kunststoff nun auf europäischer Ebene sichtbarer wird und sich noch besser vernetzen kann. Zudem ist das Label eine Voraussetzung für die Teilnahme an verschiedenen Förderprogrammen.

Über ESCA - The European Secretariat for Cluster Analysis
Das European Secretariat for Cluster Analysis (ESCA) berät Manager von Clusterorganisationen, Förderprogrammträger und politische Entscheidungsträger bei der Weiterentwicklung von Clustern durch Benchmarking. ESCA-Experten haben in den vergangenen Jahren eine Methodik zum Benchmarken von Clustern und Clusterorganisationen entwickelt, die in ganz Europa als führend anerkannt ist. Seit 2007 haben sie mehr als 600 Cluster und Clusterorganisationen gebenchmarkt. ESCA-Experten sind auch an der Entwicklung eines Qualitätslabels für Clusterorganisationen im Rahmen der European Clusters Excellence Initiative beteiligt.

Weitere Informationen zur Cluster Analysis finden Sie hier

INNONET Kunststoff
TZ Horb GmbH & Co. KG
Postfach 1249
Geschwister-Scholl-Str. 10 (Besucheradresse)
72160 Horb a. N.
Telefon 07451 623324
Telefax 07451 623323
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen