Prämiertes und Urban Art

Das Thema Design in seinen verschiedenen Facetten war das zentrale Thema bei der Veranstaltung "Kunststoffdesign trifft Wissenschaft und Life-Spraying-Art" im Horber Plastics InnoCentre.

Design war einst elitär und suggerierte Alleinstellungsmerkmale. Die Evolution der Kunststoffe revolutioniert den Designbegriff im Zeitraffertempo, zumindest im Alltag: ausgefeiltes Produktdesign avanciert von der Kür zur Pflicht. Das Plastics InnoCentre in Horb greift dieses Trend-Thema auf und widmet den Gewinnern des renommierten Pro-K-Awards eine Sonderschau, samt einer fulminanten Vernissage.

Ralf Olsen vom pro-K, dem Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. erklärte dem interessierten Publikum die Intention des Wettbewerbs.

Der pro-K-Award steht für Design, Innovation und Funktionalität, setzt die Vorteile von Kunststoffprodukten in Szene und wird alljährlich im Juli in Frankfurt verliehen. In elf Kategorien können Unternehmen ihre Produktneuheiten einreichen, von Bürobedarf, über Lager- und Transportsysteme, bis hin zu Oberflächensystemen. Die prämierten Modelle der aktuellen Ausgabe des Wettbewerbs sind aktuell im Plastics InnoCentre im Horber Innovationspark zu sehen. "Kunststoffdesign trifft Wissenschaft und Life-Spraying-Art" war der Titel der offiziellen Ausstellungseröffnung und Ralf Olsen vom pro-K, dem Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., erklärte dem interessierten Publikum die Intention des Wettbewerbs: "Wir wollen die Verbraucher aufklären, dass Kunststoff ein höchst spannendes Material ist". Ein Blick in die Ausstellungsräume gibt ihm recht. Olsen und sein Verband verfolgen mehrere Ziele mit dem Wettbewerb: Eine Lanze brechen für einen innovativen Werkstoff ist eines, ein anders deren Produzenten ins Lampenlicht stellen. "Wir haben viele hochinnovative Unternehmen im Kunststoffbereich, die gute Produkte herstellen - und kaum jemand redet darüber". Exakt diesen Ansatz des pro-K-Verbandes, nämlich innovatives Branchenmarketing gepaart mit einem attraktiven Veranstaltungskonzept, verfolgt das Plastics InnoCentre. "Deshalb freuen wir uns auch, diese Ausstellung in unseren Räumen präsentieren zu können", ergänzt Udo Eckloff, Projektleiter des Plastics InnoCentre beim Rundgang.  

Prof. Thomas Gerlach von der Fakultät für Gestaltung der Hochschule PforzheimWas exakt zeichnet ein gutes Produkt aus, zumindest aus der Perspektive eines designgeschulten Auges? Diesen Part griff Prof. Thomas Gerlach von der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim im Plastics InnoCentre auf. Gerlach, der einst schon für Steve Jobs den ersten Apple-Rechner im damals extrem trendigen Eierschalengelb mitgestaltet hatte, legte den Fokus bewusst auf die kommunikative Komponente modernen Designs. Gerlachs Ansatz ist ebenso einfach wie wirksam: Wertigkeit vermitteln. "Recycling war gestern, heute sind clever gestaltete Produkte ein Teil des Systems und deren Wiederverwertung der Schlüssel zum Erfolg", erklärt der Design-Profi der Hochschule Pforzheim.

Design ist ambivalent, streitbar und kennt viele Ausdrucksformen. Bei dem Begriff Design im Horber Innovationspark auf dem Hohenberg kommt man an Matthias Bartl, alias „mad matze b.art.l“, nicht vorbei. Der Urban Art Performer fügt sich nahtlos in das Programm. Matze residiert einige Stufen über dem Plastics InnoCentre und definiert den Designbegriff auf seine höchst eigene Art und Weise, nämlich poppig und bunt. Bartl richtet die Dose auf alles was Farbe verträgt. Er schabloniert, kaschiert oder drapiert auch mal Ausgedientes, um es mit reichlich Lack für eine halbe Ewigkeit zu fixieren. Design ist für ihn eine Frage des richtigen Augenblicks, eine Idee, ein Handgriff, jedenfalls alles andere als ein langwieriger Prozess. Eigens für das Publikum des Plastics InnoCentre griff Bartl zur Dose, um ein begonnenes Werk zu vollenden. Große Schablonen, viel Farbe und gekonnte Handgriffe sind sein Garant für Kreatives. Und Kreatives hat seinen Preis: Das letzte Highlight des Tages war die Versteigerung seines Werkes in den Räumen des Plastics InnoCentre.


Matthias Bartl, alias „mad matze b.art.l“
Besucher Landrat OB HorbGefördert von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg ist das Plastics InnoCentre die Anlaufstelle im Süddeutschen Raum für Unternehmen, Institutionen und einfach alle, die in Kunststoff denken.

Das Plastics InnoCentre finden Sie im Herzen von Baden-Württemberg im Horber Innovationspark, verkehrsgünstig gelegen direkt an der Autobahn A81. Auf über 250 Quadratmetern sind im Plastics InnoCentre nahezu alle Veranstaltungsformate durchführbar. Ausgestattet mit modernster Präsentationstechnik bietet der zentrale Tagungsraum Platz für rund 100 Personen.

Für kleinere Events und fachlich orientierte Veranstaltungen mit bis zu 20 Teilnehmern gibt es zusätzlich ansprechende Lösungen in den flexibel einsetzbaren Ausstellungräumen.
Das Plastics InnoCentre bietet attraktive Arrangements, individuell zugeschnitten auf Ihre Veranstaltung.

Darüber hinaus bietet Ihnen das Plastics InnoCentre die Möglichkeit, veranstaltungsbegleitend oder als Dauerausstellung, Ihr Unternehmen und Ihre Produkte zu präsentieren.

Den Flyer zum Plastics InnoCentre finden Sie hier.

Ansprechpartnerin:

Janet Rosenberger
Organisation Plastics InnoCentre
INNONET Kunststoff®  Technologiezentrum Horb
Geschwister-Scholl-Straße 10
72160 Horb a. N.
Telefon: +49 (0)74 51 / 62 33 - 42
E-Mail: orga(at)innonet-kunststoff.de
Bildquelle: MESSE STUTTGARTVom 05. bis 07. Juni 2018 findet die Lasys Internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung in Stuttgart statt.

Die LASYS ist die führende internationale Fachmesse für den Einsatz von Lasern in der industriellen Fertigung. Hier zeigen Anbieter aus aller Welt branchen- und materialübergreifende Lösungen für das gesamte Anwendungsspektrum der Laser-Materialbearbeitung. Ihre Praxisnähe macht die Messe zur wichtigsten Plattform für den direkten Austausch zwischen Anbietern, Forschern und Anwendern.

Weitere Informationen finden Sie im PDF und unter www.lasys-messe.de
Mit cirp aus Heimsheim wird das INNONET Kunststoff dreistellig

Das INNONET Kunststoff wächst immer weiter. Mit der cirp GmbH aus Heimsheim sehen aktuell 100 Mitgliedsunternehmen einen hohen Mehrwert in der aktiven Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette Kunststoff. Tendenz steigend: An den Veranstaltungen nehmen zahlreiche Besucher teil und die Messepräsenzen erweisen sich als Publikumsmagnete.

Ein großes Besucherinteresse, reichlich politische Aufmerksamkeit und letztendlich das 100. Mitglied - dies ist die überaus zufriedenstellende Bilanz der Moulding Expo (MEX) bei der Messe Stuttgart für das INNONET Kunststoff. Bei der zweiten Ausgabe Leistungsschau des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus wiederum an der Seite der Messe Stuttgart als Kooperationspartner demonstrierte das agile süddeutsche Kunststoffnetzwerk seine Leistungsfähigkeit mit einer fulminanten Sonderschau und überzeugte damit Unternehmen wie Besucher in den Hallen auf den Fildern. „Die positive Resonanz aller Beteiligten sowie die spürbar gute Branchenstimmung sind Grund genug für die Messe Stuttgart, sich schon jetzt auf die dritte Moulding Expo im Mai/Juni 2019 zu freuen“, sagt Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart.

Lachende Gesichter bei der Neuaufnahme der cirp GmbH in die Mitgliederkartei. Mit dem Heimsheimer Unternehmen begrüßt das INNONET Kunststoff sein 100. Mitglied.  v.l.n.r.: Nadine Kaiser und Axel Blochwitz vom INNONET Kunststoff, Alexander Polte von der cirp GmbH, Florian Niethammer, Teamleiter der Moulding Expo und Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart.

„Eine Mitgliedschaft im INNONET Kunststoff ist fast schon obligatorisch in der Branche“, witzelt Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb am Neckar. Der Blick in die Mitgliederliste gibt dem Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb allerdings recht: Das INNONET Kunststoff vernetzt höchst effektiv die süddeutsche Kunststoffbranche und inzwischen auch das benachbarte Ausland über alle Unternehmensgrenzen hinweg, vom Weltmarktführer bis zum hochspezialisierten Nischenbetrieb.

Ein Antrag auf Mitgliedschaft bedarf einer Genehmigung durch den periodisch tagenden INNONET-Steuerkreis. Im Falle der Heimsheimer Kunststoff-Technologie-Schmiede cirp war der Fall einfacher: Das INNONET hatte bereits im vergangenen Jahr ein Netzwerktreffen dort veranstaltet und eine Mitgliedschaft stieß daher auf offene Türen. Auf der Moulding Expo wanderte der druckfrische Mitgliedsantrag der cirp GmbH kurzerhand in die Hände des INNONET-Teams und im Beisein der Messeleitung folgte bei einem gemeinsamen Pressetermin auf dem INNONET-Messestand freundschaftliches Händeschütteln.

Die cirp GmbH ergänzt das Portfolio des Unternehmensnetzwerks. Seit 1994 fertigt das inzwischen auf rund 80 Mitarbeiter angewachsene frisch gebackene INNONET Mitglied Prototypen und Kleinserien für die Kunststoffbranche. Und der Markt boomt. Rapid Prototyping und Rapid Tooling sind feststehende Begriffe in einer hochdynamischen Branche und beschreiben die Herstellung eines Prototypen oder Produktionswerkzeugs im Schnelldurchgang. „Dies ist ein wettbewerbsentscheidender Faktor, von dem nun auch in verstärktem Maße die Mitglieder des INNONET Kunststoff profitieren können“, beschreibt Alexander Polte das cirp-Portfolio.

100 Mitglieder und stetiges Wachstum: "Wir sind jetzt dreistellig aber das INNONET Kunststoff wird weiter ein familiärer Kreis bleiben“, resümiert Axel Blochwitz. "Das Interesse der Branche an einer intensiven Vernetzung ist groß und wir werden Veranstaltungsformate anbieten, bei denen sich die Netzwerkpartner intensiv austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln können.“ ergänzt Nadine Kaiser, die für das INNONET Kunststoff zuständige Projektleiterin bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald.

Das Interesse der Branche am Engagement im Netzwerk kommt nicht von ungefähr: Das fachlich anspruchsvolle und hochkarätige INNONET Kunststoff-Programm mit seinen zielgruppenorientierten Veranstaltungsformaten spricht alle Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette an. Netzwerken lohnt sich für Formen- oder Maschinenbauer, Kunststoff Verarbeiter oder für viele Unternehmen, die sich im Bereich nachgelagerter Prozesse bewegen. Ergänzt und professionalisiert wird das Netzwerk im Bereich Forschung und Entwicklung durch die Mitgliedschaft von Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen und Technologietransfer-Partnern. 

Alle INNONET-Partner
Kunststoff-Kreisel ist das Aushängeschild des INNONET Kunststoff

Die Moulding Expo expandiert als internationale Fachmesse für Werkzeug-, Modell- und Formenbau. Mittendrin im Messegeschehen präsentiert sich das INNONET Kunststoff im Auftrag der Messe Stuttgart mit einer aufwändigen Sonderausstellung dem interessierten Fachpublikum. Im Fokus steht die Darstellung der Wertschöpfungskette und der Netzwerkkompetenz durch die intelligente Verkettung einzelner Produktionsschritte.

Gelungene Darstellung der Netzwerkkompetenz des INNONET Kunststoff. Der Stand des Netzwerks stieß auf großes Besucherinteresse

Vor zwei Jahren startete erstmals die Moulding Expo (MEX) bei der Messe Stuttgarter und entwickelte sich aus dem Stand heraus zu einer festen Größe in der Branche mit Flaggschiff-Potential. Die zweite und erneut erfolgreiche Ausgabe der MEX dokumentiert mit der Verdoppelung der INNONET-Ausstellungsfläche und einem deutlichen Besucherplus einen Schritt hin zu einer Kunststoffkompetenzregion im Südwesten Deutschlands. Mit der MEX wächst das INNONET Kunststoff als Exklusivpartner der Messe Stuttgart. Das inzwischen exakt einhundert Mitglieder zählende Unternehmensnetzwerk der süddeutschen Kunststoffbranche mit Ausdehnungstendenzen ins benachbarte Ausland setzt in den Hallen auf den Fildern einmal mehr auf Bewegung als Blickfang: Eine hochkomplexe und mittels Roboterzelle verkettete Produktionseinheit spuckt im Minutentakt bunte Kreisel als omnipräsentes Messe-Giveaway aus.

Das Kunststoffteil versinnbildlicht die Entwicklung sowohl der MEX als auch des INNONET Kunststoff: Vernetzung schafft Synergien. Während am nur halb so großen INNONET Kunststoff Stand vor zwei Jahren lediglich zwei gespritzte Teile, quasi als Bausatz, aus der Maschine purzelten, sehen die Besucher der Messe bei der aktuellen Ausgabe der Messe ein fertig montiertes, ultraschallverschweißtes und bedrucktes Spielzeug. Der Kreisel in grün hat zudem maximalen Symbolcharakter: Gefertigt aus nachwachsenden Rohstoffe steht er für den werkstofftechnischen Schwerpunkt des Netzwerks und tritt den öffentlichkeitswirksamen Beweis an, dass eine Substitution fossiler Rohstoffe durch regenerative Pendants anlagentechnisch problemlos möglich ist. Viel Anerkennung, sowohl für den gelungenen Auftritt als auch für die bioökonomische Ausrichtung des Netzwerks erntete das INNONET Kunststoff von Katrin Schütz, der Staatssekretärin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Im Fokus der Staatsekretärin standen bei Gesprächen mit den Ausstellern des Gemeinschaftsstandes die Themen Fachkräftesicherung und die strukturellen Herausforderungen der Produktionsstandorte in ländlichen Räumen.

Der INNONET Kunststoff Messestand auf der Moulding Expo erntete anerkennende Blicke vom Enztäler Landrat Karl Röckinger bei seinem Rundgang mit einer Besucherdelegation aus der Region Nordschwarzwald.

„Bei technisch ausgefeilten Präsentationen wie dieser spielt das INNONET Kunststoff mit der geballten Kompetenz seiner Mitgliedsunternehmen seine ganze Stärke aus“, kommentierte Nadine Kaiser, Projektleiterin für das INNONET Kunststoff bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, die Darstellung des Netzwerks auf der MEX. „Das Konzept kommt an beim Publikum, das beweisen die Besucherzahlen“, ergänzt Axel Blochwitz vom Technologiezentrum Horb, dem Träger des INNONET Kunststoff.
Die Aussteller und zugleich auch Mitglieder des Unternehmensnetzwerks stehen ebenfalls hinter dem Messekonzept: „Regionale Fachmessen sind für uns heute weitaus wichtiger als globale Hotspots“, erklärt Knut Heitzmann von der Nonnenmachermacher GmbH. Kariertes ersetzt feinen Zwirn: In den vier großen Messehallen auf den Fildern trifft sich das Fachpublikum. Matthias Gindele vom gleichnamigen Formenbauspezialisten aus Neuhausen sieht ein immenses Potential in der MEX, im Vergleich zur Fakuma, dem süddeutschen Messe-Platzhirsch im Kunststoffbereich, in Friedrichshafen: „Für uns Formenbauer ist die Moulding Expo die bessere Plattform weil sie explizit auf das Thema Werkzeuge und Formen fokussiert“.

„Es wächst zusammen was zusammen gehört“, kommentiert der Horber Oberbürgermeister Peter Rosenberger, der Hauptgesellschafter des Technologiezentrums Horb, bei dem das INNONET Kunststoff angesiedelt ist, die enge Kooperation des INNONET Kunststoff mit der Stuttgarter Messe.

Kleiner Kreisel mit große Symbolkraft: Staatssekretärin Katrin Schütz bewunderte mit dem Horber Oberbürgermeister Peter Rosenberger das auf der Messe produzierte INNONET Kunststoff-Giveaway, einen Kreisel aus Bio-Kunststoff.

Weitere Informationen zur Moulding Expo finden Sie hier.
INNONET Kunststoff richtet Blick auf Großes

Die familiengeführte ENGEL AUSTRIA GmbH aus Schwertberg in Oberösterreich zählt zu den Weltmarktmarktführern der Kunststoffmaschinenbranche und ist zugleich langjähriges Mitglied des INNONET Kunststoff. Das Netzwerktreffen Mitte Mai führte die Teilnehmer erstmals in die beiden österreichischen ENGEL-Produktionsstätten Schwertberg und St. Valentin.

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Die rund 20 aus Süddeutschland angereisten Vertreter des INNONET Kunststoff waren sich einig: Das ENGEL-Werk Schwertberg, zugleich auch der Hauptsitz der 1945 gegründeten ENGEL AUSTRIA GmbH, vermag zu beeindrucken. In der beschaulichen oberösterreichischen Kleinstadt entstehen Anlagen der Superlative und gehen von dort aus in alle Welt, und das zu über 95 Prozent. Mit aktuell 5.900 Mitarbeitern in weltweit neun Produktionsstandorten und 30 Vertriebs- und Serviceniederlassungen und einem Jahresumsatz von 1,36 Milliarden Euro hat sich Engel an die Spitze der Branche geschoben.

Schließkräfte bis zu 5500 Tonnen bei einer Spritzgießanlage sind eine Hausnummer, die selbst Branchenkenner anerkennend nicken lässt. Anlagenbauer, die diese Kräfte beherrschen, sind global dünn gesät. Einsatz finden solche Anlagen überall dort wo große Kunststoffteile in einem Arbeitsschritt gefertigt werden. Anlagenhersteller werden zunehmend zu Systemspezialisten, die komplette Fertigungsprozesse konzipieren, planen und begleiten. Für Franz Hinterreiter, Vertriebsleiter Automotive bei ENGEL, ist dieser Trend maßgeblich für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich: „Turn-Key-Lösungen sind der größte Wachstumstreiber“, erklärte Hinterreiter seinem interessierten süddeutschen Publikum. Die auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung exakt zugeschnittenen Systemlösungen umfassen bei ENGEL neben Spritzgießmaschinen, Robotern und weiterer Automatisierung auch Prozesstechnologien, periphere Systeme sowie Softwarelösungen für die Digitalisierung und Vernetzung.

Das INNONET Netzwerktreffen bei ENGEL lockte zahlreiche Teilnehmer nach Österreich.

Der Markt selbst ist für den Österreichischen Maschinenbauer der größte Innovationstreiber: „Unsere Kunden benötigen immer komplexere Lösungen“, sagt Claus Wilde, Geschäftsführer von ENGEL Deutschland im Technologieforum Stuttgart, mit Blick auf die stets wachsenden Anforderungen an Produkte für den Automotive-Bereich oder Materialien zur Gewichtseinsparung. „Ein Ansatz mit steigender Bedeutung ist es beispielsweise, dem Produkt im Spritzgussprozess Gas hinzufügen, um eine maximale Gewichtsreduktion bei gleichbleibenden Festigkeitseigenschaften zu erreichen“, so Wilde.

Für Stephan Klumpp, den Geschäftsführer von Proplas und INNONET Steuerkreis-Mitglied beweist die gute Resonanz der INNONET Kunststoff Mitglieder auf das Netzwerktreffen deutlich, dass die Vernetzung vor Landesgrenzen nicht Halt machen darf, sondern die Internationalisierung ein omnipräsentes Thema und Aufgabe für die nächsten Jahre darstellt. Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb und Träger des INNONET ergänzt beeindruckt: „Das Engel-Produktportfolio erweitert das Leistungsangebot des INNONET Kunststoff und macht Engel zu einem wertvollen Partner im Netzwerk“.

Weitere Infomationen zu ENGEL finden Sie hier.

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Bildquelle: ENGEL AUSTRIA
Am 22. Mai 2017 wurde Arburg im Rahmen des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Diesen hat die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen, um besondere Leistungen im Bereich Industrie 4.0 zu würdigen. Bei der feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart betonte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz die herausragende Innovationskraft des Loßburger Maschinenbauunternehmens: „Die Herstellung ‚smarter‘ Kofferhänger zeigt eindrucksvoll auf, wie sich mit Arburg-Produkten Industrie 4.0 in der Praxis umsetzen lässt, um Serienteile in Losgröße 1 zu individualisieren und damit die Wertschöpfung im Fertigungsprozess zu steigern.“

Die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ überreichte die Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz (l.) an Susanne Palm, Gruppenleiterin Public Relations bei Arburg. Foto: Martin Storz / Graffiti

Insgesamt wurden 16 baden-württembergische „Leuchtturmprojekte für die Produktion der Zukunft“ am 22. Mai ausgezeichnet. Dabei unterstrich Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz: „Industrie, Mittelstand und Start-ups in Baden-Württemberg sind bei der Umsetzung von Industrie 4.0 führend, wie die heute prämierten Lösungen eindrucksvoll zeigen. Mit der Preisverleihung wollen wir anfassbare Lösungen aus dem Land, die Mehrwerte schaffen, noch bekannter machen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen wollen wir damit motivieren, die realen Chancen durch Industrie 4.0 aktiv anzugehen.“

Arburg erhielt die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“, da sich mit seinen Produkten eine  flexible Serienfertigung in Losgröße 1 realisieren lässt. Foto: ARBURG

Arburg gewinnt mit „flexibler Serienfertigung in Losgröße 1“

Als Vorbild nannte Katrin Schütz Arburg als Unternehmen, das sich seit Jahrzehnten durch Innovationskraft auszeichne und dank 30 Jahren Erfahrung in der IT-vernetzten Produktion zu den Vorreitern in der Umsetzung von „Industrie 4.0“ gehöre. Mit seinem Beispiel für die „flexible Serienfertigung in Losgröße 1“ überzeugte Arburg die Jury und erhielt die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ in den Kategorien „Neue Software-/Vernetzungslösungen“ und „Neuer Produktionsprozess“.
Mit der flexibel automatisierten, informationstechnisch vernetzten und räumlich verteilten Produktion von „smarten“ Kofferanhängern präsentierte Arburg zuletzt im April auf der Hannover Messe 2017 erfolgreich den Weg von der Großserie zum individuellen Kunststoffteil. Dieses Beispiel zeigt die Zukunft moderner Geschäftsmodelle auf, mit dem Ziel, den Kunden mit seinen Wünschen in die Wertschöpfungskette einzubinden und Großserienteile zu individualisieren.

 
Wirtschaftliche Herstellung „smarter“ Kofferanhänger
Der „smarter Kofferanhänger“ zeigt, wie sich eine solche „Mass Customization“ durch Kombination von Spritzgießen und additiver Fertigung relativ einfach realisieren lässt, ohne auf die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Großserienfertigung zu verzichten. Dabei bilden eine Allrounder-Spritzgießmaschine, ein Freeformer für die industrielle additive Fertigung, Automation und IT-Lösungen von Arburg ein flexibles cyberphysisches Produktionssystem.
Über einen individuellen NFC-Chip wird das auf einem Allrounder spritzgegossene Produkt selbst zum Daten- und Informationsträger und steuert seine weitere Herstellung in Losgröße 1. Es kommuniziert mit den Maschinen an den einzelnen Fertigungsstationen, kennt seine Historie und seinen aktuellen Zustand und steuert selbst seinen weiteren Durchlauf durch die Prozesskette. Das individuelle Design aus Kunststoff wird mit einem Freeformer additiv aufgebracht.
Ein zentraler Bestandteil ist die Vernetzung mit dem selbstentwickelten Arburg  Leitrechnersystem ALS. Es erfasst die Produkt-, Prozess- und Qualitätsdaten und leitet sie an einen Webserver weiter. Beim Beispiel „Kofferanhänger“ erhält jedes Teil seine eigene Website. Die Daten jedes Bauteils können jederzeit abgerufen und rückverfolgt werden, auch nach vielen Jahren. Die digitale Vernetzung mittels Leitrechnersystem schafft Transparenz und Durchgängigkeit und ermöglicht eine optimale Auslastung der gesamten Produktion, auch und gerade bei kleineren Stückzahlen und häufigen Produktwechseln.

Die „smarten“ Kofferanhänger und deren flexible Serienfertigung in Losgröße 1 durch Kombination von Spritzgießen und additiver Fertigung überzeugte Expertenjury. Foto: ARBURG

„100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“
Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ hat das Ziel, Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik zu bündeln, alle wesentlichen Akteure zu vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 zu begleiten.
Mit dem Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ werden innovative Konzepte aus der Wirtschaft gesucht, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0. Insgesamt wurden in fünf Prämierungsrunden bislang 84 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet und erhielten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette. Im Laufe des Jahres 2017 soll die Zahl 100 erreicht werden.

Weitere Informationen zu ARBURG finden Sie hier.
Am 28.09.2017, von 08:00 bis 17:30 Uhr findet im CongressCentrum Pforzheim, Mittlerer Saal die eintägige Veranstaltung "Edelmetalle | Technologiemetalle - Von der Tradition zur Innovation" im Rahmen des Werkstofftages statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.
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