100 Orte Industrie 4.0100 Orte für Industrie 4.0

Sehen Sie hinter „Industrie 4.0“ mehr als Zukunftsvisionen und Forschungsthemen? Nutzen oder entwickeln Sie innovative Lösungen in Baden-Württemberg, die intelligente Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen bereits heute umsetzen? Dann bewerben Sie sich doch im Wettbewerb »100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg«!

Mit dem Wettbewerb »100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg« zeichnet das Land Baden-Württemberg ab sofort innovative und „anfassbare“ Lösungen für die Digitalisierung der Wertschöpfung in Industrie und Handwerk aus. Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Unternehmen als Ausrüster und Anwender innovativer Lösungen. Kleine und mittelständische Unternehmen im Land Baden-Württemberg werden dabei besonders zur Einreichung ihrer Ideen aufgerufen.

In erster Linie werden Lösungen gesucht, die bereits umgesetzt und „anfassbar“ sind und deren Mehrwert im Vergleich zu bisherigen Lösungen dargestellt werden kann.

Beispielhafte Lösungen werden vom Land Baden-Württemberg prämiert und erhalten eine Auszeichnung. Weiterhin werden ausgewählte Orte im Quartalsrhythmus auf der Interneseite der Allianz Industrie 4.0 BW öffentlichkeitswirksam präsentiert.

Weitere Informationen zu Industrie 4.0 und zum Wettbewerb finden Sie hier.

Bild- und Textbasis: Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
INNONET NewsletterDie neue Ausgabe des Newsletters des Unternehmernetzwerkes INNONET Kunststoff ist fertig!

Die erste Ausgabe im Jahr 2016 stellt gleich 14 neue Netzwerkpartner vor und berichtet über die letzten Veranstaltungen bei Design Tech, Engel und Werner Koch Maschinentechnik sowie die Fakuma 2015 und den INNONET-Innovationstag. Darüber hinaus wird das Plastics InnoCentre vorgestellt, das vom Land Baden-Württemberg mit EU-Mitteln gefördert wird und im Jahr 2016 in der ehemaligen Kaserne auf dem Hohenberg in Horb am Neckar entstehen wird.

Die gedruckte Variante kann bei Nadine Kaiser per Mail bestellt werden.
Alle Ausgaben des Newsletters finden Sie hier.

Alle INNONET-Termine 2016 finden Sie hier.
Step Award 2015 – Der Unternehmerpreis für Zukunftsbranchen: Polysecure GmbH ist Preisträger im Bereich „Produkte und Technologie“

Der STEP Award – Der Unternehmerpreis für Zukunftsbranchen,  ist ein etablierter und renommierter Wettbewerb zur Auszeichnung von innovativen und wachstumsstarken Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Polysecure GmbH konnte sich in einem starken Teilnehmerfeld durchsetzten und wurde zum Sieger in der Kategorie „Produkte und Technologie“ gekürt.

Nach der Preisverleihung – von links, die Laudatoren, Herr Herr Dr. Detlef Terzenbach, von der Hessen Trade & Invest GmbH des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, und Herr Dr. Uwe Gerlach, von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. In Ihrer Mitte Herr Jochen Moesslein der Geschäftsführer der Polysecure GmbH. Foto: © Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

Die Initiatoren des Step Awards, Infraserv Höchst und Frankfurt Business Media – Der F.A.Z.-Fachverlag, verfolgen gemeinsam mit zahlreichen angesehenen Förderern und Partnern ein Ziel: Unternehmen in der Wachstumsphase wichtige Impulse für ihre erfolgreiche Entwicklung zu geben.
Die erlesene Wettbewerbs-Jury besteht aus Vertretern der Unternehmen, die Förderer und Partner des STEP Award sind, sowie unabhängigen und angesehenen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Nominierung der Teilnehmer erfolgt auf Grundlage festgelegter Teilnahmebedingungen und exakter Auswahlkriterien.  Aus dieser Auswahl  von einhundert nominierten Teilnehmern kamen schließlich nur zehn Unternehmen in die engere Wahl – ins Finale, und wurden genauer von der Jury beleuchtet. Dabei bewertete dieses Gremium die Leistungen der Bewerber in einzelnen Wettbewerbskategorien, wie „Markt/Kunde“, „Produkt/ Technologie“, „Prozesse“, „Finanzen/Nachhaltigkeit“.

Dass sich die Polysecure GmbH im Bereich „Produkte und Technologie“ durchsetzten konnte belegt die unternehmerische Kreativität und Leidenschaft, bestehende Probleme zu erkennen und nachhaltige technologische Lösungen zu erfinden und zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wurde in der Laudatio gewürdigt, dass sich Polysecure bei der Entwicklung intelligenter Partikel nicht nur dem Kampf gegen Plagiate im Bereich hochwertiger Industrie- und Konsumgüter gestellt hat, in diesem Bereich bereits zahlreiche namhafte Markenhersteller schützt, sondern sich in neuen Geschäftsfeldern mit innovativen Markertechnologien etablieren konnte. Die große Zahl relevanter Patentfamilien im Bereich der Materialmarkierung wurde ebenfalls gewürdigt.

Nach der Preisverleihung – von links, die Laudatoren, Herr Herr Dr. Detlef Terzenbach, von der Hessen Trade & Invest GmbH des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, und Herr Dr. Uwe Gerlach, von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. In Ihrer Mitte Herr Jochen Moesslein der Geschäftsführer der Polysecure GmbH. Foto: © Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

Die Laudatoren, Herr Dr. Uwe Gerlach, von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, und Herr Dr. Detlef Terzenbach, von der Hessen Trade & Invest GmbH des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, erwähnten neben den Plagiatschutzlösungen beispielsweise auch die Anwendung „Aktive Verschleißindikation“, mit der insbesondere Maschinenteile erstmalig kontrolliert bis zur Verschleißgrenze genutzt werden können. Ferner stand das neue Sortierverfahren von Polysecure im Mittelpunkt: Materialien wie Kunststoffe können mit geringsten Konzentrationen von eigens entwickelten fluoreszierenden Partikeln markiert und sodann mit den neuen Sortiermaschinen von Polysecure schnell und verlässlich entsprechend ihrer Fluoreszenz sortiert werden.

Kunststoffabfall sorgt heute für eine starke Umweltverschmutzung. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass es mit bisherigem Stand der Technik nicht wirklich möglich ist, die Kunststoffe untereinander schnell, sauber und nach Hersteller oder Anwendung zu trennen beziehungsweise zu sortieren. Mit Hilfe der Polysecure-Fluoreszenzmarker und der patentierten Sortiertechnik kann das Problem gelöst werden. Damit können die Hersteller ihre Kunststoffe wieder bekommen, um sie für neue Produkte zu verwenden, im Sinne eines geschlossenen Materialkreislaufs.

In einem ersten großen Markt, dem der PVC-Fensterprofile, wurde eine eigens konstruierte Sortiermaschine bereits zur industriellen Reife gebracht und geht demnächst für einen ersten großen Kunden in Betrieb. Durch das innovative Sortierprinzip kann dort jetzt zur Verbesserung der Fenster Glasfaser eingesetzt und jederzeit das Glasfaser-PVC vom normalen PVC wieder getrennt werden.

Ein weiterer Beleg für die Bedeutung der Sortierlösung von Polysecure, und der einhergehenden Vorteile und Möglichkeiten eines geschlossenen Materialkreislaufs, ist die Vergabe eines großen EU-Projekts (PETCYCLE) an ein Konsortium mit führenden Unternehmen im Bereich der Kunststoffverpackungen und Konsumprodukte, innerhalb dessen Polysecure die Marker- und Sortiertechnologie einbringt. Das Konsortium wird erstmals einen kompletten Materialkreislauf von Kunststoff-Getränkeflaschen über die Abfallströme bis hin zur Herstellung von Baby-Windeln unter wirtschaftlichen Kriterien demonstrieren.

Die Polysecure GmbH baut in ihrer Strategie auf ein Wachstum am Standort Freiburg, mit dem Firmensitz im BioTechPark. Eine kreatives Umfeld, denn ein weiteres Technologieunternehmen aus gleichem Haus, die BioFluidix GmbH, wurde Sieger in der Kategorie „Prozesse“ und liefert damit den Beweis für ihre industrielle Reife. Ein Standortvorteil in Freiburg ist die Zahl hochqualifizierter Hochschulabsolventen und das Umfeld entsprechender technogisch innovativer Ausgründungen.

Die Polysecure GmbH ist Partner im INNONET Kunststoff. Weitere Informationen zu Polysecure finden Sie hier.
Die Website von Polysecure finden Sie unter www.polysecure.eu
INNONET Kunststoff wächst kontinuierlich

15 Neumitglieder im aktuellen Jahr

Das INNONET Kunststoff startet durch. Dies war eine der Kernbotschaften der beiden Gesichter des innovativen Netzwerks, Geschäftsführer Axel Blochwitz und Projektleiterin Nadine Kaiser, bei der Mitgliederversammlung der stetig wachsenden Initiative im Dezember. 70 Netzwerkpartner kamen zum Jahresabschlusstreffen nach Haslach im Kinzigtal zum Formenbauer FOBOHA (Germany).

70 Teilnehmer besuchten das INNONET-Netzwerktreffen und die Mitgliederversammlung bei der FOBOHA (Germany) GmbH in Haslach i. K.

Die Kunststoffbranche strotzt vor Hightech. Hochkomplexe Anlagensysteme und Anwendungen in einem extrem dynamischen und prosperierenden Umfeld prägen das Gesicht der Branche gerade im Süden Deutschlands. Alleine 15 Neumitglieder als Bilanz des aktuellen Jahres sprechen eine deutliche Sprache. Und das ohne explizite Akquise, wie Nadine Kaiser als für das INNONET Kunststoff zuständige Projektleiterin und kommissarische Geschäftsführerin bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) nicht ohne Stolz betonte.  

Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums in Horb und des INNONET Kunststoff, berichtete über die Meilensteine der Netzwerkarbeit im Jahr 2015.Das INNONET Kunststoff mit Sitz in Horb a.N. etabliert sich in den vergangenen Jahren in einer sich immer schneller drehenden Kunststoffwelt als Kontinuum und effektive Austauschplattform. Und es erreichte einen Bekanntheitsgrad weit über die Grenzen der Region hinaus. "Unsere Mitglieder sind inzwischen auch im benachbarten Ausland zu finden", erklärt Axel Blochwitz als Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb a.N. bei dem das Netzwerk angesiedelt ist. Dennoch: Horb ist Kunststoff. Dieser Satz verdeutlicht, dass die Neckarstadt auch nach dem Ausscheiden aus dem RegioWIN-Wettbewerb des Landes um EU-Fördermittel mit einem neuen Projekt, dem "Plastics InnoCentre", seinen Weg zum Kunststoff-Herzen der Region konsequent weiterverfolgt. Das "Plastics InnoCentre", ein Showroom mit anwendungsorientiertem Dienstleistungsprofil, schafft eine Heimat für das INNONET Kunststoff und stößt damit bereits in der Initialphase des Projekts auf Interesse bei den Netzwerkmitgliedern.

"Das Jahr 2015 war prall gefüllt mit Aktivitäten", resümierte auch Eberhard Lutz, Bereichsleiter Verkauf Inland bei der ARBURG GmbH + Co KG und Mitglied im INNONET-Steuerkreis, bei der Mitgliederversammlung im Kinzigtal. Mit vier Netzwerktreffen, jeweils einem opulenten und vielbeachteten Gemeinschaftsstand auf den internationalen Leitmessen Fakuma in Friedrichshafen und der Moulding Expo in Stuttgart sowie dem INNONET Innovationstag Anfang Dezember an der DHBW in Horb bot das Netzwerk ein umfangreiches und attraktives Programm für alle Sparten der Branche.  

Die Veranstaltung bei der FOBOHA (Germany) GmbH, einer Tochter der Adval Tech Holding AG, nutzten die INNONET-Mitglieder um das innovative Unternehmen mit drei Standorten in Deutschland, der Schweiz und in China näher kennenzulernen. FOBOHA entwickelt und produziert anspruchsvolle Spritzgießformen für die Kunststoffbranche. Das Unternehmen fokussiert auf Mehrkomponententechnik und konzipiert maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Kunden in aller Welt.

Rainer Armbruster, Geschäftsführer der FOBOHA (Germany) GmbH, erläutert beim Betriebsrundgang die Kernkompetenzen seines Unternehmens. „Wir stellen mehr als 120 komplexe Kunststoffspritzguss-Werkzeuge jährlich in unserem größten Werk in Haslach her, das aus vollklimatisierten Fertigungshallen und einem 1500 m² großen Technologiezentrum besteht“, so Rainer Armbruster, Geschäftsführer von FOBOHA. „Seit über 40 Jahren entwickeln wir innovative Technologien und bieten tadellose Serviceleistungen rund um das Kunststoff-Werkzeug an.“
Mit den Werkzeugen werden präzise Produkte in hohen Stückzahlen für die unterschiedlichsten Branchen hergestellt - auf einem Werkzeug werden anschließend beim Kunden beachtliche 1,5 Milliarden Teile pro Jahr produziert. Beim anschließenden Rundgang konnten die Teilnehmer fachsimpeln und einen beeindruckenden Einblick in die Produktion des Unternehmens gewinnen.

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Weitere Informationen zu FOBOHA finden Sie hier.
Innovationstag des INNONET Kunststoff verbindet Information und Kommunikation

Traditioneller Branchentreff beleuchtet Zukunftsthemen für die Kunststoffbranche

Der vierte Innovationstag des INNONET Kunststoff ist zugleich auch die zweite Veranstaltung dieser Art in Folge in Horb. Die Neckarstadt genießt nicht von ungefähr das Privileg, erneut für einen Tag lang zum Zentrum der Süddeutschen Kunststoff-Industrie zu avancieren, hier entsteht mit dem Plastics InnoCentre im nächsten Jahr auch eine Anlaufstelle für die Branche. „Horb und Kunststoff gehören zusammen", postulierte deshalb auch Oberbürgermeister Peter Rosenberger.

Der Innovationstag des Unternehmensnetzwerks INNONET Kunststoff hat sich längst als anwendungsorientiertes Veranstaltungsformat mit hohem fachlichem Anspruch in der Branche etabliert. Zugleich ist er auch die einzige Veranstaltung des innovativen Unternehmensnetzwerks, die auch für Nichtmitglieder zugänglich ist. Schnuppern war beim Innovationstag für Gäste also erlaubt und gewünscht. Der Horber Campus der Dualen Hochschule Stuttgart als Veranstaltungsort unterstrich den fachlichen Anspruch des Innovationstags und zauberte so manchem Teilnehmer, eingequetscht in die hörsaaltypische Klappsitze, ein sentimentales Lächeln beim Gedanken an vergangene Studienzeiten ins Gesicht. Für die regionale Kunststoffbranche ist der Horber Campus eine feste Größe. „Es gibt lediglich eine Handvoll Hochschulen, die sich in Baden-Württemberg mit Kunststofftechnik beschäftigen“, resümierte Prof. Dr. Jürgen Gundrum, der Leiter des Studiengangs Maschinenbau, zu dem auch die Kunststofftechnik gehört und betonte damit die Bedeutung des Hochschulstandorts Horb für die Region.

Hinter scheinbar Trivialem steckt oft eine gehörige Portion Hightech. Der Innovationstag ist traditionell eine gute Gelegenheit, beispielhaft Produkte, Verfahren und Prozesse zu beleuchten und zu hinterfragen. Eine scheinbar profane Abdeckung für Wasserrinnen diente Prof. Dr. Bernhard Rief vom Institut für Kunststoff und Entwicklungstechnik (IKET) an der DHBW Horb als Demonstrationsobjekt für komplexe anwendungsorientierte Entwicklungen in der Kunststofftechnik an der Hochschule.

Prof. Dr. Ralf Kindervater referiert über biobasierte Kunststoffe

Das Thema Biobasierte Kunststoffe und der Standort Horb gehören seit der Entscheidung, das Plastics InnoCentre in der ehemaligen Kaserne anzusiedeln, untrennbar zusammen. Mit dieser Einrichtung setzt das INNONET Kunststoff ein Zeichen in Sachen Bioökonomie im Landkreis Freudenstadt und in der Region. Prof. Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der Landesagentur BIOPRO Baden-Württemberg, spannte auf dem Innovationstag den komplexen Bogen vom UN-Klimagipfel in Paris zum Nordschwarzwald, einer Region, der er ein immenses Entwicklungspotential in Sachen nachhaltige Rohstoffe attestiert. „Schauen sie aus dem Fenster! Alles, was Sie vor der Tür wachsen sehen, können Sie für die Herstellung von Kunststoff verwerten“, mahnt der Chef der Landesagentur mit Blick auf das üppige Grün in der Region. Biobasierten Kunststoffen gehört die Zukunft, dessen ist sich Kindervater sicher. Die globalen Fakten sprechen für seine These: „Wir können in Deutschland nicht länger das doppelte an Ressourcen verbrauchen als die Erde für uns bereitstellt“, so Kindervater.  

Timo Steinebrunner von der Braunform GmbH, Dr. Wolfang Eberhardt von der Hahn-Schickard-Gesellschaft und Dr. Andreas Wolf von der Robomotion GmbH vertieften in ihren Fachbeiträgen anwendungstechnische Details. Einen fachlich hochinteressanten Abriss über den aktuellen Stand der formlosen Formgebung mit Blick auf 3D-Drucktechniken bot Prof. Dr. Christian Bonten vom Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart.

Bioökonomie und nachhaltige Rohstoffe sind Zukunftsthemen für die Region Nordschwarzwald und bilden deshalb auch einen Schwerpunkt im Entwicklungskonzept der Region“, betont Nadine Kaiser, kommissarische Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) und zuständige Projektleiterin für das INNONET Kunststoff. Kaiser freute sich über die große Besucherresonanz auf die Veranstaltung: „Die über 70 Teilnehmer beim Innovationstag zeigen, dass wir mit unserem Veranstaltungsangebot und dem Ziel die Schlüsselbranchen in der Region stärker zu vernetzen auf dem richtigen Weg sind“.

Unterwegs in Sachen Kunststoff:  Prof. Dr. Bernhard Rief, Dr. Hartmuth Diery, Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Jörg Vetter, Nadine Kaiser, Joachim Schätzle und Prof. Dr. Jürgen Gundrum


Bekannte und neue Gesichter am Gemeinschaftsstand

Gemeinschaftsstand des INNONET Kunststoff auf der FAKUMA 2015 ist erneut ein Besuchermagnet

Die Fakuma in Friedrichshafen ist weit mehr als eine Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, als Branchentreffpunkt mit weltweiter Strahlkraft besitzt sie gerade für die Unternehmen des Netzwerks INNONET Kunststoff eine herausragende Bedeutung. Unter dem Dach des INNONET Kunststoff präsentierten sich eine Woche lange zwölf Unternehmen einem internationalen Publikum.

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Die Branche boomt! Brechend volle Messhallen an fast allen Tagen sprechen eine deutliche Sprache. Ausstellungsfläche ist inzwischen akute Mangelware in Friedrichshafen und dies obwohl die Messe mit 85.000 Quadratmetern durchaus reichlich davon zu bieten hat. Mehr als ein Drittel der knapp 50.000 Fachbesucher stammen aus dem Ausland und damit unterstreicht die FAKUMA ihren Anspruch als Trend-Barometer und Branchentreff Nummer eins in Europa.

Die extreme Dynamik der Branche spiegelt sich auch in der Besetzung des Gemeinschaftsstandes des INNONET Kunststoff wider: Neue Unternehmen in der Messerunde ergänzen den Kompetenzmix des größten süddeutschen Unternehmensnetzwerks in der Kunststoffbranche

Das Messegeschäft hat sich gewandelt. Inzwischen ist das kommunikative Moment, der direkte Kontakt zu Kunden und Marktpartnern, einer der wesentlichen Gründe für die zwölf Unternehmen des Netzwerks INNONET Kunststoff für eine Teilnahme am Gemeinschaftsstand. Thomas Glaser von der  Strohheker Kunststoffteile und Metallwaren GmbH aus Huchenfeld brachte es auf den Punkt: „Kommunikation ersetzt Akquise“. Die Messe wird zunehmend ein globaler Umschlagplatz für Informationen, Ideen und Wissen. Thomas Glaser freut sich besonders auf die hohe Besucherfrequenz am Messestand: „Wir sind hier mittendrin und nicht nur dabei“. Der INNONET Kunststoff-Messestand weckt zweifellos Interesse im Besucherfeld.

Das massive Spritzgießwerkzeug der Firma Fischer Werkzeug- und Formenbau wirkt als Magnet. „Qualität sieht man eben bereits an der Bauteilekonstruktion“, weiß Gordon Länge von Fischer.  Für das Unternehmen, eine Tochter der Waldachtaler Fischerwerke, ist als Newcomer im Werkzeug und Formenbau die Positionierung am  Markt ein wichtiger Punkt. Die Premiere ist auch bei Fischer geglückt. Für Gordon Länge ist die Fakuma die optimale Plattform: „Hier treffen wir exakt auf unsere Zielgruppe und auf ein hochwertiges, technisch interessiertes Fachpublikum“. Eine durchweg positive Bilanz der Messetage am Bodensee zogen auch Andrea Hauff von Hermann Hauff aus Büchenbronn und Georg Edelmann von Taller aus Waldbronn.

Plakatives zieht an. Dies gilt auch für das Thema Computertomografie als extrem innovatives Messverfahren. Stephan Klumpp von der Proplas GmbH aus Dornstetten zeigt auf der Fakuma die Echtzeitvermessung von Bauteilen durch eine Technologie die sonst aus der Verwendung in der Medizintechnik bekannt ist.

Die Fakuma ist farbenfroh und spannend. Kleine bunte Verpackungselemente purzeln aus Maschinen während nur Armlängen entfernt haushohe Robotik-Aggregate im Demobetrieb meterlange Bauteile durch die Luft wirbeln. Eben diese Vielfalt der Unternehmen entlang der ganzen Prozesskette Kunststoff und damit auch die breite Streuung bei den Besuchern wertet Andreas Henkel von der FRANK plastic AG aus Waldachtal als dickes Plus der Messe. „Das Publikum ist nicht zu fachspezifisch und man kommt auch als Aussteller mit vielen Bereichen der Brache in Kontakt“.

Die Opulenz bei der Darstellung der Produkte und Dienstleistungen hat jedoch ihren Preis: Die Messlatte für den Ausstellern liegt hoch. Wolfram Schäfer von der Walther Flender GmbH aus Freiberg a.N. sieht hier ein Plus des Gemeinschaftsstands des INNONET Kunststoff. Als ein Unternehmen welches letztes Jahr noch eigenständig auf der Fakuma präsent war, zieht Wolfram Schäfer den direkten Vergleich  „Ein gemeinsamer Auftritt der Unternehmen unter dem Dach des Netzwerks bietet einen optimalen Kosten-Nutzen Rahmen“. Für Schäfer spielt jedoch auch die Kommunikation und Kooperation der Unternehmen innerhalb des Netzwerks INNONET Kunststoff eine enorm wichtige Rolle.

Von der Branchenkompetenz des Netzwerkes INNONET Kunststoff überzeugte sich auch Staatsekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bei seinem Rundgang auf dem Gemeinschaftsstand.

Die Kunststoffbranche ist ein wirtschaftliches Schwergewicht in der Region. „Es gibt kaum eine Messe mit so vielen Ausstellern aus dem Landkreis Freudenstadt. Das zeigt die geballte Kunststoffkompetenz des Landkreises“, sagt Dr. Klaus Michael Rückert bei seinem Besuch auf der Fakuma. Peter Rosenberger, der Oberbürgermeister der Stadt Horb a.N. schwärmt beim Rundgang über die Messe ebenfalls: „Ich bin erstaunt, mit welcher Innovationskraft sich das Technologiezentrum Horb als Träger des INNONET Kunststoff und die Firmen hier präsentieren“.

Allgemeine Informationen zum Fakuma-Gemeinschaftsstand finden Sie hier.
INNONET Kunststoff zu Gast beim Peripheriegeräte- und Anlagenhersteller Werner Koch Maschinentechnik in Ispringen

Qualitätsprodukte für die Kunststoffverarbeitung

Bei dem dritten Netzwerktreffen des INNONET Kunststoff stand das „Mischen, Dosieren, Fördern und Trocknen“ von Kunststoffmaterialien im Fokus. Rund 40 Netzwerkpartner des INNONET Kunststoff informierten sich am 29. September bei Werner Koch Maschinentechnik in Ispringen über das Angebot und Produktportfolio des Unternehmens, das weltweit tätig ist.

Geschäftsführer Carsten Koch

Werner Koch bietet Geräte und Anlagen zum Mischen, Dosieren, Fördern und Trocknen von Kunststoffmaterial, hauptsächlich Kunststoffgranulate, auf Ihrem Weg vom Materiallager bis hin zur Verarbeitung im Spritzguss oder Extrusion. Damit das Material optimal verarbeitet werden kann und daraus hochwertige Kunststoff-Produkte enstehen, muss es bei der Zuführung zur Verarbeitungsmaschine verschiedene Aufbereitungsschritte durchlaufen.

Begonnen hat alles im Jahr 1974 in einem Wohnhaus in Ispringen im Nordschwarzwald. Hier entwickelte und fertigte Werner Koch seine ersten Geräte. Mit jahrelanger Erfahrung im Bereich Konstruktion setzte er seine Ideen von der Theorie in die Praxis um. In weltweit mehr als 5.000 kunststoffverarbeitenden Unternehmen werden die Produkte aus dem Hause Koch verwendet. Zahlreiche Patente und Schutzrechte sichern noch heute das bestehende Know-How des Unternehmens.

 „Unser Produktportfolio besteht aus einem Baukastensystem“, beschreibt Geschäftsführer Carsten Koch die Besonderheit seines Produktportfolios. „Die einzelnen Komponenten können so flexibel und individuell nach den Wünschen des Kunden kombiniert und bei Bedarf auch nachträglich angepasst und erweitert werden. Darüber hinaus geben wir unseren Kunden ein Qualitätsversprechen und können so einen ganz besonderen Mehrwert bieten.“

Geschäftsführer Prof. Dr. h.c. Werner Koch

Die Kernkompetenz von Koch ist auf Kundenwunsch konzipierte komplette Materialversorgungssysteme für die Kunststoffverarbeitungen. Dabei werden vom Silo über die Verrohrung, Inbetriebnahme und Schulung der Fachkräfte alle Leistungen auf dem Weg zu einer professionellen und automatisierten Materialversorgung angeboten.  Koch bietet darüber hinaus noch mehr. Im Zuge der steigenden Komplexität von Geräten und Anlagen können die Prozesse und der Materialfluss softwareseitig gesteuert und überwacht werden.

Für INNONET-Projektleiterin Nadine Kaiser war das Netzwerktreffen einmal mehr ein gelungener Branchentreffpunkt: „Unsere Unternehmen interessieren sich für die Produkte der Partner im Netzwerk – das belegen die zahlreichen Fragen, die während des Rundgangs gestellt und diskutiert werden. Unsere Netzwerktreffen sind immer eine gute Gelegenheit - nicht nur um neue Kontakte zu knüpfen, sondern auch um neue Themen kennenzulernen und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Im Mittelpunkt bei allen Aktivitäten im INNONET Kunststoff steht die Vernetzung der Unternehmen und letztlich die Förderung des unternehmerischen Erfolgs.“


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Weitere Informationen zur Werner Koch Maschinentechnik GmbH: www.koch-technik.com
Das INNONET Kunststoff startet durch: “Plastics InnoCentre“ wird Drehscheibe für Innovationen

Das INNONET Kunststoff mit Sitz in Horb am Neckar ist eines der dynamischsten Unternehmensnetzwerke Süddeutschlands. Das vom Land Baden-Württemberg mit Mittel der EU geförderte Projekt „Plastics InnoCentre“ des INNONET Kunststoff, ein Showroom mit Fokus auch auf biobasierte Kunststoffe, markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Netzwerks. Der Förderantrag wurde in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH, die mit Projektleiterin Claire Duval über Expertise im Bereich Förderprojekte verfügt, konzipiert und begleitet.  

Übergabe des Förderbescheids: Ministerialdirektor Guido Rebstock vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg (3. v.l.), Peter Rosenberger, Oberbürgermeister der Stadt Horb a.N., Nadine Kaiser, WFG-Projektleiterin und Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb a.N. über den Startschuss

Showroom des Plastics InnoCentre zeigt innovativen Materialien und Produkte der INNONET - Mitgliedsunternehmen


Mit dem „Plastics InnoCentre“, das in Horb am Neckar entstehen wird, geht das INNONET Kunststoff vollkommen neue Wege. „Unser Ziel ist es die beispielhafte Netzwerkstruktur darzustellen und die innovativen Materialien und Produkte unserer Mitgliedsunternehmen zu präsentieren“, umreißt Axel Blochwitz, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb am Neckar, die Konzeption des Projekts.

Anlaufstelle für Unternehmen der Kunststoffbranche und Keimzelle für neue und branchenübergreifende Dienstleistungsangebote

Was in der ehemaligen Kaserne auf dem Hohenberg beispielhaft entstehen soll, geht jedoch weit über einen „Showroom“ als reine Demonstrationsplattform hinaus. Das „Plastics InnoCentre“ soll der Start zur interaktiven Drehscheibe und Anlaufstelle für sämtliche Unternehmen der Kunststoffbranche werden. „Wir sehen den Showroom des „Plastics InnoCentre“ als Keimzelle für vollkommen neue und auch branchenübergreifende Dienstleistungsangebote und weitere Projekte rund um den komplexen Themenbereich Kunststoff“, so Blochwitz. Das „Plastics InnoCentre“ eröffnet damit gerade den klein und mittel-ständischen Unternehmen der Branche den Zugang zu anwendungsbezogenen Forschungsthemen und Beratungsleistungen. Gerade sie sollen durch die intensive Zusammenarbeit mit renommierten wissenschaftlichen Instituten, Hochschulen und Landesagenturen von einem verbesserten Technologietransfer in den Ländlichen Raum profitieren.

Das „Plastics InnoCentre“ steht jedoch auch für eine gesamteuropäische Dialogplattform. Nadine Kaiser, für das INNONET Kunststoff zuständige Projektleiterin der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, verbindet mit der Förderzusage des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in Höhe von rund 200.000 Euro für drei Jahre eine historische Chance für das Netzwerk selbst: „Unser Ziel ist es nun, das bisher schon breit gefächerte Angebot des INNONET Kunststoff  weiter auszubauen und zu diversifizieren, um damit einen Mehrwert für die Mitglieder zu generieren und sie auf dem europäischen Markt sichtbarer zu machen“.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die am erfolgreichen Förderantrag mitgearbeitet haben - auch an die Kollegen des INNONET-Steuerkreises!

Besichtigung der Räumlichkeiten

In den nächsten Monaten wird das Konzept für das Plastics InnoCentre ausgearbeitet. Auf dem ehemaligen Kasernen-Glände in Horb am Neckar wird ein Showroom und ein Präsentationsraum eingerichtet. Der Showroom wird aus drei bis vier miteinander verbundenen Räumen bestehen. Der Präsentationsraum soll etwa 100 Quadratmeter groß sein. Auf dem Flur zwischen beiden Räumen sind Präsentationsflächen geplant, die herkömmliche Kunststoffe und deren Äquivalente aus biobasierten Kunststoffen zeigen.
 

INNONET Kunststoff
TZ Horb GmbH & Co. KG
Postfach 1249
Geschwister-Scholl-Str. 10 (Besucheradresse)
72160 Horb a. N.
Telefon 07451 623324
Telefax 07451 623323